Vor der Haustür......

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Jacko » 29. Nov 2015, 22:12

Weil erstens Deutschland der größte Zahler in der EU ist, darf es sich durchaus auch etwas rausnehmen. Und zweitesn heisst es noch lange nicht, wenn andere Länder egoistischer reagieren, dass es wir auch tun.

Und drittens werden die, die kein Recht auf Asyl haben, auch wieder zurück geschickt. Es dauert halt aktuell nur zu lange, bis das alles aufgrund der Million 17 Gesetze durch ist. Aber sie arbeiten daran.

Fakt ist aber auch, dass es schon fast erbärmlich ist, wenn man Gesetze und Geld gegen Menschenleben aufwiegt.
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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Lillith » 29. Nov 2015, 23:22

Und weil Deutschland der größte Geldgeber ist, darf es auch Gesetzte übergehen ? Ach so.
Und anderen Ländern etwas vordiktieren ? Ach so.

Und zweitesn heisst es noch lange nicht, wenn andere Länder egoistischer reagieren, dass es wir auch tun.

Heißt dann im Umkehrschluss aber auch nicht, nur weil Deutschland den Großmeister an Großzügigkeit mimt, weil Deutschland ja Geld hat, dass andere Länder da mitziehen müssen.

Und drittens werden die, die kein Recht auf Asyl haben, auch wieder zurück geschickt.

LOL

Das würde ja bedeuten, dass es bei uns bisher keinen einzigen Wirtschaftsflüchtling geben dürfte, weil ja alle in den vergangenen Jahren weg geschickt wurden.
Komisch, wo kommen die ansässigen dann nur alle her ?
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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 30. Nov 2015, 02:25

Mein Beileid. Habt ihr mal versucht, als Anwohner Euch juristisch beraten zu lassen? Eventuell Bürgerinitiative gründen und dagegen klagen, daß man sie so bei Euch anhäuft (um das Wort "konzentriert" zu vermeiden), falls es das Bau- oder Ordnungsrecht hergibt. Aber im dicht bebauten Berlin wird sowas naturgemäß schwierig.

Was Polen angeht, so hat Polen in meinen Augen Recht. Würden die anderen europäischen Länder auch so ein "freundliches Gesicht" zeigen, würden es noch mehr Flüchtlinge und der Zustrom noch langanhaltender. Dieser Zustrom wird Deutschland jedenfalls deutlich verändern - das treibt mich mehr um als die Angst vor Bombenanschlägen. Major Moser vom österreichischen Bundesheer findet da deutliche Worte (unter den Militärs scheint es da einige zu geben, die es begreifen):

https://www.youtube.com/watch?v=ZQ9ZqyRRKM0

Ob die Leute nur wegen der Enge randalieren, erscheint mir doch fraglich, das ist durchaus auch eine Mentalitätsfrage. Die orientalischen Völker sind der Erfahrung nach allgemein heißblütiger und temperantvoller als wir (Nord-)europäer. Über die deutschen Kriegsflüchtlinge 1945 ist dergleichen - jedenfalls in diesem Ausmaß - nämlich nicht bekannt, auch wenn man vielleicht die Entkräftung durch fehlendes Heizmaterial und Nahrung da einbeziehen muß. Smartphones, um sich die Zeit zu vertreiben, hatten sie allerdings auch nicht.

Daß Berlin in Flüchtlingen "ertrinkt" ist natürlich nicht gut für die Berliner, aber vielleicht aus gewissen Gründen doch nicht so schlecht. Wenn nämlich zehn- oder gar hunderttausende Berliner auf die Straßen gehen - das Potential hat es ja in einer solchen Millionenstadt - , dann könnte das den Druck auf die Regierung noch mehr erhöhen. Man sieht es doch, in den dünner besiedelten westdeutschen Flächenländern juckt die Leute das Thema nicht sonderlich, weil da genug Leerstand ist und die Asylbewerber dezentral verteilt werden.
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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 30. Nov 2015, 02:46

Und drittens werden die, die kein Recht auf Asyl haben, auch wieder zurück geschickt. Es dauert halt aktuell nur zu lange, bis das alles aufgrund der Million 17 Gesetze durch ist. Aber sie arbeiten daran.


Auf dem Papier vielleicht.. In der Praxis sind die Gerichte und Behörden völlig überlastet und es wird am Ende darauf hinauslaufen, daß irgendwelche Fristen verstrichen oder Formvorschriften nicht beachtet worden sind und die Abschiebung nicht mehr möglich ist. Und dann kann der künftige Justizminister bestenfalls noch wie in Schweden unter Tränen erklären, warum der Rechtsstaat jetzt nicht mehr gelten kann.

