Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Manu-Nanu » 31. Jan 2016, 02:42

samsa hat geschrieben:Schon die Lucke-AfD wurde ja als rassistisch, nationalistisch etc. gebrandmarkt. Wen wundert's, dass dieses aus Tabuisierungen und Einheitsmeinungen entstandene Vakuum von einer in vielerlei Hinsicht dubiosen Partei gefüllt wird?.


Das stimmt. Als die Medien die AfD damals als rechtspopulistisch betitelt haben, da war die Partei absolut noch nicht rechtspopulistisch, sondern konzentrierte sich hauptsächlich auf der Kritik an der Euro-Rettungspolitik und an der EU-Zentralisierung etc. Was das mit Rechtspopulismus zu tun haben soll hab ich nie verstanden. Viel mehr ging es wohl nur darum unliebsame Konkurrenz mit Diffamierungen klein zu kriegen.
Erst dadurch haben natürlich alle möglichen Rechten Kräfte erkennt, dass da eine Partei ist, die sie kapern könnten.
Dadurch das Petry, Höcke, Gauland und ihre Konsorten in den östlichen Bundesländern die Türen und Tore weit für alle Rechten aufgemacht haben, weil sie diese eben für die Machtübernahme brauchten. Die Geister die sie gerufen haben werden sie aber nicht mehr los und Petry wird schon genau wissen, dass ihre Tage an der Spitze gezählt sind.

samsa hat geschrieben:Die Frage ist doch: was wählt der intellektuelle Konservative heute? Alfa ist zu unbedeutend, um dauerhaft Erfolg haben zu können. Ein Äquivalent zur SVP haben wir nicht und werden wir auf absehbare Zeit nicht bekommen. Man kann nur hoffen, dass der Erfolg der AfD die bürgerlichen Parteien wieder ein Stück weit zu ihrem konservativen Ursprung führt. Seehofer hat die Zeichen der Zeit offensichtlich schon erkannt.


Ok, ich sag es mal so. Die AfD wurde im April 2013 gegründet und ist nur 5 Monate nach ihrer Gründung von null auf 4,7% bei der Bundestagswahl im September 2013 gekommen und Mitte 2014 mit 7% ins EU-Parlament. Sprich: Zur Zeit des Bundestagswahlkampfes war die AfD auch unbedeutend und dennoch hat sie es geschafft fast in den Bundestag zu kommen.
Ganz einfach, weil viele Leute mit der damaligen Politik schon nicht einverstanden waren.
ALFA wurde Mitte des Jahres 2015 gegründet und hat somit bis zur nächsten Bundestagswahl (2017) reichlich Zeit um öffentlich mehr wahr genommen zu werden. 3 Landtagswahlen stehen nun an, bei denen sie durch die Wahlkämpfe die Bekanntheit erhöhen werden.
Ich denke es gibt heute noch viel mehr Menschen die mit der heutigen Politik nicht einverstanden sind.
ich für meinen Teil bin damals aus der AfD raus und helfe nun mit ALFA aufzubauen, denn ich finde Deutschland braucht dringend eine (demokratische) Partei der Mitte bzw eine vernünftige Partei rechts der CDU, denn die CDU ist so weit nach links gerückt, dass zwischen ihr und dem ganz rechten Rand soooo viel Platz frei geworden ist, der gefüllt werden sollte.

Ja, mit Seehofer ist das immer so eine Sache. der startet meist als brüllender Tiger in Richtung Merkel, aber landet am Ende dann doch wieder bei ihr als schnurrender Bettvorleger. Ich finde das schade, denn würde die CSU mal etwas konsequenter ihrer Linie treu bleiben und Merkel die Pistole ernsthaft auf die Brust setzen, dann würde sie vielleicht auch mal einen Schritt zurück fahren.
Letztendlich geht es den Politikern der alten Parteien doch immer nur im ihre Pfründe und Posten, so dass sie nach außen zwar bellen aber intern doch alle irgendwie klüngeln.
Kein Wunder das immer mehr Leute nicht mehr zur Wahl gehen ...
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 31. Jan 2016, 03:42

Manu-Nanu hat geschrieben:
Joe12 hat geschrieben:Zudem ist die AFD meines wissens nach gespalten, und die AFD unter Leitung der oben genannten Petri ist tatsächlich rechts (außen) gerichtet. während man von seiten Lucke's nichts hört.

Sollte ich mich irren....


ich glaube du hast einiges verpasst.

