Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Knuddelbär-balu » 31. Jan 2016, 19:26

samsa hat geschrieben: ... eine nahende Ankunft des Vierten Reiches ist nicht in Sicht.
...


Ich hoffe, Du behältst recht.
Denn wenn Schreiberling schreibt:
... Ehrlich gesagt, sehe ich die Bundesrepublik als teilweise gescheitert an und reformbedürftig. So wie es jetzt läuft, kann es nicht weitergehen. ...

Dann ist unsere Demokratie nicht so fest und unzerbrüchlich wie erhofft, sie muss vielmehr immer wieder auf´s Neue erkämpft und (weiter-)entwickelt werden.

Auch Deine Aussage:
Parteidynamisch gedacht halte ich den Erfolg der AfD trotzdem für keine schlechte Sache. Die Mehrheit der Deutschen werden sie sowieso nie erreichen ...

Das hatten die deutschen nationalkonservativen Parteien in den 20ern über die NSDAP auch behauptet. Sie hatten sich bekanntlich verschätzt.

OK - es ist eine berechtigte Frage, welche Partei rechts der CDU, bzw. welche Partei man überhaupt noch wählen kann.
Ich kann da jedem/jeder nur vorschlagen zu schauen, wie aktiv eine Partei in lokalen, regionalen Parlamenten ist, und was sie denn im Detail für den Stadtteil / für den Ort tun. z.B. findet hier in Hamburg-Mitte die AfD und die CDU überhaupt nicht statt. Sie verweigern jegliche Mitarbeit. Damit sind sie auch unabhängig all ihrer Programmatik für mich unwählbar. Da nehme ich mir dann zur Not die Zeit und mache selbst Politik.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 31. Jan 2016, 19:33

Schreiberling hat geschrieben:Ghana mag derzeit stabil sein, aber das Potential ist da, wenn eine oder mehrere Gruppen meinen, sie würden übervorteilt oder das austarierte Verhältnis droht ins Ungleichgewicht zu geraten.


Ja, und? Es ist ja offenbar kein Ding der Unmöglichkeit dafür zu sorgen, dass genau das nicht passiert. Nicht mal mit den offenkundig unzureichenden afrikanischen Mitteln.

Schreiberling hat geschrieben:Das ist eine Grundüberzeugung dieser Parteien - ein Markenkern, wie man heute zuweilen gerne sagt. Man muß die jetztige Entwicklung wohl durchaus als einen Prozeß ansehen, der seit mehreren Jahrzehnten vor sich geht und jetzt langsam aber sicher in die Endphase kommt, wo es eine Entscheidung geben wird. Entweder wird es in absehbarer Zeit gestoppt und es kommt zu einer Renationalisierung und Homogenisierung der Gesellschaft, sei es nun durch Assimilation oder Repatriierung, oder Deutschland wird als klassischer Nationalstaat nicht weiter bestehen.


Aha. Und du willst mir jetzt erklären, dass die Kollegen der NPD und ähnliche Konsorten diesen Prozess seit, na sagen wir mal 1950 beobachten, korrekt analysieren und die blinde, bedauernswerte Bevölkerung davor warnen? Genau die Leute, die immer mit den wunderschönen Stammtischparolen um sich werfen. Sicher, dass wir von der gleichen Partei reden?
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 31. Jan 2016, 20:36

Jugoslawien oder Ruanda waren auch relativ friedlich, bis es dann losging und in Deutschland wird dazu kommen, daß die Migranten auf gar nicht absehbare Zeit wirtschaftlich schlechter gestellt sein werden als die angestammte Bevölkerung.

Glaub mir, in derartigen Parteien gibt es durchaus intelligente Leute, vielleicht nicht die Creme de la Creme, denn wer etwas erreichen will, weiß, daß er solche Parteien meiden muß, also landen dort nur absolute Überzeugungstäter oder mehr oder minder verkrachte Existenzen. Ich stelle mir gerade vor, ein Spitzenwissenschaftler oder Manager tritt in eine solche Partei ein, der kann seinen Beruf eigentlich an den Nagel hängen. Es lassen sich jedenfalls im Netz gewisse Diskussionsplattformen solcher Kreise finden, wo man das feststellen kann, daß es sich da zum Teil um durchaus umfassend gebildete Menschen handelt - eventuell muß dazu eine nichtdeutsche Google-Version benutzt werden, um sie zu finden. Ich bin mal eher zufällig darauf gestoßen, weil ich mich über Rassentheorien informieren wollte - um mir mal ein eigenes Bild zu verschaffen.

