Linke Solidarisierung

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Heinzz » 11. Jul 2017, 15:11

Hallo

So wie ich es in den 70er-Jahren erlebt habe, gab es Symathien für Aktionen der RAF, die nach Terroranschlägen Menschen getötet haben.
(Hanns Martin Schleyer z.B.)
Schon in den 60ern galt die Polizei als brutal (1967 Benno Ohnesorg erschossen), so das links allgemein der Staat und die Polizei als Feind empfunden wurde.

Ist es Heute nun auch so das Linke auch div. Protestbewegungen Sympathie entgegen bringen, oder grenzen sich Linke Heute eher vor extremen Erscheinungen ab?
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Jacko » 11. Jul 2017, 16:54

Ein Unterschied:
Die RAF hat ganz gezielt Menschen in gehobenen Positionen angegriffen und Ihre Anschläge auf sie abgerichtet. die heutigen Terroristen sind feige Hunde und können nur gegen unbedarfte Bürger vorgehen.

Wer wem Symphatien entgegen bringt ist mir eigentlich egal, es gibt immer auf beiden Seiten Ausreisser.
"Die Summe der Interligenz auf dem Planeten ist eine Konstante, aber die Bevölkerung wächst"
(Jean-Luc Picard)


Ich schlaf nicht gern auf weichen Daunen;
denn statt des Märchenwaldes Raunen
hör ich im Traume all die kleinen
gerupften Gänslein bitter weinen.
Sie kommen an mein Bett und stöhnen
und klappern frierend mit den Zähnen,
und dieses Klappern klingt so schaurig...
Wenn ich erwache, bin ich traurig.

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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Lillith » 13. Jul 2017, 16:37

Na ja, hier zum Beispiel

gestern bei Maischberger

http://www.focus.de/kultur/kino_tv/ekla ... 49994.html


Es ist zwar so, dass die überwiegend eingängige Meinung vorherrscht die "linken" Krawalle hätten nichts mit linker Politik zu tun, allerdings bereiten Politiker linksgerichteter Parteien solchen Straftätern auf widerlichste Weise eine Plattform.

Solche Weiber wie die Ditfurth zum Beispiel. Sehr schwer bis gar nicht zu ertragen. Ich kann Herrn Bosbach sehr gut verstehen.
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Lillith » 13. Jul 2017, 16:55

Jacko hat geschrieben:Wer wem Symphatien entgegen bringt ist mir eigentlich egal, es gibt immer auf beiden Seiten Ausreisser.


Nee Jacko, eigentlich ist es eben gerade NICHT egal. Weil ein EGAL genau dazu führt, dass linkes Gewaltpotenzial aus der Szene verharmlost wird, wohingegen rechtes Gewaltpotenzial gleich bei den Wurzeln gepackt und eingedämmt wurde.
Solche öffentlichen Gewaltexzesse wie sie von Linksautonomen seit eh und je verübt werden siehst du aus der rechten Szene nicht.
Und warum ist das so ? Weil gegen Rechts sofort interveniert wird und wurde.

Es ist schon interessant UND wichtig zu wissen wie die Politik der linken und rechten Szene tendenziell gegenüber steht.

Die gleiche Debatte hatten wir bereits, da ging es nicht um linke Autonome, da ging es um PEGIDA. Erinnere dich wie gegen PEGIDA gewettert wurde, dabei haben die keine Autos angezündet und keine Sach- und Personenschäden verursacht und kein Stadtviertel lahmgelegt.


Es ist so offensichtlich was hier in Schieflage geraten ist und es ist gut, wenn das nun endlich nicht mehr als irrelevant betrachtet sondern diskutiert wird.
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Jacko » 13. Jul 2017, 17:47

Wobei ich mich frage, ob das wirklich linksradikale Typen sind oder einfach nur Idioten, die zu solchen Veranstaltungen kommen, um Randale zu machen. Aus der Hamburger Scene weiß ich über meinen Sohn, dass es dort so Gruppierungen gibt, denen eigentlich der Hintergrund einer Demo egal ist, Hauptsache, sie können Schaden anrichten und "Bullen klopfen".

Daher kam meine Reaktion mit "egal".
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Heinzz » 13. Jul 2017, 18:55

Lillith hat geschrieben:Solche Weiber wie die Ditfurth zum Beispiel. Sehr schwer bis gar nicht zu ertragen. Ich kann Herrn Bosbach sehr gut verstehen.

Der Bosbach soll sich nicht so haben.
Der hat gewußt das die Ditfurth kommt und das es auch extrem werden kann.
(Was ich jetzt aber nicht so sehr empfunden habe)
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 13. Jul 2017, 20:58

Als erstes nur rein informell ich habe diese Sendung nicht gesehen und kann mir derzeit aus technischen Gründen auch nicht die betreffenden Videos ansehen...