Bernd Lucke, Bernd Kölmel, Ulrike Trebesius, Joachim Starbatty, Hans-Olaf Henkel, der gesamte Wissenschaftliche Beirat und einige Tausend anderer Mitglieder haben die AfD Anfang Juni 2015, nach dem berüchtigten Essener Parteitag, verlassen und haben eine neue Partei gegründet : ALFA - Allianz für Fortschritt und Aufbruch, mit der sie bei den kommenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg antreten werden.

Das was noch in der AfD verblieben ist, ist ein Sammelbecken aus Verschwörungstheoretikern, Reichsbürgern, gescheiterte Existenzen, ehemaligen Mitgliedern der Parteien "die Freiheit", DVU, REP und sogar NPD und ein paar Mitglieder die zwar Mitglied sind, aber nicht bei Parteitagen anwesend sind oder Zeitung lesen, denn würden sie es, hätten sie mitbekommen, dass die Partei vollkommen nach rechts gerückt ist.

Ich war selbst Mitglied der AfD und sogar bei der Bundesgeschäftsstelle der AfD beschäftigt, also habe ich die Entwicklung Stück für Stück mitbekommen.
Der Essener Parteitag muss jedem Menschen der sich Demokrat nennt die Augen geöffnet haben, in welche Richtung die Basis der AfD tickt.
Ich habe es live erlebt, wie auf dem Parteitag irgendwelche Mitglieder gerufen haben, dass man für die Flüchtlinge doch die Gaskammern wieder in Betrieb nehmen könnte und wie die Person daraufhin einen Jubelsturm erntete, ebenso wie lautstark bejubelt wurde, als jemand rief, dass man Bernd Lucke am nächsten Baum aufhängen sollte und versucht wurde die Bühne zu stürmen als er seine Rede hielt. Ich habe mich dort so gefühlt, wie man sich einen Parteitag einer rechtsextremen Partei vor stellt. ich erlebte nur Hass, dumpfe, plumpe Parolen, Lügen sowie Intrigen.

Wenn man sich dazu noch anschaut was für einen Vorstand die Mitglieder auf dem Essener Parteitag gewählt haben, dann fällt einem auch nichts mehr ein, außer das man genau erkennen konnte wohin die Reise nun gehen wird.

Petry = Insolvente, eigentlich links eingestellte Person, die sogar ihre Mutter verkaufen würde um Macht zu bekommen. So gibt sie sich als rechts aus, um durch die Rechten die macht zu übernehmen. Dann redete sie immer von "heiler Familie" etc. aber betrog ihren Mann schon seit Anfang vergangenem Jahr, in dem sie mit Pretzell was hatte, während der Mann mit den vier Kindern zuhause saß. Dazu droht ihr nun auch eine Haftstrafe wegen Meineid, weil sie bei der Kandidatenaufstellung für die Landtagswahl in Sachsen von den Kandidaten Geld für einen Listenplatz verlangt haben soll.

Pretzell= Insolventer Pleiteanwalt, der aus der Anwaltskammer geflogen ist, ebenfalls immer eins von "heiler familie" erzählt hat, während er zeitgleich mit Parteikolleginnen herumgemacht hat, während seine Frau, die ihn vorher all die Jahre finanziell durchgefüttert hat, weil er selbst nichts auf die Reihe bekommen hat, mit 4-5 Kindern (weiß die Zahl grad nicht genau) zuhause sitzen lässt. Außerdem tingelte er monatelang ohne festen Wohnsitz von einer Bleibe zur nächsten, während er dem Finanzamt Steuern schuldig geblieben sein soll, so dass sogar das AfD-NRW-Parteikonto gepfändet werden sollte.

Beatrix von Storch = Gegen sie laufen Vorwürfe, dass die Spendengelder ihrer Stiftung unterschlagen haben soll und sie fällt immer wieder auf durch abstruse Verschwörungstheorien.

Julian Flak = Stammt aus der Jugendorgansiation JA, die immer wieder durch ziemlich rechtes Auftreten aufgefallen ist und ständig gegen die ehem. Parteiführung agiert und die die Spaltung stetig voran getrieben haben.

Andre Poggenburg = Soll schon mehrere Offenbarungseide abgelegt haben und es soll akut ein Haftbefehl gegen ihn laufen. Er gehört auch mit zu den stramm Rechten mit Kontakten zu Neuen Rechten Bewegung.

Dirk Driesang = gehört auch mit zu den Neuen Rechten.

