Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon samsa » 9. Aug 2016, 20:44

Nun ja, aber suggeriert es nicht eine entsprechende Gesinnung, wenn ich als Ergebnis feststellen muss, dass meine Antworten zu 75% mit einer bestimmten Partei übereinstimmen ?

Es sagt nur aus, dass diese Partei zu 75% dieselben Antworten angeklickt hat. Man könnte jetzt darüber streiten, ob die Auswahl der Fragen nicht schon suggestiv sei, aber ich glaube nicht, dass sich die prozentualen Verhältnisse bei anderen Fragen grundlegend ändern würden. In der Regel bekommt man ja - von Ausnahmen wie der NPD abgesehen - ungefähr das ausgespuckt, was man sowieso erwartet, und wenn nicht, dann kann das immerhin ein Anlass sein, sich näher mit den Parteien zu beschäftigen.
Wie gesagt, der Wahl-o-Mat ist letztlich nur ein Algorithmus zum Abgleich verschiedener Positionen, er versucht dich weder in eine bestimmte Richtung zu lenken noch macht er konkrete Wahlvorschläge.
Zuletzt geändert von samsa am 9. Aug 2016, 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Jacko » 9. Aug 2016, 20:45

Ich finde auch, dass der Wahlomat nicht wirklich eine Interstüzung zur Parteifindung da ist. Ich habe mir vor der letzten Wahl die Mühe gemacht und diverse Parteiprogramme durchgelesen, das hat mir persönlich schon etwas gebracht.
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 9. Aug 2016, 21:14

Mal ganz naiv gefragt: Warum hältst Du die NPD für unwählbar? Gehe ich Recht in der Annahme, daß es mit der Kompetenz des Personals und vermuteten heimlichen Zielen zusammenhängt?
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Lillith » 9. Aug 2016, 21:34

Die NPD ist in meinen Augen nun wirklich rechtsextrem und deshalb für mich nicht optional. Und ja, zudem haben sie natürlich kein vernünftiges Personal und ich verschwende meine Stimme nicht gern für eine Partei, die es nicht mal über die 5% schafft, womit auch die ALFA ausscheidet......wobei.....in Berlin ist sowieso Land unter.
Die SPD hat den Karren in vielen Sparten seit Jahren in den Dreck gefahren, von den Grünen und noch weiter links rede ich nicht mal hinter vorgehaltener Hand. [buh]
CDU ?.......Kein Plan.
Bei der Wahl im September stellt sich die Kanzlerfrage nicht, weswegen zu überlegen wäre für Berlin die CDU zu wählen.....im Klartext: ich weiß es einfach nicht.....aber NPD ? Ich bitte dich, definitiv NEIN. Darüber muss ich nicht mal ansatzweise nachdenen.
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Jacko » 9. Aug 2016, 21:36

Ich bin zwar nicht gemeint, aber antworte dennoch darauf:
Die NPD ist intern zu labil und die "heimlichen Ziele", die sie hat, finde ich einfach nicht tragbar. Zu sehr ist eine wirklich schlimme Vergangenheit mit daran verknüpft. Und wenn ich dann von so manchen Mitgliedern höre, dass sie heute noch den Führer ehren und den Holocaust herunterspielen bis leugnen, dann frage ich mich allen ernstes, was in den Köpfen vorgeht. Und für sowas möchte ich nicht meine Stimme hergeben.

Die AfD bzw Alpha sind zwei Parteien, die auf der einen Seite durchaus vernünftige Ansätze haben, aber sich durch den eigenen Erfolg innerlich zerreißen und uneinig werden. Das Ergebnis kennen wir. Schaue ich mir die Frau Petry an, wie sie auftritt und was sie von sich gibt, dann ist das vordergründig sogar oft gar nicht so sehr daneben, aber wenn man sie nach Lösungen fragt, geht Ihr die Luft aus. Sie kann kaum die Leute aus den eigenen Reihen auf Kurs halten, wie will sie dann ein Land regieren?

Allerdings muss man der Gerechtigkeit folgend auch sagen, dass Parteien wie CDU und CSU auch zeigen, wie schwer es ist, eine gemeinsame Richtung zu halten.

