Nachrichteninhalte, Darstellungen

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Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Jacko » 30. Apr 2016, 08:06

Die Presse ist schon ein Schandmaul ohne Gleichen. Hintergründe werden unterschlagen und das, was Schlagzeilen bringt, das wird gedruckt.

Bestes Beispiel einen Artikel über meinen Arbeitgeber, der vor einem Jahr ein 16-stöckiges Hochhaus gebaut hat und unserer Stadt zugesagt hatte, sich am Ausbau einer Kreuzung zu beteiligen. Nun wird groß geschrieben, man hätte das Geld für den "Babylonturm" mit vollen Händen ausgegeben und muss nun die Kostenbeteiligung in Höhe von 317.000 Euro auf die Hälfte kürzen.

Hört sich schon traurig an, auch ich war zuerst ein wenig entrüstet, handelt es sich aufgrund der Kosten für das Hochhaus wahrhaftig um eine kleine Summe. Aber hier interessiert es die Presse mal wieder nicht, was im Vorfeld alles passiert ist. Bereits vor 15 Jahren, als der andere Firmenteil neu gebaut wurde, hat die Stadt damals zugesichert, sie würde den Ausbau der Anschlusstrassen in Angriff nehmen, um den Lieferverkehr besser anzubinden. Was geschehen ist, gleicht einer Beleidigung, weil aus angeblich unfallträchtigen Gründen die vorher zweispurige Aufstiegsstrasse nun auf eine Spur reduziert wurde. Sonst nichts. Soll also heißen, die Stadt darf sich herausnehmen, sich nicht an Absprachen zu halten, aber wehe eine Firma macht das...

Dieses Beispiel zeigt wieder hervorragend, warum manche Menschen auf Artikel so aggressiv reagieren. Denn die Presse verarbeitet nur das, was interessant ist, um die Auflage zu steigern. Die Wahrheit kann dabei durchaus auf der Strecke bleiben. Und eine Presse, die nicht die Wahrheit schreibt, die darf man doch wohl noch "Lügenpresse" nennen, oder?
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 30. Apr 2016, 12:10

Naja ich verstehe zwar genau was du meinst, aber wenn man es genau nimmt Lügt die presse ja nicht, sie teilt uns nur nicht alles vollständig mit, aus den dir genannten gründen. Das ist übrigens auch ein gutes mittel, um menschen in bestimmte richtungen zu lenken, zu beeinflussen und zu manipulieren.

Jedoch muss man sie trotzdem lügenpresse nennen, ganzeinfach weil sie manche wichtige infos gleich mal gar nicht bringen, z.b. das ein weiteres anti-terror-paket verabschiedet wurde von unserer regierung...
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 30. Apr 2016, 13:05

Ich denke, bevor man hier zu irgendwelchen Schlussfolgernungen kommt, sollte man sich über verschiedene Dinge klar werden.

a) Medien sind nicht dazu da, den Leuten das Denken abzunehmen.
b) Wir leben in einer Marktwirtschaft. Kostendruck ist mit Qualitätsjournalismus unvereinbar. (Der Grund, wieso ich meine Rundfunkbeiträge bewusst ohne zu murren zahle, obwohl das für einen Studenten nicht so wenig Geld ist.)
c) Es gibt durchaus Medien, die Qualitätsjournalismus betreiben. Man muss sie nur bewusst aussuchen und konsumieren.
d) Der Medienkonsum der Bevölkerung beeinflusst direkt die Qualität der Medien. Wenn eben 1,8 Millionen Leute jeden Tag Geld für die "Bild" ausgeben, dann entwickelt sich das Niveau der Medien eben entsprechend der Abnehmerwünsche.
e) Auch der Inhalt der Medien richtet sich nach den Interessen der Abnehmer. Wenn sich eben 90% der Deutschen nicht für ein neues Anti-Terrorgesetz interessieren, dann wird man es im Umkehrschluss auch in 90% der Medien nicht lesen.
f) Das Wort "Lügenpresse" ist eine ziemlich unsägliche allgemeine Verunglimpfung einer großen Berufsgruppe und in jeder Hinsicht unpassend. Ihr ruft doch auch nicht "Lügenlehrer", wenn sie euren Kindern nicht das beibringen, was ihr gerade mal für wichtig haltet. Huhu?
g) Medien in Form von Tagesmedien sind meist nicht dazu konzipiert, Zusamenhänge ausschöpfend und vollumfassend wiederzugeben. Entsprechend wird man als Insider auch immer Lücken, Fehler usw. finden. Das zieht sich, wenn man wirklich Ahnung hat, bis in die Literatur. Ich ärgere mich relativ regelmäßig über verschiedene Veröffentlichungen zu alten sowjetischen Lastwagen. Weil ich darüber mehr weiß, als 75% der deutschen Bücherschreiber. Gleiches passiert, wenn z.B. über einen Betrieb berichtet wird, in dem man selbst tätig ist.

