Sind wir zu dumm um für uns zu entscheiden?

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Sind wir zu dumm um für uns zu entscheiden?

Ungelesener Beitragvon R3ckZ » 22. Okt 2015, 10:58

Ein Gedanke den ich schon etwas länger mit mir herumtrage:

Sind wir wirklich zu dumm um Entscheidungen zu treffen? Oder vielmehr hält uns der Staat für wirklich so unfähig?

Anstoß zu diesem Gedanken hatte ich, als ich als Beifahrer wegen nichtanschnallens eine Geldbuße bezahlen sollte.
Ich fragte den Polizisten wofür die Anschnallplficht gut ist. Dieser äußterte, das es auschließlich zum Eigenschutz ist.

Und so mein Gedanke: Ich bin doch ein gesunder erwachsener Mensch. Ich kann doch selber entscheiden wie Sicher ich durchs Leben gehe, welche Risiken ich eingehe. Oder etwa nicht?
Zudem ich auch Fälle kenne wo die Betroffenden überlebt haben, weil sie KEINEN Gurt getragen haben.

So ein Gurt ist bestimmt statistisch gesehen Sicherer, aber mit welchen Recht nehmen sich die Gesetzesgeber die Freiheit raus, meine Eigene und NUR meine eigene Sichereit mir vorzuschreiben?
Im Marketing spricht man immer vom DAK ( Dümmste anzunehmende kunde) um ein Produkt so zu Präsentieren, dass es jeder versteht und bestenfalls kauft.

Aber gehen die Politiker auch vom dümmsten anzunehmenden Bürger aus?Und selbst wenn... Ich fühle mich in meiner Freiheit eingeschränkt.
Es gibt vieles, was ich nicht so ganz nachvollziehen kann, was Eigensicherheit betrifft. Denn es steht ja schon im Namen. Also kann ich auch selbst dafür sorgen.
Der Kopf ist rund damit das Denken die Richtung ändern kann.
~Francis Picabia
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Re: Sind wir zu dumm um für uns zu entscheiden?

Ungelesener Beitragvon Jacko » 22. Okt 2015, 11:14

Ja und nein. Wenn es sich ganz alleine auf deine Sicherheit bezieht, gebe ich dir Recht, jeder sollte so frei sein können, wie er meint es sein zu müssen.

Aber:
Auf der anderen Seite stehen Kosten, die die Allgemeinheit tragen muss, wenn sehr viele sich plötzlich nicht mehr anschnallen würden.
* Viele Schwerverltzte, die bei ihrer Heilung hohe Kosten verursachen
* Viele Feuerwehrleute und Rettungssanitäter, die mit dem Anblick der schwer Verunfallten auskommen müssen
* Verdienstausfälle bei den Familien der Verunfallten
* Arbeitsausfall bei den Arbeitgebern, der ja mit deiner Arbeitsleistung rechnet

um nur mal ein paar Punkte zu nennen.

Also ist es nicht so ganz abwegig, wenn der Staat besonders in deinem Beispiel ein Auge darauf hat, dass du dich an die Regel hälst.
"Die Summe der Interligenz auf dem Planeten ist eine Konstante, aber die Bevölkerung wächst"
(Jean-Luc Picard)


Ich schlaf nicht gern auf weichen Daunen;
denn statt des Märchenwaldes Raunen
hör ich im Traume all die kleinen
gerupften Gänslein bitter weinen.
Sie kommen an mein Bett und stöhnen
und klappern frierend mit den Zähnen,
und dieses Klappern klingt so schaurig...
Wenn ich erwache, bin ich traurig.

Heinz Erhardt
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Re: Sind wir zu dumm um für uns zu entscheiden?

Ungelesener Beitragvon Heinzz » 7. Dez 2016, 16:22

R3ckZ hat geschrieben:So ein Gurt ist bestimmt statistisch gesehen Sicherer, aber mit welchen Recht nehmen sich die Gesetzesgeber die Freiheit raus, meine Eigene und NUR meine eigene Sichereit mir vorzuschreiben?

Selbst habe ich mich erst dann angeschnallt, als es gesetzlich vorgeschrieben wurde.
Trotzdem meine ich das der Staat recht hat wenn er Verkehrsteilnehmern in Fahrzeugen vorschreibt sich anzuschnallen.

Der Staat muß ja die gesamte Gesellschaft im Blick haben.
Weniger Verkehrstote, weniger Schwer und Leichtverletzte,
das bedeutet weniger ausgelastete Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Invaliden,
weniger Kosten die von Versicherten aufgebracht werden müssen,
also ein erheblicher Vorteil für die gesamte Gesellschaft.

So ist es also eine nachvollziehbare Entscheidung, wenn der Staat die Anschnallpflicht einführt.
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