Berlin und das Wahlergebnis...

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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 20. Sep 2016, 11:58

Jacko hat geschrieben:Ein interessanter Ansatz. Aber so pauschal darf man das nicht stehen lassen. Ich kenne deine anderen Beiträge und beziehe deswegen deine Aussage (wahrscheinlich) auf das Flüchtlingsproblem. Das ist aber eigentlich der geringste Teil. Viel bewegender ist, was noch so alles passiert, was weit aus größere Auswirkungen hat.
Ttip und Ceta sind zwei von vielen Punkten. Weiter hat kein Mensch so richtig mitbekommen, dass die "Schwarze Null" die Finanzierung und Erhaltung der Strassen in der BRD aus dem Zuständigkeitsbereich des Bundes herausgenommen hat und in private Hand vergeben wurde. Somit laufen die Kosten nicht mehr auf den Staat, sondern auf diese Firmen. Diese sind aber so abgesichert, dass sollten Sie wegen Überangebot an Arbeit und daraus resultierendem Pfusch Zahlungsunfähig werden, automatisch der Steuerzahler die Kosten übernimmt. Was aber jeder verschweigt ist die Art der Rückfinanzierung. Die kostet nämlich dann den Steuerzahler das doppelte oder dreifache! Und wer sich daran dann richtig bereichert, brauchen wir nicht sagen. Nur mal so als einen Punkt aufgezählt.

Und ich behaupte, das ist völlig Parteiunabhängig.

Allein der Gedanke daran, wie demokratisch es bei uns überhaupt noch zugeht, ist die große Frage. Kann da eine Partei was dafür? Sicherlich nicht, denn es ist den Parteien sichtlich egal, solange ein paar Personen daraus die Macht haben, Dinge zu bewegen, die sie bewegen wollen.

Wie schon gesagt, die Flüchtlinge sind da wahrhaftig kein Untergang.



Ich lehne TTIP und CETA wie den Freihandel als Solches ab, aber diese Abkommen können auch jederzeit wieder aufgehoben werden. Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen in ihrer Identität können nur einmal zerstört werden und der Punkt an dem keine Umkehrung mehr möglich ist, ist bald erreicht.
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon Lillith » 20. Sep 2016, 12:09

Joe12 hat geschrieben:
Schreiberling hat geschrieben:Ich kann aber über unser Land sowieso nur noch mit dem Kopf schütteln. Der Michel wird einfach nicht klug und er hat auch wenig politischen Instinkt.



Was würde denn für dich ein mehr an Instinkt ausmachen?


Für mich: Realität, Pragmatismus und Sachverstand.
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 20. Sep 2016, 12:14

Mir fällt da übrigens so ein britisches Propagandafilmchen ein (Schwarzweiß und wohl aus den 30er Jahren), wo ein Ausländer nach Großbritannien übersiedeln will, um dort zu arbeiten. Ich glaube ein Belgier, der seine Arbeitslosigkeit geltend macht. Ihm wird das natürlich verweigert, daraufhin trägt er vor, daß man aber doch Waren aus aller Herren Länder reinläßt, warum nicht also auch Menschen? Der Film richtete sich gegen den Freihandel, denn daß man Ausländer nicht einfach so ins Land läßt, das war damals wohl jedem einleuchtend. Heutzutage müßte man die linksgerichteten TTIP-Gegener wohl fragen, warum sie denn keine Waren reinlassen wollen, wenn sie gar nicht genug fremde Menschen ins Land bekommen können. Oder auch: Warum denn ausgerechnet Menschen, wenn man keine fremden Waren will.
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon samsa » 20. Sep 2016, 12:35

Die durchschnittliche Fertilität der muslimischen Migranten liegt aber nicht bei 12 Kindern. Sie liegt bei den Türkinnen in Deutschland, soweit ich mich erinnere, knapp unterhalb der Selbsterhaltungsquote von 2,1, passt sich (langsam) der demographischen Struktur des Einwanderungslandes an und ist negativ mit Bildung und Status korreliert, heißt: sie wird bei besserer Integration weiter sinken.
Für die Migranten aus anderen islamischen Staaten müssen Vergleichsdaten aus anderen Einwanderungs- oder den Herkunftsländern herhalten. In Afghanistan hat man etwa 4,8 Kinder pro Frau (Quelle), in Syrien 3,0 (Quelle). Auch hier ist mit einer Anpassung an den deutschen Durchschnitt zu rechnen.

Ich habe es schon einmal in einem anderen Thread gesagt: eine muslimische Bevölkerungsmehrheit ist bei diesen Zahlen für die nächsten 100 Jahre so gut wie ausgeschlossen. Was es allerdings geben wird, sind lokale muslimische Mehrheiten (in Städten, Stadtvierteln), außerdem wird die Gesellschaft aufgrund der oben erwähnten Korrelationen dümmer und ärmer - das betrifft aber nicht nur den muslimischen Teil, sondern auch den deutschen. Selbst ohne Zuwanderung wäre diese Abwärtsspirale kaum aufzuhalten. Genießt es am besten einfach, dass ihr im Spätsommer der schwindenden europäischen Zivilisation leben dürft. Die Zukunft gehört Ländern wie Indien und China. Europa ist dann kulturell und wirtschaftlich mit dem heutigen Balkanraum vergleichbar.
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon samsa » 20. Sep 2016, 12:52

Nachtrag: Exzellente historische Analysen liefert Bernard Lewis, eine gute Zusammenfassung zum Beispiel das kleine Büchlein "Europa and Islam". Ich finde ja sowieso, dass Historiker in der ganzen Debatte viel zu wenig Gehör finden. TTIP und CETA werden im historischen Rückblick als Kleinigkeiten erscheinen, die muslimische Zuwanderung dagegen nicht.
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon Lillith » 20. Sep 2016, 12:52