Daß deren nach außen kundgetane Parolen tiefstes Stammtischniveau haben, liegt ja wohl daran, daß solche Parteien verboten und die Verfasser verurteilt würden, wenn sie ihr Weltbild intellektuell und systematisch darlegen würden. Daher ist übrigens die Gesetzgebung hinsichtlich Volksverhetzung; Verbeitung von Schrifttum usw. nicht ganz unbedenklich, da so praktisch Extremisten nicht zu erkennen sind. Der sogenannte "Rechte Rand" ist vermutlich genau deshalb so ein vager Begriff. In Skandinavien nennen sich die Nazis übrigens auch Nazis und marschieren mit Hakenkreuzflaggen durch die Gegend - versehentlich oder aus Naivität wird die Niemand wählen, auch nicht der Dümmste.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 31. Jan 2016, 20:43

Dann ist unsere Demokratie nicht so fest und unzerbrüchlich wie erhofft, sie muss vielmehr immer wieder auf´s Neue erkämpft und (weiter-)entwickelt werden.


Die Demokratie ist nicht gescheitert, aber das Modell der wahllos offenen Gesellschaft und der kulturfremden Massenmigration. Mehr Japan und es wäre besser, nicht weniger Demokratie. Eine richtige Alternative sollte natürlich nicht eine konformistische Gesellschaft sein, aber eine Gesellschaft, die durchaus kritisch hinterfragt, wofür sie offen sein will und welche Auswirkungen diese Offenheit hat. Die gegenwärtige Offenheit ist viel zu radikal, vor allem gegenüber kulturfremder Migration im Besonderen und vor Migration im Allgemeinen. Jetzt muß sich erst mal wieder etwas konsolidieren, die Migranten, die vor allem schon länger hier sind, müssen entweder Teil der Gesellschaft werden oder wieder gehen, wenn sie nicht zu integrieren und assimilieren sind.

Es ist einfach nicht normal, daß jedes Jahr so viele kulturfremde Ausländer mit teils feindlicher Haltung gegenüber unserer Kultur nach Deutschland einwandern, wie das in den letzten Jahrzehnten üblich war, das hat noch keine Nation dauerhaft überlebt.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Knuddelbär-balu » 31. Jan 2016, 21:37

Darf ich dann davon ausgehen, dass Du auch nicht für ein "Vereinigtes Europa" bist ?
Ein Staatenzusammenschluss, z.B. beginnend mit den Gründungsstaaten der EWG, Deutschland, Frankreich, Italien und die Beneluxstaaten. Mit gemeinsamer Finanz-, Rechts-, Bildungs-, Verteidigungs- und Außenpolitik, ähnlich z.B. den USA.
Die echte Aufgabe der Nationalstaaten. Mit allen Problemen, wie einem echten Länderfinanzausgleich und gemeinsamen Strukturprogrammen. Dann sind nicht mehr Gebiete in Vorpommern die ärmsten Gebiete, sondern vielleicht Gebiete in Kalabrien oder Sizilien. Deutsch, französisch, italienisch und niederländisch werden gleichberechtigte Sprachen in der Schule, die alle Kinder, zumindest in Grundzügen, lernen. Die gemeinsame Währung verbindet sich mit einer gemeinsamen Fiskalpolitik. Die Steuererklärung in Neapel ist identisch mit der in Hannover, das Finanzamt in Tours ist ebenso effizient und unnachgiebig wie in Kassel. Und Frau Merkel regiert in Brüssel, nicht mehr in Berlin. Spannend wäre die Frage nach einem Staatsoberhaupt. Wird Jean Claude Juncker ein repräsentativer Europräsident wie Gauck, oder kommen die Habsburger wieder und wir entscheiden uns für eine Monarchie, wie Holland oder Belgien.

Diese Konstruktion, das Erbe von Adenauer, Schmidt und Kohl; von De Gaulle, Mitterrand u.a., wäre Europas Antwort auf die Wirtschaftsglobalisierung und das europäische Sicherheitsinteresse. Alle Staaten, alle Bürger geben etwas, individuelle Rechte, und werden Teil von etwas viel größerem und mit unserer aller Beteiligung etwas viel besserem.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 31. Jan 2016, 21:44

Schreiberling hat geschrieben:Jugoslawien oder Ruanda waren auch relativ friedlich, bis es dann losging und in Deutschland wird dazu kommen, daß die Migranten auf gar nicht absehbare Zeit wirtschaftlich schlechter gestellt sein werden als die angestammte Bevölkerung.


