Geißelnahme in französischer Kirche

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Geißelnahme in französischer Kirche

Ungelesener Beitragvon cherrycurry » 26. Jul 2016, 11:42

Zwei Bewaffnete haben in einer französischen Kirche mehrere Geiseln genommen.

Sie hätten fünf Menschen in ihrer Gewalt: einen Pfarrer, zwei Ordensschwestern und zwei Gläubige. Über die Hintergründe gab es zunächst keine Informationen.

Mindestens eine Geisel ist getötet worden. Das wurde am Dienstag aus Polizeikreisen berichtet. Die beiden Geiselnehmer wurden nach Angaben des französischen Innenministeriums "neutralisiert".

Geiselnahme in französischer Kirche

Schrecklich! Nicht mal in der Kirche ist eine Ruh! [buh]
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Re: Geißelnahme in französischer Kirche

Ungelesener Beitragvon Jacko » 26. Jul 2016, 13:02

Schlimm, aber Terroristen sind nicht so helle, um zu verstehen, wie blöde sie sind!

Von daher ist die "Neutralisation" die einzige Genugtuung!
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Re: Geißelnahme in französischer Kirche

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 26. Jul 2016, 13:10

Im Grunde hast du recht, aber es wäre durchaus interessant zu verstehen, warum sie so gehandelt haben, was sie dazu veranlast hat das zu tun usw usf
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

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Re: Geißelnahme in französischer Kirche

Ungelesener Beitragvon Jacko » 26. Jul 2016, 14:15

Hi Joe,
ja, in gewissen Grenzen schon, nur denke ich, wir haben das Warum und Wieso schon so oft gehabt, dass ich dazu einfach nicht wieder und wieder das Selbe hören will! Trittbrettfahrer? Egal, auch denen Ihr Handeln ist nicht rational und nachvollziehbar.
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Re: Geißelnahme in französischer Kirche

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 26. Jul 2016, 17:29

Habs vorhin zufällig gehört, die von Türkei/USA uva. geförderte IS - Kindergartendeppengruppe hat sich von irgendwo hinterm Mond dazu geäußert, das sie dafür verantwortlich sein wollen, auch wenn klar ist, dass das wieder nur n paar Hansel waren die aus Grund xyz einen kurzen hatten.
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

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Re: Geißelnahme in französischer Kirche

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 27. Jul 2016, 17:36

Im Grunde ist doch völlig gleichgültig, ob der IS oder wer auch immer direkt dahintersteht, oder ob das isolierte Fälle sind, die sich davon angesornt fühlen, ihren Vorbildern nachzueifern. Tatsache ist, daß der freiheitliche Rechtsstaat bei der Bekämpfung solcher Umtriebe an seine Grenzen stößt. In Frankreich herrscht jetzt seit Monaten Ausnahmezustand. Eigentlich bleibt jetzt nur noch Gangart verschärfen oder davor kapitulieren.

Der Satz, daß solche Menschen nicht integriert sind, stimmt. Aber sie zu integrieren würde verlangen, auf sie zuzugehen. Ihnen irgendetwas anbieten, damit sie einschlagen. (So ist es ja bei jedem Vetrag.) Was dann letzlich auch bedeutet, daß sich die Gesellschaft sich ihnen ein Stück weit anpassen muß oder doch sehr darum werben. Ansonsten bleibt nur Integration mit dem Holzhammer oder Ausweisung. Leider muß man sagen, daß die Verantwortlichen die Problematik so weit haben gedeihen lassen, durch massenhaften Zuzug über die letzten Dekaden und die wenig durchdachte Idee vom Multikulturalismus, daß solche fragmentierten Gesellschaften funktionieren könnten.

