Bürgerwehren

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Re: Bürgerwehren

Ungelesener Beitragvon Lillith » 18. Jan 2016, 15:21

cherrycurry hat geschrieben:Es ist ein Unterschied, ob man einen vermeindlichen Autodieb verfolgt, oder ob man eine Frau vor einer Vergewaltigung rettet.

Ich denke Bürgerwehren sind eher für Letzteres zuständig.

Auch das Zuständigkeitsempfinden einer Bürgerwehr kann sich entwickeln und die Gruppenmitglieder können ganz anderer Meinung sein was zu ihrer bürgerlichen Überwachungspflicht gehört.
Letzten Endes werden noch Bürgerwehren gegen Bürgerwehren geründet........denken wir nur mal an die diversen Demos und Gegendemos und jetzt überlegen wir mal wie diese Demos verlaufen würden, würde man diese nicht konsequent von einander fernhalten.....


Ich hätte vorher nicht darüber nachdenken können, weil dieses Spezial-Wissen hatte ich nicht und ich denke, das haben viele Leute nicht.

Bingo !

Deswegen sollten wir das mit den Bürgerwehren mal lieber sein lassen.
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Re: Bürgerwehren

Ungelesener Beitragvon Jacko » 18. Jan 2016, 15:42

Ich erinnere mich noch gut an eine Diskussion, bei der es um die Unterbringung eines Kinderschänders ging, der nach abgesessener Strafe wieder frei gelassen wurde. Auch ich war damals recht hart gegen diesen Menschen und ich weiß auch noch, dass hier Samsa viel Gegenwind einstecken musste, der mehr oder weniger als Einziger auch noch die Rechte eines jeden Menschen vor Augen gehalten hatte. Mit etwas Abstand von so einer emotionalen Situation sieht es auch schon besser mit der Rechtsprechung aus.

Von daher könnte ich mir durchaus vorstellen, dasss so eine selbsternannte Bürgerwehr aus dem Affekt heraus viel zu sehr über die Stränge schlagen würde, weil sie sich gegensietig noch ansspornen würden.

Deswegen darf sowas auch nicht einfach jeder tun.

Ich habe aber schon mal gehört, dass sich Bürger zusammengeschlossen haben und nur über die Nacht "Spazieren gegangen" sind und bei undurchsichtigen Situationen die Polizei gerufen haben. Sowas kann ich mir vorstellen. Aber auch hier gehört eine ordentliche Zurückhaltung dazu, die Nerven zu bewahren und nicht zu überreagieren.
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Re: Bürgerwehren

Ungelesener Beitragvon cherrycurry » 18. Jan 2016, 15:58

Das Spezial-Wissen bezog sich aber auf die Kunst-Aktion. [lach]

Ich denke auch ein normaler Bürger, der über kein Spezial-Wissen über Bürgerwehren verfügt,
darf mal was zu dem Thema sagen.

Falls nicht, so wäre das Rede-Verbot. Das wird eh noch schneller kommen, als uns lieb ist,
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Re: Bürgerwehren

Ungelesener Beitragvon Lillith » 18. Jan 2016, 16:18

Ist Realschulabschluss unakademisch genug ? [42

Ääähmm...was denn für ne Kunst-Aktion ?


Ich denke auch ein normaler Bürger, der über kein Spezial-Wissen über Bürgerwehren verfügt,
darf mal was zu dem Thema sagen.



Na klar.
Gibt es überhaupt Spezialwissen über Bürgerwehren ?


Falls nicht, so wäre das Rede-Verbot. Das wird eh noch schneller kommen, als uns lieb ist,
nicht hier im Forum, sondern in der realen Welt.

Puh...ich dachte schon.....na da haben wir ja noch mal Schwein gehabt. [42 [27
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Re: Bürgerwehren

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 18. Jan 2016, 16:31

@Cherrycurry:
Wo genau liegt der Unterschied? Die Probleme sind die gleichen:

* es kann, und zwar wesentlich wahrscheinlicher als bei ausgebildeten Polizisten, den Falschen treffen
* die Leute sind für diese Aufgabe nicht ausgebildet - weder in Sachen Konfliktmanagement noch in Selbstverteidigung o. ä.
* es bilden sich Strukturen neben dem Rechtsstaat aus, die meinen besser zu wissen was Recht ist
* die Bürgerwehr bewegt sich schnell außerhalb des rechtlichen Rahmens, wenn sie polizeiliche Aufgaben übernimmt
* sie sind wunderbare Anlaufpunkte für Leute, die nur gerne dem bösen Ausländer mal eins überbraten wollen
* die Leute die mich da eschützen wollen unterliegen keiner Kontrolle, müssen kein Führungszeugnis vorweisen oder sonstwas. Das kann sonstwer sein.
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Re: Bürgerwehren

Ungelesener Beitragvon samsa » 18. Jan 2016, 16:53

Ääähmm...was denn für ne Kunst-Aktion ?

Cherry bezog sich auf diesen Thread. Vielleicht kann ein Mod ihr Posting dorthin verschieben.

Erledigt, Nebenbetrachtungen abseits des Themas gelöscht.
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Re: Bürgerwehren

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 18. Jan 2016, 20:05

Ich finde an Bürgerwehren grundsätzlich nichts auszusetzen, so lange sie sich auf dem Boden des Rechts bewegen und sich nicht tatsächlich oder faktisch Staatsgewalt anmaßen. Obschon Ihre Entstehung natürlich ein Zeichen dafür ist, daß die Staatsgewalt zumindest gefühltermaßen nicht mehr ausreichend für Sicherheit und Ordnung sorgt.

Nicht mehr in Ordnung ist natürlich, wenn eine Bürgerwehr sich etwa anmaßt, bestimmten Personen den Zutritt zu einer Straße zu verwehren bzw. diese zu befragen, warum sie sich dort aufhalten oder systematisch Ausweise zu kontrollieren.

Die "Rechte" einer solchen Bürgerwehr ergeben sich v.a. aus dem Notwehr(hilfe)- und Notstands(hilfe)recht nach StGB und BGB, sowie dem Recht der vorläufigen Festnahme nach § 127 I StPO. Eine vorläufige Festnahme einer Person, die auf frischer Tat beim Knacken eines Wagens betroffen wird, ist für jedermann statthaft, folglich also auch für eine Bürgerinitiative. Dann ist aber unverzüglich die Polizei zu verständigen, die alles weitere zu veranlassen hat.
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