Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon samsa » 15. Sep 2017, 22:53

Das ist eine Position, die man vertreten kann. Aber nicht vertreten muss. Mir geht es nicht darum, die Wehrmacht in ein positives LIcht zu rücken. Ich sehe das ähnlich wie du. Mir geht es darum, dass ein positiver Blick auf die Wehrmacht durchaus möglich ist, ohne damit die NS-Politik zu befürworten, und dass daher alle Vorwürfe, Gauland entpuppe sich mit seiner Äußerung als "Rechtsradikaler", viel zu kurz gedacht sind. Seine Sichtweise ist inzwischen unkonventionell, aber damit ja noch nicht falsch oder böse.

Die deutschen Streitkräfte wurden übrigens schon 1934 auf Hitler vereidigt, lange vor Beginn des Holocaust. Außerdem gab es natürlich eine Wehrpflicht, der man sich nur unter Gefährdung der persönlichen Freiheit oder gar des Lebens entziehen konnte. Den Soldaten persönlich vorzuwerfen, für das Hitler-Regime gekämpft zu haben, finde ich grundfalsch. Ob es allerdings schon zum "Stolz" reicht, sei dahingestellt. Ich sehe das nicht so, Gauland schon. Über Hitler ist damit nichts ausgesagt.
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samsa
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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Heinzz » 16. Sep 2017, 12:51

samsa hat geschrieben:........ Mir geht es darum, dass ein positiver Blick auf die Wehrmacht durchaus möglich ist, ohne damit die NS-Politik zu befürworten, und dass daher alle Vorwürfe, Gauland entpuppe sich mit seiner Äußerung als "Rechtsradikaler", viel zu kurz gedacht sind. Seine Sichtweise ist inzwischen unkonventionell, aber damit ja noch nicht falsch oder böse.

Die deutschen Streitkräfte wurden übrigens schon 1934 auf Hitler vereidigt, lange vor Beginn des Holocaust. Außerdem gab es natürlich eine Wehrpflicht, der man sich nur unter Gefährdung der persönlichen Freiheit oder gar des Lebens entziehen konnte. Den Soldaten persönlich vorzuwerfen, für das Hitler-Regime gekämpft zu haben, finde ich grundfalsch. Ob es allerdings schon zum "Stolz" reicht, sei dahingestellt. Ich sehe das nicht so, Gauland schon. Über Hitler ist damit nichts ausgesagt.

Bei Holocaust denke ich eher an die SS, nicht an die Wehrmacht.

Vor der Vereidigung auf Hitler gab es ja schon 1933 das Ermächtigungsgesetz.
So hatte dieser sich die gesamte Staatsgewalt übertragen lassen.
1935 wurde die Wehrmacht aufgebaut.
Da wird man bei der Meinungsbildung über die Wehrmacht schlecht an einem NS-Einfluß vorbei kommen.

Irgendwie wird es Methode haben, wenn Gauland den Wehrmachts-Soldaten ins Spiel bringt.
Vielleicht will man so eine Brücke zum Deutschen Reich schlagen,
und dann über die heutigen Grenzen Deutschlands sprechen.
Ich bin froh das unsere Staatsgrenze so definiert ist wie sie jetzt ist.
Wichtig für mich war die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze (Brand 1974)
Ich will diese Diskussion der 70er-Jahre nicht mehr.
(Deutschland in den Grenzen von 19..)
Das gibt Ärger mit unseren Nachbarn.

Für so unwahrscheinlich halte ich es nicht mehr, daß die AfD dieses Thema aus der Mottenkiste zieht.
Diese Tabubrüche sind doch irgendwie fester Bestandteil der AfD.
Da kommt bestimmt noch viel mehr.

Ich glaube auch nicht das es Gauland um plumpen Faschismus geht.
Die nehmen aber auch gern die Stimmen von Faschisten und Rassisten mit.
Die Themen, das Reden, das Denken, soll aber nach rechts verschoben werden.
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Heinzz
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