Deshlabv halte ich von vielen Koalitionen überhaupt nichts!
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Lillith » 9. Aug 2016, 21:39

Die AfD bzw Alpha sind zwei Parteien, die auf der einen Seite durchaus vernünftige Ansätze haben, aber sich durch den eigenen Erfolg innerlich zerreißen und uneinig werden. Das Ergebnis kennen wir. Schaue ich mir die Frau Petry an, wie sie auftritt und was sie von sich gibt, dann ist das vordergründig sogar oft gar nicht so sehr daneben, aber wenn man sie nach Lösungen fragt, geht Ihr die Luft aus. Sie kann kaum die Leute aus den eigenen Reihen auf Kurs halten, wie will sie dann ein Land regieren?

Na ja, die anderen Parteien sind nun auch keinen Deut besser. Was für die AFD gilt, kannst du über CDU, SPD und Konsorten ebenso sagen, selbst die Linke.....ich bitte dich, die sind ja nicht mal mit ihrer Vorsitzenden eins.
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Jacko » 9. Aug 2016, 21:43

Ja, gebe mich geschlagen.... auch die anderen Parteien sind immer mal wieder im inneren "durcheinander". Dennoch kann man aber bei denen wenigstens halbwegs eine Richtung erkennen, die auch nach ein paar Jahren noch stimmig ist. Die AfD hat meiner Meinung nach deutlich besser angefangen, als sie jetzt dasteht.
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Lillith » 9. Aug 2016, 22:18

Jacko hat geschrieben:Ja, gebe mich geschlagen.... auch die anderen Parteien sind immer mal wieder im inneren "durcheinander". Dennoch kann man aber bei denen wenigstens halbwegs eine Richtung erkennen, die auch nach ein paar Jahren noch stimmig ist. Die AfD hat meiner Meinung nach deutlich besser angefangen, als sie jetzt dasteht.

Unter Lucke war sie doch auch schon umstritten, allein schon wegen ihrer Positionierung zum Euro.

Und die Richtung die seitens der anderen Parteien zu erkennen ist....welche ist das noch mal ?
Die Kreuz-und-Quer-Richtung ?

Die einzige Richtung die unumstritten klar zu erkennen ist, ist die unserer Kanzlerin und DAS ist widerum ziemlich umstritten, zumindest innerhalb der Parteien, das stimmt.

Im Übrigen.....diese Aussage stimmt auch nicht ganz: "...die auch nach ein paar Jahren noch stimmig ist."

2002 hat sich Merkel, damals noch Opposition, ganz klar gegen eine zunehmende Migration von noch mehr Ausländern ausgesprochen.
Sie bezog sich damals auf Berlin-Kreuzberg und sagte klar, dass in diesem Bezirk, den sie als Beispiel heranzog, die Stadt noch nicht mal mit den damals aktuellen Problemen klar käme und man erst mal diese in den Griff bekommen müsse bevor man sich neue Probleme rein holt.

Diese Position vertritt sie heute nicht mehr. Das Gegenteil ist der Fall.

Tja, in der Opposition lässt es sich gut trötern, weswegen ich auf keine Aussagen eines einzigen Politikers mehr was geben würde.
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon samsa » 10. Aug 2016, 10:24

Die NPD ist völlig indiskutabel. Ich habe unglücklicherweise einen NPD-Mann in der weiteren Verwandtschaft (angeheiratet...) und habe daher ein wenig Einblick in das Personal hinter den Kulissen, und ich kann nur sagen, die Typen sind genauso drauf wie es ihnen unterstellt wird. Bei aller politischen Offenheit, aber es gibt eben nicht nur linke und islamistische Gewalt, sondern auch eine seit Jahren steigende Gewalt gegen Migranten, und die politischen Brandstifter, die so etwas fördern, gehören mit Fug und Recht gesellschaftlich ausgegrenzt. Wer das Problem rechter Gewalt leugnet oder kleinredet, darf sich nicht einbilden, ein besseres politisches Urteilsvermögen zu besitzen als Claudia Roth oder Annette Kahane. Ein aufgeklärter Konservatismus muss sich eindeutig und nachdrücklich von allen Extremismen abgrenzen. Dies gelingt m.E. bisher nur ALFA und CSU.
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Re: Wahl-O-Mat (Berlinwahl)