Aber ich sage mal rein generell es steht jedem/jeder völlig frei eine Diskusion zu verlassen natürlich auch entsprechende Signale an eine Person oder Meinung der Person etz. dabei auszusenden.

Nur er/sie nimmt dann eben dem entsprechend an jener Diskusion selbst auch nicht mehr teil ist eben einfach jedem seine/ihre Sache. (ich bräuchte jetzt hierzu ein Smilie das mit den Achseln zuckt)

Mir ist vollkommen klar das es allgemein zu dem gesamten Thema noch sehr viel mehr und auch sehr wichtiges zu sagen gäbe und es ist natürlich sicher sehr gut wenn darüber diskutiert wird aber so weit erst mal zum Bosbach...
Kann es gedacht werden dann kann es auch gemacht werden. Wenn alle einer Meinung sind, dann können alle Unrecht haben. Wir haben diese Welt von unseren Wölfen nur geliehn. Money money money never funny in a poor Man's World.
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Lillith » 13. Jul 2017, 21:10

Heinzz hat geschrieben:
Lillith hat geschrieben:Solche Weiber wie die Ditfurth zum Beispiel. Sehr schwer bis gar nicht zu ertragen. Ich kann Herrn Bosbach sehr gut verstehen.

Der Bosbach soll sich nicht so haben.
Der hat gewußt das die Ditfurth kommt und das es auch extrem werden kann.
(Was ich jetzt aber nicht so sehr empfunden habe)

Zu Bosbach: na ja nun, man kanns ja mal probieren und gucken wie lange man es aushällt. [hehe]

Hast du die Ditfurth nicht so krass in ihren Ansichten empfunden, weil du ihre Ansichten nachvollziehen kannst ?

Würdest du ebenso reden, wenn die Gewalt von rechten Neonazis verübt worden wäre und Gysi beispielsweise die Sendung verlassen hätte, weil er es nicht mehr mit anhören mag, wie....hm.....sagen wir mal ein AFD-Mitglied die Straftaten in der Art kommentieren würde, wie es die Ditfurth tat ?
Zuletzt geändert von Lillith am 13. Jul 2017, 21:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon Lillith » 13. Jul 2017, 21:17

Jacko hat geschrieben:Wobei ich mich frage, ob das wirklich linksradikale Typen sind oder einfach nur Idioten, die zu solchen Veranstaltungen kommen, um Randale zu machen. Aus der Hamburger Scene weiß ich über meinen Sohn, dass es dort so Gruppierungen gibt, denen eigentlich der Hintergrund einer Demo egal ist, Hauptsache, sie können Schaden anrichten und "Bullen klopfen".

Daher kam meine Reaktion mit "egal".


Ah, okay. [aa

Aber ist es unter diesen Umständen nicht noch viel unverständlicher, wenn sich Politiker hinter die Randalierer stellen und deren Handeln verniedlichen und der Polizei sogar noch eine Erstschuld zusprechen ?
Müssten sich dann, gerade linke Politiker, nicht erst recht gegen die begangenen Straftaten verwehren und diese aufs Schärfste verurteilen, gerade WEIL diese Randalierer keineswegs linke Politik vertreten sondern dieser sogar noch Schaden zufügen, immerhin bezeichnen sie sich ja schon klar als Antifaschisten und wenden sich gegen den Kapitalismus.
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Re: Linke Solidarisierung

Ungelesener Beitragvon samsa » 13. Jul 2017, 21:41

Es ist letztlich unerheblich, ob die Randalierer links waren oder nicht. Ein Gewaltausbruch wie in Hamburg konnte erst auf dem Nährboden gedeihen, den linke Politik über Jahrzehnte bereitet hat. Mit ihrem noch immer latent marxistischen Gefasel von "Unterdrückung", mit ihrem undifferenzierten Gebrauch von Begriffen wie "Faschismus" und "Rassimus", mit ihrer Kapitalismusfeindlichkeit, mit ihrer Idealisierung antibürgerlicher Gegengesellschaften, haben linke Politiker und Aktivisten eine strukturelle Systemfeindlichkeit bewusst und gezielt gefördert. Gewalt wird von Teilen der Linken schon längst als "Widerstand" verbrämt; das, was in Hamburg passiert ist, passiert in kleinerem Maßstab an jedem 1. Mai in deutschen Großstädten. Wenn sich unpolitische Idioten solchen Gewaltorgien anschließen, dann ist das im Endergebnis auch ein Produkt linker Politik.
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