Ehrlich ist er ja, der Sultan

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 17. Mär 2017, 19:32

Also das muß man Erdogan lassen, daß er uns reinen Wein einschenkt, was uns nach seinem Dafürhalten bevorstehen soll:

https://www.welt.de/politik/ausland/art ... n-auf.html

Das hätte freilich mal ein "Rechtspopulist" sagen sollen, den würde man doch glatt vierteilen, wenn nicht noch mehr... Jedenfalls hätte er gute Chancen, zuerst von der Presse mit diverser NS-Prominenz in eine Reihe gestellt zu werden, dann von Leuten mit gefestigtem Klassenstandpunkt und Feindbild zusammengeschlagen zu werden und das Eigentum verwüstet zu bekommen, um dann schließlich von einem Gericht verurteilt zu werden. Wenigstens braucht sich da jetzt keiner mehr den Mund zu verbrennen und es genügt, auf den Osmanen zu verweisen. Dafür sollte man dem Herrn aus Stambul eigentlich dankbar sein.

Vielleicht wird das die Wahrheitspresse ja wieder etwas dämpfen, was diese Euphorie der letzten Tage angeht, nachdem Wilders ja mit 30% negativem Verlust unzweifelhaft die Wahl verloren, aber Rutte sie mit einem signifikanen Minuszuwachs zweifelsfrei gewonnen hat und man jetzt in Europa natürlich kurz vor dem historischen Sieg über den "Rechtspopulismus" seht.
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon Lillith » 17. Mär 2017, 19:49

Also mal ehrlich, das Ganze kann man wirklich nicht mehr für voll nehmen. [lach]

Da muss man auch gar nichts weiter zu sagen, alles was es dazu zu sagen gäbe wäre Wiederholung, denn es steht schon alles in den Meinungen des Artikels.

[lach]
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 17. Mär 2017, 20:07

Das meinen er und seine Brüder im Geiste unter seinen Landsleuten und Glaubensgenossen aber durchaus ernst, mit dem Überkindern und dann alles zu übernehmen. Das ist der heilige Krieg gegen die Ungläubigen. Was wollen wir auch dagegen unternehmen? Rechne mal nach; 5 Kinder, die bekommen jeweils wieder 5 Kinder usw.
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon samsa » 17. Mär 2017, 21:04

Die Rechnung ist aber falsch, wie ich schon mal anhand der korrekten Zahlen hier dargelegt habe. Die Fertilitätsrate der türkischstämmigen Bevölkerung liegt irgendwo um die 2,2 und es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass sich das auf absehbare Zeit ändern wird - eher im Gegenteil, die Zahl wird voraussichtlich weiter sinken.
Zuletzt geändert von samsa am 18. Mär 2017, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 18. Mär 2017, 07:21

Sie stimmt nicht mit der aktuellen Fertilitätsrate überein (ob die steigen oder sinken wird sei mal dahingestellt), aber all das, was Erdogan sagt, zeigt nur zu deutlich, was er und seine Brüder im Geiste wollen. 5 Kinder hieße die Population der Türken in jeder Generation mehr als zu verdoppeln. Aus zwei werden fünf, diese fünf nehmen sich je einen Partner und schon haben Oma und Opa Öztürk 25 Enkelchen. Es ist quasi so, daß sich jede Generation bei durchschnittlich 5 Kindern die Population um den Faktor 2,5 erhöhen würde:

0. Generation: 1,00
1. Generation: 2,50
2. Generation: 6,25
3. Generation: 15,63
4. Generation: 39,06
5. Generation: 97,66
6. Generation: 244,14


Wobei das jetzt natürlich stark vereinfacht ist, aber es läßt sich leicht mit jeder beliebigen Zahl an Kindern rechnen und wofür es sicher gilt, ist die Nachkommen vieler radikaler Islamisten. (Die Amischen und Hutterer halten es auch durch.)

Das sind also nicht bloß "rechtsradikale" Phantasien sondern offenbar auch islamisch-konservative und wer die Völker Europas durch Überkinderung unter die Regide seiner Vorstellungen bringen will, ja wie mag man den nennen? Früher hätte man ihn wohl einen Feind gehießen, aber heute verstehen ihn wohl bloß solche Ewiggestrigen wie ich nicht richtig...
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon samsa » 18. Mär 2017, 10:48

Na, auch der große Sultan kann nicht mal eben an der Wunderlampe reiben und sich 5 Kinder pro Türke wünschen. Man muss ja schon realistisch bleiben. Dass manche Islamisten den "Geburten-Dschihad" anstreben, ist nichts Neues, aber es deutet auch nichts darauf hin, dass sie damit jemals Einfluss auf die faktischen Geburtenraten nehmen konnten. Da sind ganz andere Faktoren ausschlaggebend. Wenn du rhetorisch fragst, was wir dagegen unternehmen können, dann klingt das so, als seien wir Erdogans Kinderreichtumsfantasien hilflos ausgeliefert. Die Zahlen widersprechen dem aber.
Die Geburtenraten der muslimischen Bevölkerung sind ein Problem, weil sich auf lange Sicht zumindest lokale Mehrheiten (in Stadtteilen, Städten) bilden werden. Aber wer mit absurden Rechnungen von 5 Kindern herumhantiert, verzerrt die Situation grotesk.