Ziel war auch nicht zu erklären, dass es immer funktionieren muss. Ich habe lediglich deine These bezweifelt, dass Multikulti naturgegebener Maßen nahezu unmöglich sei.

Was die NPD betrifft, so ist es aus meiner Sicht höchst unwahrscheinlich, dass sie die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung langfristig vorhergesehen hat. Insbesondere, da die aktuellen Probleme so über Jahrzehnte nicht existiert haben. Wahrscheinlicher ist, dass die Parolen jetzt zufällig passen. Schaue ich mir die Begründungen von vor 10 Jahren an, die die NPD brachte, warum die Grenzen zu schließen seien, so lese ich nichts von Flüchtlingen. Dafür von angeblichen Osteuropäischen Banden und Autodiebstahl in Ostsachsen. Der Geist ist der gleiche geblieben, die Begründungen varrieren. Das spricht eher nicht für eine korrekt funktionierende Glaskugel, sondern für eine Ausrichtung der Parolen an aktuellen Vorkommnissen.
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 31. Jan 2016, 21:58

Mit verlaub, ob die EU etwas besser ist weiß ich nicht, aber ich glaub auch nicht dran, ehr das gegenteil, aber die gründe für meine denke diesbezüglich nannte ich schon manches mal, TTIP ist hier das beste aktuelle bsp, da müssen die amis nicht mehr mit jedem land einzeln verhandeln, so das sich die ansässigen unternehmen nicht mehr wehren können.
Wir sehens doch an den Bauern um ein bsp zu nennen.
Es macht einen unterschied ob die zur EU zu nennen wo sich keiner für ein paar bauern interessiert oder halt zum Bundestag zum demonstrieren.

Zudem reguliert mir die EU auch zu gerne (will seinen völkern gerne ihren willen aufzwingen) siehe Gurkenkrümmung, Energiesparlampen mit schönen ausdünstungen und lecker quecksilberinhalt (hochgradig gesund) , Staubsauger, Toilettenspühlungen uvm.

Kurz: ich denke die EU so wie sie aktuell ist wird ehr ein nachteil sein, als ein vorteil, also für kleine und mittlere unternehmen und für die Bevölkerung.
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

Wenn das Leben ein Geschenk ist, wüsste ich gern wo man es umtauschen kann.

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Das Leben wäre doch langweilig, wenn alles direkt funktionieren würde, nicht wahr?

Nein wäre es nicht, mich würde es freuen!

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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 2. Feb 2016, 02:19

Chefstratege hat geschrieben:
Was die NPD betrifft, so ist es aus meiner Sicht höchst unwahrscheinlich, dass sie die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung langfristig vorhergesehen hat. Insbesondere, da die aktuellen Probleme so über Jahrzehnte nicht existiert haben. Wahrscheinlicher ist, dass die Parolen jetzt zufällig passen. Schaue ich mir die Begründungen von vor 10 Jahren an, die die NPD brachte, warum die Grenzen zu schließen seien, so lese ich nichts von Flüchtlingen. Dafür von angeblichen Osteuropäischen Banden und Autodiebstahl in Ostsachsen. Der Geist ist der gleiche geblieben, die Begründungen varrieren. Das spricht eher nicht für eine korrekt funktionierende Glaskugel, sondern für eine Ausrichtung der Parolen an aktuellen Vorkommnissen.


Egon v. Eickstedt schrieb dergleichen schon in den dreißiger Jahren: Ich zitiere mal aus der Wikipedia

Japan war für ihn der „gefährlichste biologische und wirtschaftliche Gegner aller Europäer“ (S. 886). Migrationsbewegungen aus den Ländern der südlichen Peripherie Europas nannte er eine „farbige Gefahr“, die als „Einwanderungsbewegung und wirtschaftliche Einflussnahme“ der militärischen Eroberung Europas vorausgehe (S. 887).


Die NPD geht halt mit dem auf Stimmenfang, was gerade möglicherweise Stimmen bringt, nicht mit großen Konzepten. Aber sie warnt vor der Migration als solches, weil sie Ausländer als genetischen Fremdkörper im Volk betrachtet (das findet sich auch irgendwo auf deren Homepage), vor allem, die aus weiter entfernten Gegenden. Allerdings verkehre ich nicht in solchen Kreisen und kann daher nicht sagen, was v.a. deren "intellektuelle Köpfe" so denken. Aber daß sie die Schriften der damaligen Rassentheoretiker gelesen haben, davon gehe ich aus.

