Unsere Vorfahren schnitzten Runenzeichen in die Holzbalken ihrer Eingangstore, die in erster Linie der Abwehr von feindlichen Wesenheiten und Personen dienten, denn ein friedliches Haus und ein friedliches Herdfeuer war den germanischen Völkern heilig.
Der germanische Brauch, Runen zur Abwehr zu verwenden, setzte sich - zwar in verborgener Weise, aber dennoch deutlich erkennbar - bis in die Neuzeit hinein fort, z.B. bei den Mustern der Fachwerkhäuser. Die so schönen Anordnungen und Konstruktionen der Holzbalken, die wir heute in Westfalen, Franken und der Schweiz finden, erfüllten nicht nur Stützfunktionen und dienten nicht allein statischen Anforderungen.
Wer sich mit der germanischen Runenschrift auskennt und sie lesen kann, erkennt immer wieder die gleichen Runenzeichen im Muster des Fachwerks, die Schutz vor den feindlichen Mächten geben, oder solche, die Wohlstand und Gedeihen an das Haus heranziehen.
So sind die Außenwände dieser Häuser wie ein offenes Buch zu lesen, und die Zeichen für Glück und Abwehr von Bösem wechseln sich beständig ab und ergänzen einander.
Aus: "Der magische Haushalt" von Monnica Hackl
Ich finde das sehr interessant! Ich fand die Häuser bisher einfach nur schön.
Weiß jemand, ob diese Runenzeichen den Menschen, die in so einem Haus leben, wirklich Wohlstand und Gedeihen, Glück bringen und das Böse abgewehrt wird? Ob sich die Leute in so einem Haus besonders beschützt fühlen?


