Ich finde die zehn Gebote haben ihre Berechtigung.
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Nur für Verlierer! So wurden die Zehn Gebote von Philosophen wie Nietzsche gerne mal umgedeutet. SPIEGEL-Autor Mathias Schreiber hält in seinem neuen Buch dagegen: Gerade in Krisenzeiten erweisen sich die Bibel-Regeln als gültig - und erklären uns, was ein Banker mit einem Schafsdieb zu tun hat.
Ist Nietzsche der eigentliche Betrüger?
Wir wählen mit Absicht diese kommerzielle Metapher, um so rasch wie möglich bei unseren Überlegungen auf deren prominentesten Gegner hinzuweisen: die spätestens durch den Philosophen Friedrich Nietzsche intellektuell salonfähig gewordene Ansicht, der altmodische Dekalog sei nichts als eine Moral der Verlierer, derer, die der harten Konkurrenz von Wirtschaft und Gesellschaft nicht so recht gewachsen sind. Nietzsche sprach abfällig von "Sklaven-Moral", meinte, "das Leben" müsse von dieser Moral der "Leidenden" und "Niedrigen" befreit werden; es müsse sich vom Gebot der Nächstenliebe, dieser geheuchelten "Nächstensucht", lösen, um sich auf den "Willen zur Macht" zu konzentrieren, auf dieses "Ur-Faktum aller Geschichte". Ist am Ende der wortgewaltige Denker dieses Ellbogen-Atheismus, der "Gottes Tod" ja ziemlich argumentationsfrei verkündet hat, der eigentliche Betrüger?
Ich habe Nietzsche nie gelesen. Aber was ich hier lese, da stellen sich ja meine Haare auf!
Über Menschen die gut und liebevoll sein wollen, lacht man, aber über diesen Nietsche lacht niemand?
Ich finde, Nietzsche ist ein Betrüger. Diese Gedankengänge können nur einem kranken Hirn entspringen.