Die Migration aus Osteuropa dürfte man in diesen Kreisen deshalb ablehnen, weil man der sog. ostbaltischen Rasse (auch osteuropide Rasse genannt) eine Neigung zur Kriminalität zuschreibt und damit seinerzeit im Dritten Reich die wohl etwas erhöhte Kriminalität in Ostpreußen erklärt wissen wollte. Gleichzeitig attestierte man, daß sie mißtrauisch, (Orts-)fremden gegenüber nicht sehr aufgeschlossen sei usw, woran ich ehrlich gesagt, die Tage dann doch denken mußte bei der Haltung Osteuropas.

Konsequent sind und waren die aber nie, auch die NSDAP nicht, weil es ja offensichtlich ist, daß solche Rassentheorien zumindest über den einzelnen Menschen wenig aussagefähig sind.

Aber so ganz absurd ist das auch wieder nicht, dass es Unterschiede gibt, die mit dem Phänotyp zusammenfallen, nehmen wir nur mal die abweichende Schmerzempfindlichkeit Rothaariger:

https://www.morgenweb.de/nachrichten/wi ... -1.1382744

Daß Rothaarige Zahnschmerzen intensiver, Stiche in die Haut aber weniger intensiv erleben, hat ja auf den ersten Blick keinen evolutionären Nutzen, insbesondere wenn man bedenkt, daß sie eigentlich im gleichen Umfeld leben wie ihre blonden, brünetten und schwarzhaarigen Mitmenschen. Warum soll es nicht auch mit dem Phänotyp (häufig) zusammenfallende Gene geben, die auf kognitive Eigenschaften einwirken?
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Re: Frauke Petri (AfD) fordert Schießbefehl an deutschen Grenzen

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 2. Feb 2016, 02:37

Knuddelbär-balu hat geschrieben:Darf ich dann davon ausgehen, dass Du auch nicht für ein "Vereinigtes Europa" bist ?
Ein Staatenzusammenschluss, z.B. beginnend mit den Gründungsstaaten der EWG, Deutschland, Frankreich, Italien und die Beneluxstaaten. Mit gemeinsamer Finanz-, Rechts-, Bildungs-, Verteidigungs- und Außenpolitik, ähnlich z.B. den USA.
Die echte Aufgabe der Nationalstaaten. Mit allen Problemen, wie einem echten Länderfinanzausgleich und gemeinsamen Strukturprogrammen. Dann sind nicht mehr Gebiete in Vorpommern die ärmsten Gebiete, sondern vielleicht Gebiete in Kalabrien oder Sizilien. Deutsch, französisch, italienisch und niederländisch werden gleichberechtigte Sprachen in der Schule, die alle Kinder, zumindest in Grundzügen, lernen. Die gemeinsame Währung verbindet sich mit einer gemeinsamen Fiskalpolitik. Die Steuererklärung in Neapel ist identisch mit der in Hannover, das Finanzamt in Tours ist ebenso effizient und unnachgiebig wie in Kassel. Und Frau Merkel regiert in Brüssel, nicht mehr in Berlin. Spannend wäre die Frage nach einem Staatsoberhaupt. Wird Jean Claude Juncker ein repräsentativer Europräsident wie Gauck, oder kommen die Habsburger wieder und wir entscheiden uns für eine Monarchie, wie Holland oder Belgien.

Diese Konstruktion, das Erbe von Adenauer, Schmidt und Kohl; von De Gaulle, Mitterrand u.a., wäre Europas Antwort auf die Wirtschaftsglobalisierung und das europäische Sicherheitsinteresse. Alle Staaten, alle Bürger geben etwas, individuelle Rechte, und werden Teil von etwas viel größerem und mit unserer aller Beteiligung etwas viel besserem.


In der Tat, ich lehne ein Vereintes Europa ab. Es war sicher sinnvoll, die europäischen Völker nach dem Krieg auszusöhnen - das war bis dahin ein richtiger und anerkennenswerter Schritt in die richtige Richtung, auch gelegentliche Kontakte wie Schüleraustausch und Städtepartnerschaften sind zu begrüßen. Erneuter Haß zwischen den europäischen Völkern wäre mit das Schlimmste, was uns passieren könnte. Und wenn das zur Folge hat, daß hie und da mal ein Franzose nach Deutschland und ein Deutscher nach Frankreich zieht usw., dann ist es ja gar nicht schlimm, das war immer so, allerdings darf es nicht substanzgefährdend für die Nationen werden.