Zahlt alle freiwillig 3€ für eure Tageszeitung. Dann bekommt ihr ein vernünftiges, gut recherchiertes Medium, was auch eine bessere "Wahrheitsquote" hat. Wollt ihr nicht? Welch Überraschung. Deswegen hat z.B. die Süddeutsche Zeitung ja auch nur ein Fünftel der Bildzeitungsauflage.
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 30. Apr 2016, 13:26

Stimmt, die gesetze mit der folge das man die bundeswehr jederzeit nach innen einsetzen kann hat auch keinen interessiert. Das resultat darf man dann irgendwann bestaunen, bzw durfte man das auch schon oft genug. Dann gibt es vilt wieder mal einen aufschrei in der bevölkerung und die politiker sagen daraufhin wieder mal "das haben wir nicht gewollt!" und halten medienwirksam irgendeinen trauermarsch ab, und dann ist alles wieder gut und für angehörige interessiert sich kaum mehr jemand.
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Jacko » 30. Apr 2016, 13:47

Aber Cheffe, haben die Medien nicht mal groß sich dafür eingesetzt, dass sie frei und unabhängig schreiben wollen? Das bedeutet für mich, dass sie nicht Klatschspalten füllen sollen, sollen die Fakten recherchieren und dann schreiben. Aber das würde ja Geld kosten und vielleicht weniger Auflage bringen.

Wenn es so einfach wäre mit dem Umsatz, dass gute Presse auch mehr kosten darf, um sich zu behaupten, dann wäre sie mittlerweile nicht dahin gekommen, wo sie ist.

Natürlich habe ich die Wahl selber zu entscheiden, welchem Verlag ich vertraue. Doch, woher weiß ich als Enduser denn, wer die ganze Wahrheit sagt und wer nicht? Egal, wie intelligent ich bin, die goldene Stecknadel der Stecknadeln im Heuhaufen zu finden ist ja kaum möglich!
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 30. Apr 2016, 14:31

Ohne jetzt in die Philosophie abzurutschen: Die eine Wahrheit gibt es nicht. Selbst wenn du zwei Qualitätsmedien nebeneinander legst, die auf dem gleichen Platz zum gleichen Thema einen Artikel schreiben, werden diese sich selbstverständlich voneinander unterscheiden. Informationen, die du über Printmedien erhälst sind immer vorgefiltert, alleine weil sie jemand schreiben muss. Dieser jemand muss entscheiden, was er auf den 30 Zeilen unterbringt, was für ihn unrelevant ist, was er sicher belegen kann. Willst du einen möglichst breiten Querschnitt erhalten, so musst du immer möglichst viel unterschiedliche Medien lesen und dir einen Mittelwert bilden. (Das funktioniert solange, solange man nicht an die große Medienverschwörung glaubt und davon ausgeht, dass alles von außen gesteuert ist.) Einen anderen Weg gibt es nicht und gab es auch noch nie. Wenn du "die (ungefilterte) Wahrheit" wissen willst, dann fahr selbst hin und mache dir ein Bild.

Die allgemeine Aussage, die Medien hätten sich für irgendwas eingesetzt kann ich im Moment nicht nachvollziehen. Erstens weiß ich nicht, was du unter "die Medien" verstehst, zweitens sagst du mir nicht von was sie frei und unabhängig schreiben wollen und drittens weiß ich auch nicht, was du für einen Sachverhalt mit "mal groß dafür eingesetzt" du meinst. Ich erinnere mich auch in den letzten 10 Jahren an keine Kampanie, Aufrufe, Flugblätter oder ähnliches in der Richtung, die du meinen könntest. Abgesehen davon: Auch ein Klatschmedium kann frei und unabhängig schreiben von dem, was Frau Merkel sagt. Sie können auch frei und unabhängig von der Wahrheit schreiben... das steht ihnen völlig frei. Wenn dir das nicht gefällt, dann musst du sie nicht lesen.

