Rechtspopulismus

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 4. Sep 2016, 00:34

Gut man kann auch absichtlich vieles fehlinterpretieren, das sagt auch vieles aus.

Und nein tut es nicht.
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

Wenn das Leben ein Geschenk ist, wüsste ich gern wo man es umtauschen kann.

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Das Leben wäre doch langweilig, wenn alles direkt funktionieren würde, nicht wahr?

Nein wäre es nicht, mich würde es freuen!

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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Lillith » 4. Sep 2016, 00:35

Hab ich dich jetzt schon wieder fehlinterpretiert ?
Ich dachte zum Schluss ich hätte dich jetzt verstanden.
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Lillith » 4. Sep 2016, 01:21

Noch ein Gedanke zum Personal der AFD.

Wird immer gern genommen: Höcke, Gauland, von Storch und Petry


Höcke....keine Frage, ein Idiot und ihm kann man zurecht eine extreme Gesinnung vorwerfen.
Das ist EIN Typ, der in der Öffentlichkeit fatal auftrat und durchgefallen ist.

Solche Leute haben wir aber in der SPD auch, siehe Sarrazin, der über seine, wenn man so will, ausländerdiskriminierenden Ideologien sogar Bücher schrieb.
Es wäre niemanden in den Sinn gekommen, ihn als rechtsextremen Pegida-Mitläufer und krassen Nationalisten zu betiteln.
In einer Talkshow, in der er geladen war, wurde ein ebenfalls geladener Publizist gefragt ob er Sarrazin, der neben ihm saß, als rechtsradikal einstufen würde. Der sagte NEIN und wies das weit von sich.

Gauland. Der war mal CDU-Mitglied, also gehörte den Altparteien an, der alten CDU . EU kritisch, aber nicht rechtsextremistisch.

von Storch......o.k., die Dame ist optisch alles andere als Repräsentant. Und die beste Rhetorik hat sie auch nicht. Und das ein und andere sollte sie lieber ungesagt lassen.

Frauke Petry, die ist schon interessanter, eine sehr intelligente Frau übrigens. Kalter Typ, aber was sie sagt ist stichhaltig oder WO ist es das NICHT ?
Ich konnte in keiner Talksendung erkennen, wo sie rechtes Gedankengut verbreitet oder ihre Ansichten ausfallend gewesen waren.
Man braucht ihre Ansichten nicht zu teilen, aber das ich in einigen Punkten eine andere Meinung hab, deswegen sind IHRE Ansichten nicht demokratiefeindlich, sie sind nur anders und DAS ist ja nun überall in der Politik zu beobachten.
Also da finde ich die Einstellung der Linken sehr viel bedenklicher. Über die regt sich aber auch keiner auf und nennt die demokratiefeindlich, obwohl sie es defensiv sind.
Man koaliert sogar mit ihnen, den Linken (ehemals SED, also DDR-Partei. Die DDR.... hatte die eine Demokratie -rhetorische Frage ) ? .

Wenn man also anhand der Vorstände sagt, die AFD hat keine Kandidaten, kein adäquates Personal und sich lediglich an diesen beiden Personen Höcke und Storch aufhängt, müsste man dann nicht auch konsequenter Weise auf die SPD/CDU/Grüne und Linke verweisen und dort mal auf das Personal schauen ?

Da gibt es nämlich auch keine nennenswerten Alternativen, nicht zu Merkel und nicht zu Gabriel.

Im Übrigen stellt sich bei der AFD die Kanzlerfrage auch gar nicht, weil sie eine wesentliche Mehrheit sowieso nicht erreichen, weder auf Landes- noch auf Bundesebene und sowieso keiner mit denen in eine Koalition will, weil sie als nicht gesellschaftsfähig gelten.
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 4. Sep 2016, 02:33

Die AfD ist meines Erachtens derzeit die beste Wahl, da die Konsensparteien unser Land schlicht in die Katastrophe lenken. Populistisch ist sie allerdings durchaus, weil sie vor allem das sagt, was bei den Leuten ankommt, auch wenn es bei genauerer Betrachtung unausgegoren oder nicht widerspruchsfrei schlüssig bzw. spekulativ ist.