Was die EU angeht, bin ich mir uneins, ob man sie nach und nach (auf einen Schlag würde wohl gewaltigen Schaden anrichten) auflösen oder eher zu einer lockeren Gemeinschaft zurückbauen sollte, in der die Länder erhalten bleiben und gestärkt werden. Mehr Föderalismus und weniger Bevormundung durch Brüssel tut jedenfalls Not. Interessant wäre vielleicht ein Konzept der Optionalmitgliedschaft, wo jede Nation bestimmen kann, woran sie teilnehmen möchte oder nicht. (Natürlich nicht in Form einer Rosinenpickerei, sondern jeweils Rechte und Pflichten mit sich bringend.)

Was übrigens den Finanzausgleich angeht, sollte das kein Automatismus sein, aber gegen europäische bzw. weltweite Solidarität der Völker ist in meinen Augen nichts einzuwenden. Ich denke auch, daß man bei der Entwicklungshilfe großzügiger sein könnte. Hier - wie bei jedem Finanzausgleich - ist aber das Problem, daß der Gebende in der Regel erwartet, daß sein Geld zweckmäßig und nicht wider seine Interessen eingesetzt wird, während der Nehmende naturgemäß seine Souveränität behalten will und sich nicht vom Geber seine Politik diskutieren lassen möchte. Denn daß Entwicklungshilfe in einen afrikanischen Land (Ausnahmen bestätigen die Regel) sinnvoll eingesetzt wird, ohne daß der Geber sich wie ein Kolonialherr aufspielt, ist doch oft sehr fraglich.
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Ungelesener Beitragvon darkhexlein » 2. Feb 2016, 09:34

Was das Gesamtkönigreich "ganz Europa" angeht im Zusammenhang mit unserer Flüchtlingsdebatte wage ich mal einzuwerfen, dass es nie so weit gekommen wäre, wenn ...

Zuerst regte sich die Mutti mit Kumpanen wochenlang anklagend darüber auf, dass z.B. Ungarn keine täglich Tausende durch ihr Land überrennende nach Deutschland wollende Ausländer haben wollte und gar einen Zaun wagte zu bauen.
Gleichzeitig wurde in Deutschland weiter heftig von Mutti und Friends gewunken "kommt ruhig weiter alle her zu uns, wir lieben Euch". Aktuell wird aus Deutschland ausgerechnet das bekanntlich finanziell (noch schlimmer als Ungarn) schwache Griechenland zum Sichern der Außengrenze der EU aufgefordert und bei Verweigerung mit finanziellen Konsequenzen für Griechenland selbst gedroht. Nach wie vor winkt Deutschland "weil so unendlich human und lieb" weiter außerhalb der EU "kommt weiter her oder wir geben Euch noch mehr Geld, wenn Ihr danach wieder zurück geht". Transportkosten obendrein!

Die eigene Grenze innerhalb der EU aber will Deutschland selbst zum Teufel komm raus auf keinen Fall sichern - oder jeder, der sowas vorschlägt, wird zum Nazi erklärt und ist ein kollektiv zum Schweigen zu bringender schlechter Mensch.
Denn allein Deutschland (Merkel + Friends! bzw jeder, der auch einen Heiligenschein abhaben will!) ist GRENZENLOS LIEB.
Die haben doch nen Knall.
Selber (nach wie vor!) einladen (Merkel) und von anderen (Bundesländer, Bürgermeister, Volk) verlangen, die damit auftretenden Probleme allein zu beseitigen bzw verhindern, zugleich von fremden Ländern der EU laut anklagend verlangen - die anstürmenden Massen an deren Außengrenzen auszubremsen! Doppelzünglicher gehts nicht mehr.
Nach wie vor funktioniert bekanntlich nichtmal die Erfassung der Personalien der JETZT erst Ankommenden! Wieviele Tausende sind bereits nicht-erfasst im Lande? Hier hilft doch wirklich nur noch beten und sich dumm stellen - oder man wird verrückt!

Wehe, irgendwer macht den Mund auf und weist die Chefs auf die eigenen Fehler hin. Sowas geht natürlich nicht. Ist es doch klar vorbestimmt - wer gut und wer böse sein muss und bleibt. AUF DEM RÜCKEN DER ALTEN UND SCHWACHEN. Jene, die entweder ihr Leben lang in und für Deutschland hart gearbeitet haben (und heute ne Mini-Rente ausbezahlt erhalten) zw die, die eigentlich dieses Land für uns als nächste Generation erhalten soll(t)en ...
Zuletzt geändert von darkhexlein am 4. Feb 2016, 12:44, insgesamt 1-mal geändert.
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