Alice Weidel = Ebenso Neue Rechte

Björn Höcke = Muss man wohl nicht mehr viel zu sagen, außer das er in Verdacht steht unter dem Pseudonym "Landolf Ladig" in rechtsextremen Blättern Artikel geschrieben zu haben.
Dieser Mensch wird über kurz oder lang der neue Vorsitzende der AfD werden, denn Petry ist von der Mehrheit der Mitglieder nicht länger erwünscht.
Sie wurde gewählt um Lucke loszuwerden, damit der weg für Höcke frei ist.
Die Mehrheit der Mitglieder will ganz klar den ultra-rechten Kurs von Höcke.


Naja gut vieles was du über die personen geschrieben hast wuste ich nicht, war allerdings auch nicht relevant, ich hab den haufen einmal gewählt und bei diesem einen mal bleibt es auch.... Das mit Lucke und alfa war mir wohl bekannt, mir ist nur der name nicht eingefallen (alfa), darum hab ich es als spaltung der afd bezeichnet...

at samsa: Würde mich auch mal interessieren: wen wählen? AFD ? da könnt ich auch gleich npd wählen, das nimmt sich nichts, CDU? also die merkelpartei? mir rinnt schon blut aus den tränendrüsen wenn ich die sehen muss...
SPD ? Wozu dann kann ich auch CDU wählen, der unterschied zwischen pest und cholera ist jetzt nicht so groß, zudem sind beides kriegstreiber, wie die nächsten beiden optionen: Grüne /FDP... ich sag dazu jetzt mal nichts und schweige statt dessen ... ... .
Was issn sonst noch an bedeutenden parteien da... die Partei "Andere" nein, nur ein spaß...
Die Linke... Ja... gut... die linke... kann man wählen... wird aber nichts bringen, dafür sorgen die großen schon, die merkelpartei, spd usw...
Wahl verweigern/ungültig wählen bringt auch nichts... da es auf der einen seite kein minimum gibt, also selbst wenn nur 10% der bevölkerung wählen wäre eine regierung legitimiert, und ungültig wird trotzdem der mehrheit zugeschrieben, so wie nicht wählen...

heißt im klartext man hat nur 2 wahlmöglichkeiten, selber was machen oder eine krankheit wählen (pest cholera u.a.)
Sollte ich falsch liegen lasse ich mich aber gern korrigieren....
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

Wenn das Leben ein Geschenk ist, wüsste ich gern wo man es umtauschen kann.

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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Jacko » 31. Jan 2016, 09:25

Die AfD hat sich selber demontiert, das hat Manu schön dargestellt. Es ist aber auch wieder klar zu erkennen, dass es hier genauso gelaufen ist wie damals bei den Republikanern. Die ersten Auftritte waren alle noch in Ordnung, ja, da haben sogar meine Eltern noch gedacht, endlich eine Partei, die der CDU etwas den Kurz korrigieren kann aber dennoch nicht NPD-Lastig ist. Und kaum hatten sie ein paar Prozente, gings bergab und alte Parolen kamen hoch.

Wir erkennen also auch, dass die Gratwanderung zwischen CDU und NPD (Nur um mal zwei Parteien zu nennen) keine einfache Aufgabe ist und man schon fast bezweifeln kann, ob das überhaupt möglich ist. Vielleicht nur, wenn man als neue Partei die CDU/CSU "eingemeinden" kann...

ALFA muss ich mal beobachten. Gehört habe ich von der Partei bis jetzt definitiv nichts aus den lokalen oder regionalen Nachrichten. Ich muss aber zugeben, ganz aus der Anfangszeit kamen von Lücke und Leute teils gute Ansätze von Argumentationen. Zumindest hat es die alten Parteien so angefixt, dass sie sich nur noch mit Diffamierungen zu hekfen wussten. War das schon Verzweiflung der Alten?
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon samsa » 31. Jan 2016, 14:33

Parteidynamisch gedacht halte ich den Erfolg der AfD trotzdem für keine schlechte Sache. Die Mehrheit der Deutschen werden sie sowieso nie erreichen, eine nahende Ankunft des Vierten Reiches ist nicht in Sicht. Je mehr Erfolg rechtskonservative Parteien haben, umso mehr werden die etablierten Parteien zum Umdenken gezwungen und das ganze Spektrum rückt wieder stärker in Richtung Mitte. Die Lage des politischen Schwerpunktes ist in einer Parteiendemokratie ja eigentlich bedeutsamer als einzelne Prozentzahlen.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon darkhexlein » 31. Jan 2016, 16:49