Höcke ist aber sicher kein Idiot, sondern ein recht heller Kopf, der meines Erachtens die Probleme der gegenwärtigen Politik klar benennt. Höcke ist allerdings ein Überzeugungstäter und kommt daher zuweilen etwas fanatisch und aufbrausend rüber, teils sind seine Abhandlungen auch etwas intellektuell und verschwurbelt. Daß seine Gesinnung extrem wäre, bedürfte allerdings einer eingehenderen Betrachtung Höckescher Thesen. Wer weit fortgeschrittene Fehlentwicklungen noch korrigieren will, muß Probleme allerdings bei der Wurzel anpacken.

Aber hier mal Höcke im Verhör, pardon ich meine natürlich Interview:

https://www.youtube.com/watch?v=OvDdt0HMEsA
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Jacko » 4. Sep 2016, 07:30

Lilly, jetzt hast du so viel geschrieben, dass ich ja einen Roman tippen müsste, um auf alles einzugehen... [lach]

Als kleineres Übel meine ich eine Partei, bei der man davon ausgehen kann, dass sie nicht zu viel Stimmen bekommt, um an den Regierungsgeschäften teil zu haben, aber zumindest nicht die Stimmen an die CDU gibt.

Den Grund hast du schön aufgelistet, wie die Kanzlerin sich im Laufe der Jahre im Wind gedreht hat. Ich mach ihr hier keinen persönlichen Vorwurf, weil ich dennoch die Entscheidung, die sie eigenmächtig traf, die menschlichste überhaupt war! Aber in vielen anderen Themen hat sie auch nicht wirklich Farbe bekannt. Sie driftete immer mehr ab, sodass die ursprüngliche Ausrichtung, weshalb sie Kanzlerin wurde, in meinen Augen nicht mehr gegeben ist.

Die AfD als Alternative? Sicherlich für jeden, der deren Ausrichtung mit tragen kann. Alpha, die Splitterpartei um Lücke gefällt mir da besser, weil die wirtschaftlich betrachtet die besseren Aussagen trifft. Allerdings müssten sich die beiden Parteien erst mal noch zwei, drei Legislaturperioden lang bewähren, um zu sehen, ob sie überhaupt Bestand haben. Ich brauche als Regierungspartei keine Partei, die sich nach kurzer Zeit selber aus dem inneren heraus zerfleischt!
"Die Summe der Interligenz auf dem Planeten ist eine Konstante, aber die Bevölkerung wächst"
(Jean-Luc Picard)


Ich schlaf nicht gern auf weichen Daunen;
denn statt des Märchenwaldes Raunen
hör ich im Traume all die kleinen
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und klappern frierend mit den Zähnen,
und dieses Klappern klingt so schaurig...
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Lillith » 4. Sep 2016, 11:30

Schreiberling hat geschrieben:Höcke ist aber sicher kein Idiot, sondern ein recht heller Kopf, der meines Erachtens die Probleme der gegenwärtigen Politik klar benennt. Höcke ist allerdings ein Überzeugungstäter und kommt daher zuweilen etwas fanatisch und aufbrausend rüber, teils sind seine Abhandlungen auch etwas intellektuell und verschwurbelt. Daß seine Gesinnung extrem wäre, bedürfte allerdings einer eingehenderen Betrachtung Höckescher Thesen. Wer weit fortgeschrittene Fehlentwicklungen noch korrigieren will, muß Probleme allerdings bei der Wurzel anpacken.

Aber hier mal Höcke im Verhör, pardon ich meine natürlich Interview:

https://www.youtube.com/watch?v=OvDdt0HMEsA



Personal


Also mal ehrlich, ......... [nee]

Ich glaube dem Mann nicht. Dem trau ich nicht, das ist ein ganz unangenehmer Mann.

Dieses Interview wirkt auf mich sehr gestelzt. Das liegt nicht allein an Höcke mit seinen eiskalten Augen ( für Optik kann man ja nichts ) sondern daran, dass ich diese gestellten und vorbereiteten Interviews sowieso nicht für ausreichend autentisch halte.