Warum muss man ständig eines von zwei Extremen wählen, entweder die höhere Fertiltät von Muslimen zu leugnen oder überzogene Weltuntergangsfantasien heraufzubeschwören? Beides geht an der Realität vorbei.
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 18. Mär 2017, 17:57

Mein Deinem Beitrag vorausgehender Beitrag war ursprünglich etwas länger, um hier aber nicht wieder dei Emotionen hochkochen zu lassen, habe ich ihn dann gekürzt.

Das interessante an Erdogans Betragen in letzter Zeit ist doch etwas anderes, er gibt offen zu, was er will bzw. was ihm gefallen würde. Erdogan ist aber nicht irgendwer, er ist das gewählte Oberhaupt der Türkei, einem ökonomisch und gesellschaftlich für orientalische Verhältnisse relativ modernen Staat, der sich bisher anschickte, Partner des Westens sein zu wollen und kein bärtiger Prediger in einem altertümlichen Gewand. Der Mann hat wohl die Mehrheit der Türken hinter sich, damit zeigt sich doch, daß solche Gedankengänge nicht nur das Ding einer kleinen radikalen Minderheit sind, wobei ich jetzt nicht nur die Aufforderung zum Überkindern sehe, sondern auch, was er sonst so in letzter Zeit verlautbart hat oder hat verlautbaren lassen.

Richtig, daß es solche Meinungen gibt, das hat man gewußt, wo man es hat überhaupt wissen wollen, und daß sie eine nicht nur ganz unbedeutende Zahl an Menschen teilen, auch. Aber mehr konnte man kaum sagen. Die Tatsache ist doch die, daß die Multikultijünger mit großen Emotionen Propaganda betreiben, die umgekehrt wegen sozialer und rechtlicher Sanktionierung im Grunde gar nicht mehr möglich ist. Jetzt, wo aber ein so populärer wie bedeutender Mann wie Erdogan die Karten auf den Tisch gelegt hat, da läßt sich das durchaus zur Aufklärung breiterer Bevölkerungsschichten einsetzen. Erdogan ist ein bedeutender Mann, der ist von großen Teilen der Türken gewählt und eben nicht ein Extremist im stillen Kämmerlein und er wünscht uns und unserer Zivilisation offenbar maßgebliche Veränderungen, um es mal bewußt neutral zu formulieren.
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 20. Mär 2017, 13:36

Wie doch immermal so manche Rechtspopulisten oder auch angehende Rechtspopulisten meinen gute Beispiele dafür bringen zu können wie ungerecht sie gegenüber so manchen Linkspoulisten doch behandelt werden.

Nur für mich persönlich so aus der Sicht eines linksgerichteten gesehen ist der Erdodingsbums allahrdings gar kein Linkspopulist sondern einfach nur ein Riesenar*** mit Ohren.
Und wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb ein Diktator.

Allzugerne würde ich ihn glatt vierteilen und ihm danach sein Eigentum entwenden und in loser Reihenfolge ans deutsche, ans niederländische, und ans türkische Volk dabei auch nicht zu vernachlässigen Länder wie Afghanistan und Somaliland verteilen genügt das?

Und dann soll nochmal einer sagen der bekäme von Links keine Rügen und dürfte sich so viel mehr erlauben ohne kritisiert zu werden als irgend ein anderer Riesenar*** oder auch Riesenherrscherar*** mit Ohren.

By the Way mein Beitrag wäre eigendlich noch viel länger geworden mit viel mehr Gründen, Überbevölkerungsthemen, Erklärungen usw.

Nur hatte ich schon bereits bevor ich diesen Beitrag angefangen hatte eigentlich schon gar keinen Bock mehr gehabt auf den ganzen Gagga überhaupt noch einzugehen.

So und nun darf ich selber auch je nach Bedarf so wies beliebt nach Herzenslust gevierteilt werden.
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 20. Mär 2017, 13:59

Wie doch immermal so manche Rechtspopulisten oder auch angehende Rechtspopulisten meinen gute Beispiele dafür bringen zu können wie ungerecht sie gegenüber so manchen Linkspoulisten doch behandelt werden.

Nur für mich persönlich so aus der Sicht eines linksgerichteten gesehen ist der Erdodingsbums allahrdings gar kein Linkspopulist sondern einfach nur ein Riesenar*** mit Ohren.
Und wie ich an anderer Stelle schon mal schrieb ein Diktator.


Ich habe jedenfalls nicht behauptet, daß Erdogan ein Linkspopulist sein. Das könnte man vielleicht über Martin Schulz sagen, wobei ich jetzt auch nicht so weit gehen will. Erdogan ist einerseits Gesellschaftskonservativer, aber auch ein Imperialist, was türkische und Mohammedanische Interessen angeht.

Daß die Vetreter der politischen Rechten durch alle möglichen Gesetze, die in die Meinungsfreiheit usw. eingreifen, schlechter gestellt sind, ist wohl eine Tatsache. Während Linke durchaus die Forderung nach einer sozialistischen Räterepublik in ihr Parteiprogramm aufnehmen dürfen, wäre es kaum denkbar, daß eine rechte Partei sich die Wiedereinführung der Monarchie oder eines autoritären Korporatismus auf die Fahnen schreibt.
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Re: Ehrlich ist er ja, der Sultan

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 20. Mär 2017, 14:40

Ich habe jedenfalls nicht behauptet, daß Erdogan ein Linkspopulist sein.

Ok geschenkt.


Vielleicht auch deswegen weil diverse Vorschläge von politisch oder wie auch immer rechten oft weniger gut ankommen?
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