Schreiberling hat geschrieben:Mir fällt da übrigens so ein britisches Propagandafilmchen ein (Schwarzweiß und wohl aus den 30er Jahren), wo ein Ausländer nach Großbritannien übersiedeln will, um dort zu arbeiten. Ich glaube ein Belgier, der seine Arbeitslosigkeit geltend macht. Ihm wird das natürlich verweigert, daraufhin trägt er vor, daß man aber doch Waren aus aller Herren Länder reinläßt, warum nicht also auch Menschen? Der Film richtete sich gegen den Freihandel, denn daß man Ausländer nicht einfach so ins Land läßt, das war damals wohl jedem einleuchtend. Heutzutage müßte man die linksgerichteten TTIP-Gegener wohl fragen, warum sie denn keine Waren reinlassen wollen, wenn sie gar nicht genug fremde Menschen ins Land bekommen können. Oder auch: Warum denn ausgerechnet Menschen, wenn man keine fremden Waren will.


[überleg] Das ist wirklich mal ein Gedankenimpuls. Nicht schlecht.
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon Lillith » 20. Sep 2016, 12:53

samsa hat geschrieben:Nachtrag: Exzellente historische Analysen liefert Bernard Lewis, eine gute Zusammenfassung zum Beispiel das kleine Büchlein "Europa and Islam". Ich finde ja sowieso, dass Historiker in der ganzen Debatte viel zu wenig Gehör finden. TTIP und CETA werden im historischen Rückblick als Kleinigkeiten erscheinen, die muslimische Zuwanderung dagegen nicht.


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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 20. Sep 2016, 13:18

samsa hat geschrieben:Die durchschnittliche Fertilität der muslimischen Migranten liegt aber nicht bei 12 Kindern. Sie liegt bei den Türkinnen in Deutschland, soweit ich mich erinnere, knapp unterhalb der Selbsterhaltungsquote von 2,1, passt sich (langsam) der demographischen Struktur des Einwanderungslandes an und ist negativ mit Bildung und Status korreliert, heißt: sie wird bei besserer Integration weiter sinken.
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Ich habe es schon einmal in einem anderen Thread gesagt: eine muslimische Bevölkerungsmehrheit ist bei diesen Zahlen für die nächsten 100 Jahre so gut wie ausgeschlossen. Was es allerdings geben wird, sind lokale muslimische Mehrheiten (in Städten, Stadtvierteln), außerdem wird die Gesellschaft aufgrund der oben erwähnten Korrelationen dümmer und ärmer - das betrifft aber nicht nur den muslimischen Teil, sondern auch den deutschen. Selbst ohne Zuwanderung wäre diese Abwärtsspirale kaum aufzuhalten. Genießt es am besten einfach, dass ihr im Spätsommer der schwindenden europäischen Zivilisation leben dürft. Die Zukunft gehört Ländern wie Indien und China. Europa ist dann kulturell und wirtschaftlich mit dem heutigen Balkanraum vergleichbar.


Von durchschnittlicher Fertilität sprach ich ja auch nicht, das bezog sich auf solche kriminellen Clans. Eine Prognose über 100 Jahre halte ich für sehr gewagt und bei der derzeitigen Massenzuwanderung auch nicht mehr haltbar. Ob mit einer raschen Anpassung der Fertilität angesichts der Massenmigration zu rechnen ist, wird man abwarten müssen.

Was die Frage der Zukunft Deutschlands und Europas angeht, so bräuchte es einen radikalen Politikwechsel, wenn ein Mann wie Höcke an die Macht käme, wäre vielleicht noch was zu retten.
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon samsa » 20. Sep 2016, 13:32

Was die Frage der Zukunft Deutschlands und Europas angeht, so bräuchte es einen radikalen Politikwechsel, wenn ein Mann wie Höcke an die Macht käme, wäre vielleicht noch was zu retten.

Vergiss es. Selbst ohne muslimische Zuwanderung ist Europa der Überalterung und intellektuellen Degeneration preisgegeben, solange die Minderqualifizierten eine höhere Kinderzahl haben als die Akademiker. Die Frage ist nur, wie lange sich der Niedergang hinauszögern lässt.

Typische Verfallserscheinungen erleben wir auch in der Kunst, Literatur und in eingeschränktem Maße in der Wissenschaft. Oswald Spengler hatte schon nicht ganz unrecht: wir stehen in der letzten Phase einer großen Kulturentwicklung. Das sind Prozesse, die ein Einzelner nicht aufhalten kann, schon gar kein Schaumschläger wie Höcke. Quantiative Belege liefert Charles Murray in "Human Accomplishment".
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Re: Berlin und das Wahlergebnis...

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 20. Sep 2016, 13:54

Nun ja, daß man ein Stück weit weg von der liberalen postmodernen Beliebigkeit und hin zum autoritären lenkenden Staat gehen müßte, liegt wohl auf der Hand. Wobei es eine Untersuchung wert wäre, ob nicht auf das moderne China zwischenzeitlich ähnliche Verfallserscheinungen zutreffen.

Natürlich hatte Spengler nicht Unrecht. Was den einzelnen Menschen angeht, so haben einige in der Vergangenheit doch recht deutlich Zivilisationen ihren Stempel aufgedrückt. Ich halte Höcke jedenfalls für mehr als einen Schaumschläger und man kann ja weitere Menschen gewinnen und sich eine fähige Mannschaft zusamenstellen. Auch die Fertilität der verschieden intelligenten Teile der Bevölkerung läßt sich durch geeignete Maßnahmen steuern.
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