Nur EIN Nachrichtensender war so anständig, die komplette Aussage zu widergeben.
Sie gab ihre Erklärung nämlich konkret auf ILLEGALE Grenzüberschreitungen ab.
Sämtliche andere Nachrichten kürzten (warum?) die Aussage auf "alle Einreisen".
Schwups wurde aus einer Aussage inhaltlich eine komplett andere und schwups - die beabsichtigte Gegenwehr geweckt. SO funktioniert Politik. Und so funktioniert auch Deutschlands Nachrichtenwesen.
Schwups forderte Gabriel natürlich sofort wieder die Überwachung durch den Staatsschutz.
Früher hieß sowas Hexenverfolgung.

Wenn Mexikaner in die USA wollen - wie machen die das? Da steht KEIN unüberwindbarer hoher Zaun und da wird nicht mit Waffen patrolliert und da wird weder geschossen noch sofort wieder abgeschoben? Unsere Vorbilder der Menschlichkeit!
Und weil Deutschland ausschließlich aus Gutmenschen besteht und die AfD böse und kriminell ist und wir jeden reinlassen ---- wird der schwarze Peter NATÜRLICH dem Ausland zugeschoben.
Zuerst durften die keine Grenzen schließen und jetzt müssen sie - weil ja alle, die dort durchkommen, natürlich in Deutschland Haus und Auto verlangen können ... weil von Mutti versprochen. Ja bloß nie selbst wirklich irgendwas falsch gemacht haben sondern laufend neue Ausreden haben und mit dem Finger auf Andere zeigen und fordern ... (oder Aussagen fälschen lassen!)

Oder gibt es keine ILLEGALEN Einwanderer? Eine Kollegin berichtete letzte Woche - dass an ihrem Haus geklingelt wurde und dann ein Mann vorm Haus stand und ihr ein Schild zeigte "ich und meine Kinder wollen hier wohnen!" - sie meinte - Kinder hat sie keine gesehen, nur zwei Männer ...
Wer will nicht irgendwas ... Auch der Weihnachtsmann bekommt laufend Wunschzettel geschickt. (und alle Leute lachen drüber, weil sie ja wissen - es gibt keinen Weihnachtsmann in Wirklichkeit!)
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Jacko » 31. Jan 2016, 17:20

Genau du sagst es mit der Presse und Nachrichten. Das sage ich schon die ganze Zeit, dass die Freiheit der Presse in dem Sinne, wie man es erwartet, schon viele Jahre oder Jahrzehnte nicht mehr gegeben ist! Das betrifft aber nicht nur die Aussage der "Fräulein Petry", sondern auch den kompletten Berichterstattungen, bei denen uns einerseits gezeigt wird, wie schlimm und kriminell die Zuwanderer sind als auch bei der Verharmlosung der Probleme, die nach wie vor da sind.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 31. Jan 2016, 17:32

Ehrlich gesagt, sehe ich die Bundesrepublik als teilweise gescheitert an und reformbedürftig. So wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen. Der Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1982 zeigt, daß es auch überhaupt nichts bringen würde, die Politik wieder auf Strauß und Kohl oder Schmidt zurückzudrehen, das würde den Untergang unserer Nation nur um wenige Dekaden verschieben. Der Artikel mag sein wie er will und den Autor mag man ebenso so oder so sehen, aber das Wichtigste ist doch, er hat 1982, das ist jetzt 33 Jahre her, wie ein Phrophet (vermutlich war es eher logisches Denken und Statistik als göttliche Eingabe) vorausgesagt, was heute eingetreten ist.

Meines Erachtens bräuchte es eine Synthese aus klassisch nationalkonservativer bzw. nationalliberaler Politik wie im Kaiserreich (angepasst an unsere Zeit) mit den Errungenschaften des liberalen Verfassungsstaates und demokratischen Grundwerten sowie Grundrechten und natürlich ohne chauvinistische Expansionsgelüste oder Animositäten mit den Nachbarvölkern. Eine vernünftige Sozialpolitik gehört natürlich auch noch dazu, aber das ist ein anderes Paar Schuhe als von dem ich jetzt rede. Dazu gehört dann im übrigen auch ein fairer Umgang mit lange im Lande lebenden und integrierten Migranten, wobei aber eine Assimilation in allen Fragen, die gemeinschaftsrelevant sind, verlangt werden muß. (Was die Leute zuhause essen, wie sie ihre Wohnung tapezieren oder ob sie auch mal ihre Muttersprache gebrauchen, soll mich nicht weiter stören.) Dazu gehört auch eine Kompatibilität der Glaubensausübung mit unserer Gesellschaft. Wer das nicht will oder kann, muß gehen, bzw. darf zumindest - sofern rechtlich oder faktisch nicht möglich - keine Begünstigung mehr durch den Staat erfahren, etwa, was radikale Moscheevereine usw. angeht, auch jede Auslandsfinanzierung muß klipp und klar unterbunden werden. Einige Grundrechte wird man dazu wohl einschränken müssen, um sie im Kern zu erhalten.

