Die Staatskrise Deutschlands

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Re: Die Staatskrise Deutschlands

Ungelesener Beitragvon Lillith » 8. Dez 2016, 14:52

@Manu
Die betreiben doch reinste Wahlhilfe mit ihrem Verhalten und mich kotzt das nur noch an, denn ich möchte nicht, dass sich die miesen Charaktere der Afd im Bundestag breit machen und ihre chaotischen wirtschaftlichen Verhältnisse sanieren.


Nun ja, es haben sich offensichtlich ganz andere miese Charaktäre im Bundestag breit gemacht und sanieren ihre chaotischen wirtschaftlichen Verhältnisse.
Die AFD hat den Kahn jedenfalls nicht gegen die Wand gefahren.
Und wie es aussieht, ist man jetzt sogar bereit sich einiger Ideen zu bedienen, die man zuvor als populistisch abgelehnt hatte und wenn sie angesprochen wurden, als Hetze und ausländerfeindlich.
Das nennt man auch "sich mit fremden Federn schmücken", leider ist es nur zu offensichtlich.

Und wenn die CDU jetzt anfängt bei der AFD abzukupfern, dann gefährdet sie sich in der Tat noch auf eine andere Weise, denn das dürfte den Grünen gar nicht schmecken, immerhin werden sie ja schon als mögliche Koalitionspartner gehandelt.
Was man nicht alles für die Macht tut........


Aber wie auch immer, alles was sich jetzt politisch bewegt, bewegt sich nur aus einem Grund: AFD und die Wähler.


Manu, ich will dir mal was zu den Personalien sagen: Welche andere Partei hat denn zur Zeit gute Leute, die wirklich in der Öffentlichkeit repräsentant und wählbar sind ? Unterhalten wir uns nicht über Personalien, das wird ein Schuss vorn Bug.



Zum Artikel: da ist aber einer mächtig angepisst. [hehe]
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Re: Die Staatskrise Deutschlands

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 8. Dez 2016, 20:47

Ich kann mich der Analyse in wesentlichen Teilen anschließen, habe aber keine Lust sie Satz für Satz auseinandernehmen. Daß sie einen chinesischen/ostatsiatischen Kolorit hat, wie Balu meint, trifft wohl zu. Dem Chinesen gilt das Streben nach Ausgeglichenheit und Harmonie wohl als das Höchste, während wir Deutschen da streitlustiger sind.


samsa hat geschrieben:Die Frage nach der Entwicklung der deutschen Identität ist eingebunden in eine Vielzahl von Prozessen (Diskursen), die z.T. länderspezifisch sind, z.T. aber auch im ganzen Westen beobachtet werden können. Das Stichwort lautet "Postmoderne". Auf eine gewisse Weise war die westliche Zivilisation (militärisch, wirtschaftlich, kulturell) zu erfolgreich, weshalb sich bereits im 19., vor allem aber im 20. Jahrhundert Gegenbewegungen formierten, die genau diese Errungenschaften in Frage stellten. Das fing schon früh an mit Gegenwartspessimisten wie Nietzsche und Marx, die Ereignisse des 20. Jahrhunderts haben diesen Prozess lediglich katalysiert. Und die wichtigsten dieser Ereignisse neben dem 2. Weltkrieg waren die Entkolonialisierung und der Siegeszug des Kapitalismus.

Daher ist es viel zu verkürzt, den Grund der Misere in der Selbstbezogenheit Deutschlands zur NS-Zeit zu sehen. Besonders Frankreich hat in den 60er-Jahren einflussreiche postmoderne Denker hervorgebracht (Lyotard, Lacan, die ganzen Poststrukturalisten um Foucault und Derrida usw.). Auch in den USA war und ist die Bewegung sehr stark (Susan Sontag, Judith Butler und - ganz wichtig - Edward Said). Deutschland hatte zwar die Frankfurter Schule, aber die ist auch nur ein Teil dieser Entwicklung.

Die Unsicherheit bezüglich der eigenen Identität, der Multikulturalismus, die Verkürzung der nationalen Geschichte auf das 20. Jahrhundert, die Betonung von Minderheitenkulturen, der Feminismus, ... all das entstand in der westlichen Welt parallel in einem komplizierten, internationalen Diskurs, der bis heute andauert.

Man darf auch nicht vergessen, dass es keine "richtige" Identität gibt. Identität ist immer konstruiert. Die liberale, multikulturelle Gesellschaft ist als Identitätskonstrukt ebenso legitim wie die nationale Leitkultur. Es geht daher nicht primär um die Frage, was "korrekt" wäre, sondern was wir wollen.


Hast Du auch eine Theorie dafür, warum sich die Vorstellung von der liberalen multikulturellen Gesellschaft durchgesetzt hat?
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Re: Die Staatskrise Deutschlands

Ungelesener Beitragvon darkhexlein » 9. Dez 2016, 10:30

Was tut man so morgens im Auto zur Arbeit kutschierend? - Radio mit halbem Ohr lauschen ...
Was wird einem seit heute eifrig suggeriert? Der SPD-Schulz ist fast genaus beliebt als möglicher nächste Kanzler wie Mutti Merkel. Fazit: wir brauchen auf den kommenden Wahlzetteln nur 2 Kästchen für Kreuze. Denn es wird zwischen diesen Beiden entschieden. Einer wird Chef (während der andere vorsorglich den Stuhl warm hält) und nach der Wahl sind sie wieder gemeinsam am Werkeln weil Koalititon. Ohne dass sich etwas ändert. Nur die Büros und Dienstwagen werden getauscht sozusagen.
Ich hab das Radio abgeschaltet. Ich will gut gelaunt ins Wochenende gehen.
Euch ein schönes solches gewünscht und schicken 3. Advent. Glühwein zum Feierabend - Ziel in Sicht! [juhu]
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Re: Die Staatskrise Deutschlands

Ungelesener Beitragvon Jacko » 9. Dez 2016, 10:46

Du hast was vergessen: Die Dienstwagen werden nicht getauscht, sondern durch neue ersetzt
Das Bundeskanzleramt wird auf alle Fälle renoviert
Die Stühle werden erneuert (Wer will denn im Pups des Vorgängers sitzen...)
Und gemeinsam werkeln? Jeder für sich vor sich hin und mit etwas Glück kommt was dabei raus...
"Die Summe der Interligenz auf dem Planeten ist eine Konstante, aber die Bevölkerung wächst"
(Jean-Luc Picard)


Ich schlaf nicht gern auf weichen Daunen;
denn statt des Märchenwaldes Raunen
hör ich im Traume all die kleinen
gerupften Gänslein bitter weinen.
Sie kommen an mein Bett und stöhnen
und klappern frierend mit den Zähnen,
und dieses Klappern klingt so schaurig...
Wenn ich erwache, bin ich traurig.

Heinz Erhardt
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