Die hässlichsten Tiere der Welt
Teil 1

Er ist der hässlichste Hund der Welt - und hat das sogar schriftlich: "Elwood", eine Kreuzung aus Chinchilla und Chinese Crested Dog, wurde vor zwei Jahren im kalifornischen Petaluna offiziell zum hässlichsten Hund der Welt erklärt. Der bis auf einen grauen Haarkamm am Kopf nackte Kläffer wird von seinem Frauchen Karen Quigley gern liebevoll "Yoda" genannt.
Nacktmulle laden wahrlich nicht zum Knuddeln ein. Ihre Haut wickelt sich in großen Falten um ihren Körper, dazu ein Gebiss wie ein Baggerschaufel... Doch in den ostafrikanischen Höhlen, in denen die skurrilen Nager leben, zählen vermutlich andere Werte. Zum Beispiel, dass Nacktmulle die einzigen Säugetiere der Welt sind, die keinen Schmerz empfinden können. Der deutsche Opernregisseur Stefan Frey war so begeistert von den Nacktmullen, dass er ihnen eine Operette widmete.
Der maulswurfsähnliche Sternmull war Forschern lange Zeit ein Rätsel: Welchen evolutionsbedingten Grund konnte die sonderbare Form seiner Nase haben? Es sei ein höher entwickeltes Riechorgan, mutmaßten die Wissenschaftler, vielleicht eine Art Sensorsystem zum Aufspüren elektromagnetischer Felder oder eine fünfte Hand zum Beutegreifen. Schließlich kam man dem eigenartigen Tier durch Hochgeschwindigkeitsaufnahmen auf die Schliche: Der Amerikaner Ken Catania fand heraus, dass die Tentakeln der Sternmullnase dem Aufspüren von Erdmilben dienen - Kleinorganismen, die er innerhalb von Sekundenbruchteilen abtastet, erkennt und verschlingt. Dafür braucht er nicht einmal eine Viertelsekunde und gehört damit zu den schnellsten Essern im Reich der Säugetiere.
Nasenaffen leben ebenfalls auf Borneo. Die charakteristischen, essiggurkenförmigen Riechorgane besitzen allerdings nur die Männchen. Forscher glauben, dass damit Weibchen beeindruckt werden sollen: Je größer die Nase, desto höher das sexuelle Potenzial.
Schleimiger Tiefseeauswurf? Barbapapa? Weit gefehlt: Der Blobfisch gehört zur Familie der Dickkopf-Groppen und lebt am Grunde des Meeres. Das eher gemütliche Tier gräbt sich dort in den Boden ein und wartet, bis Futter vorbeischwimmt.
Aye-Ayes, auch Fingertiere genannt, bleiben nicht immer so klein wie auf diesem Bild: Mit zunehmendem Alter werden sie erstaunlich groß und wuchtig. Das Aye-Aye ernährt sich am liebsten von Larven des Afrikanischen Schusslochbohrers, die etwa zehn Zentimeter tief im warmen Baumstamm leben. Mit seinem knochigen Mittelfinger klopft es die Stämme ab, bis eine Made gefunden ist.
Der Komondor ist ein ungarischer Hirtenhund und eng verwandt mit dem ähnlich aussehenden Puli. Er wurde vermutlich von Nomaden nach Europa gebracht. Sein Fell besteht aus dichtigen, filzigen Rastalocken, die bodenlang werden können.