Wichtig ist eine Politik, die auf die Zukunft ausgerichtet ist. Ich hege durchaus gewisse kritische Sympathien für Höcke, sein Auftreten ist vielleicht nicht immer das Gelbe vom Ei und als Alleinentscheider wäre er wohl wirklich ein Risiko, aber im Kern liegt doch einige Wahrheit in dem, was er sagt - vieles davon hat sich ja auch in den letzten Wochen bestätigt.

Es muß eine deutsche oder zumindest europäische Zukunft geben, wir müssen mehr sein, als die Konkursverschlepper des Abendlandes, sondern seinen Fortbestand aktiv sichern. Dazu ist jede muslimische Migration - abgesehen viellleicht von sehr geringen Ausnahmen zu unterbinden. Wir sollten uns nicht mehr an der nach allen Seiten offenen Gesellschaft eines Karl Popper orientieren, sondern an den Traditionen oder dem Verständnis der Völker Ostasiens. Eine zu inhomogene Gesellschaft läuft nahezu naturnotwendig Gefahr in Mord und Totschlag und Vertreibung zu enden.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 31. Jan 2016, 18:11

Und was übrigens das Thema der Rechten angeht: Man kann ja zu NPD und Co. und deren radikalen Parolen und mitunter kaum verhohlene Gewaltbereitschaft stehen wie man will, ich hätte auch Angst, was passiert, wenn die an die Macht kommen. Aber eines kann man ihnen nicht absprechen, vor dem, was jetzt Realität ist, warnen die seit Jahrzehnten und ich glaube, so manche These der NPD ist realistischer als das, was die anderen Parteien in der Vergangenheit erzählt haben. Die Linken haben Multikulti gepredigt und CDU/CSU haben so getan als hätten sie damit nichts am Hut, obwohl sie daran voll und ganz beteiligt waren. Wer hat denn die Gastarbeiter in Massen ins Land geholt, da war gerade Strauß nicht unmaßgeblich beteiligt.

Die Politik der Parteien, die man ind er BR "konservativ" nennt, war doch durch und durch nationale Sprüche für den Stammtisch, aber Massenmigration und zu offene Gesellschaft für die Wirtschaft. Das Kernproblem unserer Krise ist der zu wenig hinterfragte Wirtschaftsliberalismus. Während echte Konservative eine eher antiliberale Wirtschaftspolitik führen, zwar schon auf Privateigentum orientiert, aber nicht unbedingt marktwirtschaftlich und wachstumsorientiert und Nationalliberale zumindest da die Grenzlinie ziehen, wo die Nation in gefahr ist, hat die Bundesrepublik zwar ein soziales Korrektiv für den Liberalismus in der Wirtschaft, aber kein konservatives und kein nationales. So lange man Massenmigration als Mittel ansieht, das Wachstum anzukurbeln, oder das demographische Problem zu lösen, wird sich da nichts ändern. Hier ist ganz klar der Fehler der Nachkriegsordnung, das Fehlen altkonservativer Kräfte, seit mindestens etwa 1960. Davor gab es ja noch die Deutsche Partei usw. im Bundestag. Auch der anfangs vorhandene nationalliberale Flügel der FDP verschwand immer mehr.

Man hätte aus den Erfahrungen des Krieges und der NS-Verbrechen lernen müssen, aber man hätte deshalb nicht quasi das ganze alte Deutschland von vor 1933 mit beseitigen dürfen und durch eine amerikanisierte Gesellschaft (mit sozialem Korrektiv) ersetzen dürfen.