Dieser ganze Multikulturgedanke ist ja im Prinzip denkbar stärkste Gegenentwurf zur auf Blut und Boden und gemeinsamen Kultur gründenden Volksgemeinschaft (etwa des Nationalsozialismus aber auch deutlich weniger brutaler Ausprägungen), dabei aber letztlich durch ein Unverbundenes Nebeneinander oft ähnlich schrankenlos und übersteigert in seinem Anspruch - hier absolute Homogenität, da Atomisierung der Gesellschaft (auch wenn sich der Vergleich vielleicht zunächst beim Blick auf Gaskammern und Leichenberge verbieten mag). Soweit mir bekannt ist, waren an den entsprechenden philosophischen, staatstheoretischen, soziologischen, juristischen usw. Fundierungen anfangs zu einem sehr erheblichen Maße Emigranten bzw. kulturell oder rassisch Verfolgte beteiligt.

Meines Erachtens konnte sich da nach den Weltkriegen und dem (geistig-moralischen wie tatsächlichen) Zusammenbruch des alten nationalistischen und kolonialen Europa in der damaligen geistigen Leere eine primär an Minderheiteninteressen ausgerichtete Philosophie und Rechtsordnung durchsetzen, die nun an die Grenzen stößt, wo die neuen Minderheiten nicht mehr die Unterdrückten, sondern teils eher wie die kommeden Unterjocher wirken. (Wobei ich damit vor allem die über Grund- und Menschenrechte garantierten Freiheiten meine, die sicher zum Teil nötig snd, aber eben auch bewußt eine Beschränkung der Demokratie darstellen, um eben diesen Minderheiten bzw. Unangepaßten Freiheiten zu garantieren und die ausgenutzt werden können. Sakrosans von ethnischen Minderheiten, wäre vielleicht übertrieben, aber es geht jedenfalls zum Teil in diese Richtung, vor allem, weil der Rechtsgedanke hinter diesen Normen eine ständige Ausdehnung der Normen mit sich bringt. Über Anlaogiebildung und Auslegung ist dann der Weg schnell geebnet, auch die potentielle Diskriminierung oder auch nur die Möglichkeit der Möglichkeit als verboten in Betracht zu ziehen, mit dem Ergebnis, daß schließlich die Interessen der Mehrheit ins Hintertreffen geraetn, wobei diese Mehrheit (vor der man mal schützen wollte) in Europa ohnehin aus Gründen des Bevölkerunsaustaustauschs schwindet.)

Für die USA mag in Teilen Ähnliches gelten, denn in den USA hat man ja auch seine Leichen im Keller, fängt schon mit dem Umgang mit den Indianern an, ist mit der Diskriminierung der Schwarzen noch nicht zu Ende und die Bomben von Hiroshima und Nagasaki oder andere Kriegsverbrechen haben auch da dem Nationalstolz zugesetzt, auch wenn wir Europäer das gar nicht so bemerken.

Osteuropa ist hier allerdings ziemlich außen vor, dort gibt es keine ausgeprägte Kolonialgeschichte und historisch betrachtet haben die Osteuropäer auch eher die Opferrolle. Die multikulturelle Bereicherung in Form sowjetischer Soldaten hätten sich die meisten Menschen dort auch sicher gerne erspart, ebenso wie das aufgezwungene politische System.

Interesant ist ja, wenn man in Deutschland die entsprechende Zeit des Wandels betrachtet, daß zwar nach 1945 die alten Eliten oft in Amt und Würden blieben (seien es Richter, seien es Anthropologen oder Geisteswissenschaftler, Leute aus Wirtschaft und Technik ja sowieso), aber doch irgendwie nichts Konstruktives oder Bahnbrechendes mehr beitrugen (Wirtschaft und Technik hier allerdings wieder ausgenommen, denn da interessiert so etwas nicht) und doch im Grunde froh waren, wenn sie möglichst wenig an ihre eigene Vergangenheit erinnert wurden. Wie hilflos argumentierte der Altnazi Kiesinger etwa, als ihm die undankbare Aufgabe zufiel, gleicheitig gegen randalierende Studenten und dagegen polternde NPD sich zu positionieren. (Ich weiß nicht, ob diese Rede irgendwo im Netz verfügbar ist.) Da blieb dem dem meines Wissens hochgebildeten und kultursinnigen Mann eigentlich nur ein biederes Verweisen auf Recht und Gesetz.
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