Herauszufinden, was ein Klatschmedium ist und was nicht, das allerdings bleibt dem denkenden Menschen überlassen. Allerdings ist das gar nicht so problematisch wie man meinen sollte. Das liegt einfach an dem oben beschriebenen Sachverhalt, dass Informationen in Printmedien eh vorgefiltert sind. Man wird nicht näher als X an die Wahrheit kommen wenn man nur eine Quelle liest, und es ist egal mit welcher Zeitung/Nachrichtensendung/Internetseite man das erreicht. Innerhalb bestimmter Qualitätskriterien, logisch.

Zudem hast du meine Ausführung zum Umsatz missverstanden. Presse muss mehr kosten, damit sie fachlich gut ist (das willst du). Aber der Fakt alleine, dass sie gut und korrekt ist, sorgt nicht auch automatisch für eine weite Verbreitung. Weit verbreiten tut sich genau das, was viele lesen wollen. Ob das die Wahrheit ist oder nicht, spielt für die Verbreitung überhaupt keine Rolle.
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon samsa » 30. Apr 2016, 15:25

Ich würde mich ja schon freuen, wenn es die Journalisten mal hinbekämen, meinen Namen richtig zu schreiben und historische Jahreszahlen korrekt wiederzugeben. :rolleyes:

Ansonsten kann ich Chef nur zustimmen und habe dem eigentlich nichts hinzuzufügen. Das Argument mit der Auflage halte ich übrigens für die Lokalpresse für wenig überzeugend, da diese in der Regel ihre Stammleserschaft und ein eng umgrenztes Einzugsgebiet hat und auf Sensationsberichterstattung nicht angewiesen ist. In dem genannten Beispiel kann ich ehrlich gesagt auch kein Fehlverhalten der Presse erkennen. Die Meldung stimmt ja und die Hintergründe sind zum Verständnis des Sachverhalts nicht unbedingt relevant. Dass man sich nicht freut, wenn "die Gegenseite" nicht zu Wort kommt, ist klar. So einen Fall hatten wir unlängst ebenfalls. Es ist aber auch nicht Aufgabe der Presse, als Streitschlichter zu fungieren oder jede Randnotiz bis in den letzten Winkel zu durchleuchten.
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Lillith » 30. Apr 2016, 17:10

Viele Zeitschriften bieten zudem eine Lesermeinungsseite an.
Habe schon oft Gegendarstellungen von Lesern z.B. des Stern oder Spiegel gelesen.
In der Tat werden von Verlagsseite auch artikelkritische Stimmen zugelassen und durchaus veröffentlicht, aus denen sich mitunter artikelerweiternde Infos rauslesen lassen.
Ist interessant. [aa

Wenn man also gern eine Gegendarstellung haben möchte, was hintert einen selbst daran, einen freundlichen ( oder auch weniger freundlichen ) Leserbrief an den entsprechenden Verlag zu richten ?
Kann man tun. [aa
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Jacko » 30. Apr 2016, 17:32

Kann man, keine Frage. Nur, wie groß ist die Chance, dass ein Leserbrief gelesen wird? Die, die über die Schlagzeile richtig abgegangen sind, gehören in der Regel nicht dazu.

Wie war es mit dem Erbauer des DeLorean (Auto aus Zurück in die Zukunft): Ihm wurden betrügerische Geschäfte vorgeworfen und bei einer Lieferung von England nach USA fand man Heroin in einem der Wagen. Mit großen Pauken und Trompeten gings durch die Medien, Zeitungen wie Radio wie Fernsehen. Von Todesstrafe und Lebenslängliche Haft wurde geschrieben.

Als einige Monate später klar war, dass er damit nichts zu tun hatte, berichtete nur ein kleiner Teil der Zeitungen auf Seite 6 oder 7 mit wenigen Zeilen, dass keine Anklage gegen Ihn erhoben wurde. Sein Ruf war ruiniert, seine Firma bankrott.

Einer der Geschäftsführer, der sie übernommen hatte, wurde sogar 10 Jahre nach diesem Affentheater noch gefragt, bis wann der Chef wieder aus dem Gefängnis kommt....

Ob da ein Leserbrief noch was gebracht hätte?
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Re: Nachrichteninhalte, Darstellungen

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 30. Apr 2016, 18:54

Eine Fehlerrate gibt es in jedem von Menschen gemachten System. Das gilt ganz generell, entsprechend auch für alle Medien. Ob und in wiefern Medien immer moralisch wertvoll handeln ist eine völlig andere Frage als die eingangs gestellte. Das tun sie sicher nicht. Aber auch hier gilt wieder: b), d) e) und g).

Dieses Problem ist aber weder neu noch originell. Das hatten Zeitungen vor 150 Jahren schon.
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