Bayern ist da übrigens ein ganz klein wenig Ausnahme, aber auch nicht viel. Die CSU heißt nicht ohne Grund CSU und nicht CDU, man wollte dann doch nicht die Demokratie in den Mittelpunkt stellen. Viele fragen sich warum da das S steht, so sozial scheint die CSU ja dann doch nicht. Wer sich ein bißchen auskennt, der weiß, daß die Christlich-Soziale Partei die Partei von Engelbert Dollfuß im Österreich der Zwischenkriegszeit war, die nach der Errichtung des autoritären und rückwärtsgewandten Ständestaates in der Vaterländischen Front aufging. Jetzt muß es klingeln, das wußte kurz nach Kriegsende in Bayern nämlich jeder politisch interessierte Mensch. Folglich gab es in Bayern auch eine zweite berufsständisch organisierte Kammer, den Senat, der erst 1998 durch einen Volksentscheid der ÖDP abgeschafft wurden - der Kosten wegen. Aber da war auch schon nichts mehr übrig vom alten Konservatismus, den ein Alois Hundhammer repräsentierte. Strauß war kein Konservativer im eigentlichen Sinne, der war ganz klar ein Reformer.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 31. Jan 2016, 19:01

Schreiberling hat geschrieben:Eine zu inhomogene Gesellschaft läuft nahezu naturnotwendig Gefahr in Mord und Totschlag und Vertreibung zu enden.


Das ist viel zu allgemein formuliert. Ich will dir ein Beispiel geben.

Ich war im Sommer in Ghana, Westafrika. Ein Land zwischen Elfenbeinküste, Togo und Burkina Faso, etwa 26 Millionen Einwohner und so groß wie die ehemalige Bundesrepublik. Übrigens das erste Land, was in Afrika unabhängig geworden ist, 1957. Es leben etwa 120 ethnische Völker auf diesem Gebiet mit rund 50 gängigen Sprachen. Das Land ist eine Demokratie, politisch stabil und im Gegensatz zu dem was ringsrum liegt ein sicherer Aufenthaltsort. Etwa ein drittel der Bevölkerung ist christlich, ein weiteres drittel gehört zum Islam, ein drittel ist verschiedensten Naturreligionen angehörig. Scheinbare Hauptbeschäftigung ist der Bau von Kirchen, Moscheen und Fetischheiligtümern aller Art und Größe, auch in unmittelbarer Nachbarschaft. Der einziger "Kampf", der um Religion geführt wird ist, welcher Prediger den größeren Lautsprecher und den verlässlicheren Dieselgenerator für dessen Betrieb hat. Heiraten zwischen Muslimen und Christen sind problemlos möglich, es wird sich abgesprochen, wer in so einem Fall zu welcher Religion konvertiert. Auch zwischen den anderen Religionen ist das in jeder Konstellation gängig. Genauso sind Wechsel zwischen den verschiedenen Religionen nichts ungewöhnliches, auch ohne Anlass wie "Heirat".

Es scheint also eher nicht naturnotwendig zu sein, dass Multikulti nicht funktioniert.

Schreiberling hat geschrieben:Und was übrigens das Thema der Rechten angeht: Man kann ja zu NPD und Co. und deren radikalen Parolen und mitunter kaum verhohlene Gewaltbereitschaft stehen wie man will, ich hätte auch Angst, was passiert, wenn die an die Macht kommen. Aber eines kann man ihnen nicht absprechen, vor dem, was jetzt Realität ist, warnen die seit Jahrzehnten und ich glaube, so manche These der NPD ist realistischer als das, was die anderen Parteien in der Vergangenheit erzählt haben.


Und das würden die auch erzählen, wenn die jetzige Situation nicht eingetreten wäre, so wie sie es schon 1940 erzählt haben. Das hat nichts mit Prophetentum zu tun.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 31. Jan 2016, 19:20

Ghana mag derzeit stabil sein, aber das Potential ist da, wenn eine oder mehrere Gruppen meinen, sie würden übervorteilt oder das austarierte Verhältnis droht ins Ungleichgewicht zu geraten.

Das ist eine Grundüberzeugung dieser Parteien - ein Markenkern, wie man heute zuweilen gerne sagt. Man muß die jetztige Entwicklung wohl durchaus als einen Prozeß ansehen, der seit mehreren Jahrzehnten vor sich geht und jetzt langsam aber sicher in die Endphase kommt, wo es eine Entscheidung geben wird. Entweder wird es in absehbarer Zeit gestoppt und es kommt zu einer Renationalisierung und Homogenisierung der Gesellschaft, sei es nun durch Assimilation oder Repatriierung, oder Deutschland wird als klassischer Nationalstaat nicht weiter bestehen.
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