Ich würde ihn dann doch lieber mal auf einem Parteitag erleben, wenn er in seinen sicheren Gewässern schwimmt und nicht am Haken hängt.
Er ist auch in den Talksendungen nicht präsent, wo man ihn erleben könnte. Den läd niemand ein, wa ? [42


Die Petry, die hat ne andere Rhetorik, die ist sachlicher. Die ist auch vielen nicht sympathisch, klar. Aber sie ist sachlicher.
Bei ihr habe ich nicht das Gefühl, dass sie propagandiert, so wie beim Höcke.
Man kann das leicht selbst für sich bewerten, wenn man mal die Wahlkampfveranstaltungen der beiden vergleicht.
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon samsa » 4. Sep 2016, 12:23

Höcke steht im Verdacht, in NPD-nahen völkischen Blättern publiziert zu haben (siehe Wiki). Dafür gibt es zwar keinen Beweis, aber ich habe die Stilanalyse mal gelesen und fand sie sehr überzeugend. Seine Äußerungen zu NPD-Mitgliedern mag man als harmlos einstufen ("wieso, stimmt doch"), aber man darf nicht vergessen, dass dieser Mann sich eben nicht als Privatperson äußert, sondern als Politiker, und da setzt man mit jeder Aussage auch ein Zeichen. Höcke ist eine derjenigen Personen, die die AfD in Gefahr bringen, tatsächlich eine Scharnierfunktion zum Rechtsextremismus (NPD) zu erfüllen. Dass er Blödsinn über das Reproduktionsverhalten von Afrikanern erzählt, lässt mich auch an seiner intellektuellen Kompetenz zweifeln.

Petry ist rhetorisch gut, aber mir geht ihr arrogantes Dauerlächeln auf die Nerven. Gauland führt sich mehr und mehr wie ein seniler Elefant im Porzellanladen auf. Der Einzige, den ich bei der AfD für sowohl sympathisch wie auch kompetent halte, ist Jörg Meuthen.
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 4. Sep 2016, 12:28

Laß doch mal diese rassistische Hetze gegen den nordisch-fälischen Höcke mit seinen baltischen (ostpreußischen) wasserblauen Augen, Lillith... ;-)

Natürlich wirkt das Interview gestelzt, Höcke sagt häufiger, daß er im Grunde kein Mittelpunktsmensch ist und solche Auftritte vor Menschenmassen (oder im Fernsehen) im Grunde nicht liebt. Aber was soll er auch antworten, wenn er alle paar Sekunden in eine Falle gelockt werden soll.

Vorbereitet dürfte das Interview nicht sein, denn ich glaube nicht, daß der MDR Höcke die Fragen vorher gegeben hat. Ich halte Höcke jedenfalls für anständig und denke, daß er das Beste für sein Land will. Höcke wirkt allerdings immer etwas verkrampft und angespannt, das macht ihn aber noch nicht zu einem schlechten Menschen, wie es umgekehrt auch sehr charismatische politische Tyrannen gegeben hat.
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Lillith » 4. Sep 2016, 12:37

samsa
Höcke steht im Verdacht, in NPD-nahen völkischen Blättern publiziert zu haben (siehe Wiki). Dafür gibt es zwar keinen Beweis, aber ich habe die Stilanalyse mal gelesen und fand sie sehr überzeugend.


Samsa, du weißt doch: keine empirischen Beweise, demzufolge auch keine verlässlich-kompetente Schlussfolgerung.
Wollen wir uns wirklich so dilettantisch verhalten ?

(Ich erinnere mich da an eine gewisse Birkenbihl...........ich sag ja nur mal..... [27 )
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Re: Rechtspopulismus

Ungelesener Beitragvon Lillith » 4. Sep 2016, 12:39

Schreiberling
Laß doch mal diese rassistische Hetze gegen den nordisch-fälischen Höcke mit seinen baltischen (ostpreußischen) wasserblauen Augen, Lillith... ;-)


Hey, ich hab doch nur meine Meinung als Frau zu ihm als Mann geäussert. Bild
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