Man muß sich überhaupt mal vorstellen, was das bedeutet, Hundertausende abzuschieben. Um jemanden abschieben zu können, muß der überdies von einem Land zurückgenommen werden. (Das werden wir dann teuer bezahlen dürfen, denn wer zurückgenommen wird, der kann auch kein Geld nachhause schicken.)

Daß die Leute sich der Abschiebung entziehen und Kirchen und Privatleute so wie linksgrüne Landesregierungen querschießen ist da noch gar nicht berücksichtigt.

Jacko, Du bist ein echter Optimist - wäre ich auch so optimistisch, würde ich kein Wort über die Sache hier verlieren.
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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Jacko » 30. Nov 2015, 08:19

Siehst, Schreiberling, ich bin optimistisch nd schreibe trotzdem! Denn ich sehe die Menschen, denen es weitaus schlechter geht als der Großzahl der Menschen hier in der BRD. Und auch wenn kein Medium darüber berichtet, es werden durchaus einige zurück geschickt, nur, damit kann man eben keine gewinnbringende Aussagen und Schlagzeilen verbreiten.... Aber was red ich, dich Schreiberling kann nichts dazu bewegen, das Leid der Menschen zu erkennen und lindern wollen und Lilly tut sich schwer angesichts der Situation direkt vor ihrer Türe. Ja, es gehört schon manchmal Optimismus dazu zu erkennen, dass die Randalisten nur eine Minderheit darstellen und die meisten Menschen, die hier ankommen, sehr, sehr froh sind, am Leben zu sein und wieder ein Dach über dem Kopf zu haben.
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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 30. Nov 2015, 19:50

Mir geht es nicht zuerst ums Geld, ich habe eher Angst, mein Land an den Orient und den Islam zu verlieren und mich als Fremder im eigenen Lande ohne Heimat zu fühlen. Vor allem auch, weil ich da an Freiheitsrechte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt denke. Der Nahe Osten lebt in Clanstrukturen und hat bis heute keinen Sinn für Demokratie und Aufklärung entwickelt.

Geholfen werden muß, aber das kann auch vor Ort getan werden und mit größerem Effekt. Derzeit kommt ein Bruchteil in den Genuß besonderer Privilegien, während andernorts auf der Welt Menschen verhungern und verdursten. Wir sollten nicht illegale Einwanderer bevorzugen.

Du als unverbesserlicher Optimist denkst halt, es werde schon gutgehen, ich denke es nicht. Es gäbe für mich kein einziges arabisches Land in dem ich wirklich leben wollte. Man höre mal Ingrid Carlquist, was die über das neue Schweden zu sagen hat:

https://www.youtube.com/watch?v=dSI166wWDII

Übrigens soll sie sogar zeitweilig mit einem Marokkaner verheiratet gewesen sein.
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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Lillith » 30. Nov 2015, 20:29

Ich denke, die ländlichen Gegenden werden gar nicht mal so überrant, es werden die großen Städte sein, in denen es Arbeitsangebote gibt.
Um eure heimeligen Dörferchen braucht ihr euch nicht zu sorgen.
Aus den ländichen Provinzen wandert ja selbst die deutsche Jungend ab, zurück bleiben die Alten.
Da werden keine Schwärme von arabischen Familien hinziehen, zumal die Dörfer keine adäquaten Mietwohnungen anzubieten haben, da wird -wenn- gebaut.
Die Großstädte sind es, auf die abgezielt wird.
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Re: Vor der Haustür......

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 30. Nov 2015, 20:58

Ich habe mir kürzlich die Einschulungsbilder angesehen, wirkt eher nicht so, als ob wir nicht berührt würden.

Bei mir im Dorf hat es ein paar Asylbewerber, einige Männer und eine Familie (zumindest sind mir die bekannt). Bei uns in der nächsten Mittelstadt hat es dahingegen eine Flüchtlingsunterkunft mit einigen hundert Asylbewerbern und im übrigen wesentlich mehr Leerstand als in den Metropolen. Ich wüßte nicht, warum die sich da nicht niederlassen sollten. Die könnten da locker eine Gemeinschaft bilden und mit der Sozialhilfe kommt man bei uns wohl auch weiter als in der Großstadt. Die Arbeitslosenquote ist nebenbei bei uns auch niedriger als in den meisten Großstädten. Hm... Ich sollte vielleicht keine Werbung machen... ;)

Generell denke ich aber, der Islam wird sich in den nächsten Jahrzehnten so ausbreiten, daß alle Gegenden betroffen sein werden.
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