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 10. Aug 2016, 16:10

Ich habe mir mal ganz unbefangen das Programm der NPD zu Gemüte geführt, teils finde ich es ganz attraktiv, da mir die AfD in Wirtschaftsfragen zu liberal und wachstumsaffin ist; teilweise kann man zwischen den Zeilen bei der NPD meines Erachtens allerdings durch die Wortwahl gewisse Anklänge an eine andere Partei vernehmen. Befürchtungen, wie die Herrschaft einer NPD aussehen würde, habe ich letztlich auch, Indizien gibt es dafür wohl auch. Wie viel davon allerdings durch jahrelange politische Erziehung und Konditionerung zustandegekommen ist, sei mal dahingestellt.

Das konkrete Personal ist wieder etwas anderes, da halte ich die meisten auch für unbedarft, ein paar Ausnahmen sehe ich aber doch.

Wenn Lillith an erster Stelle die NPD hat, hat das wohl aber schon etwas zu sagen, auch wenn sie jetzt als gute Staatsbürgerin und Beamtin davor erschrickt bzw. den Test für unplausibel hält. Als wir es jüngst von der italienischen Mama und dem Lehrmeister hatten, denen aus pädagogischen Erwägungen die Hand ausrutschte, befand sie es jedenfalls für richtig. Das sind Indizien, daß sie mit dem etablierten politischen Konsens der Parteien in der BR nicht mehr übereinstimmt. Denn für die wäre es doch völlig undenkbar, ein derart weitgehendes Züchtigungsrecht wieder als Rechtfertigungsgrund zuzulassen.

Ansonsten merke ich als Jurist wie sich viele Leute (allgemein nicht Lillith) über Rechtsprechung aufregen und dann meist rumjammern, daß es doch nicht sein könne, wie wie Richter urteilen - meist sind dann dem Vernehmen nach die Richter oder Staatsanwälte daran schuld. Daß es aber oft nicht die Richter und Staatsanwälte sind, sondern konsequent angewendete Gesetze und auch die Berücksichtigung des gemeinhin so hoch geschätzten Grundgesetzes, wollen die Leute nicht wahrhaben.

Die Nazis hatten z.B. § 2 des StGB damals so neu geregelt (und mißbrauchten es dann gnadenlos)

Bestraft wird, wer eine Tat begeht, die das Gesetz für strafbar erklärt oder die nach dem Grundgedanken eines Strafgesetzes und nach gesundem Volksempfinden Bestrafung verdient. Findet auf die Tat kein bestimmtes Strafgesetz unmittelbar Anwendung, so wird die Tat nach dem Gesetz bestraft, dessen Grundgedanke auf sie am besten zutrifft.


Man ersetze mal "Gesundes Volksempfinden" durch "gesunden Menschenverstand" und mache eine Umfrage, wie viele Leute diese Regelung spontan für besser halten als etwa den verfassungsrechtlich verbürgten Bestimmtheitsgrundsatz und das Analogie- und Rückwirkungsverbot bei denen immer wieder irgendwelche "gerisssenen Lumpen" durchflutschen.

Nehmen wir nur mal an, die 90jährige Oma wird um ihr Geld gebracht und das ganze läßt sich unter keinen Straftatbestand subsumieren oder ein kleines Kind kommt zu Schaden. Bei Kinderschändern und Ähnlichem ist sicher auch die Wiedereinführung der Todesstrafe usw. in weiten Kreisen populär, wie von der NPD gefordert.

Der liberale Verfassungsstaat des Grundgesetzes entspricht nicht so weitgehend immer dem wirklichen Willen des Volkes in seiner ganzen Breite, wie es glaubt. Was sich daran zeigt, wenn wieder mal ein Richter "daran schuld ist", daß er eigentlich nur Recht und Gesetz angewendet hat.

Hier müßte sich der Bürger viel mehr schlau machen, um den Überblick zu erhalten, natürlich nicht nur in die eine Richtung, sondern auch über die Konsequenzen eines anderen Systems.

Etwas anderes ist, daß das Volk gerne von Demokratie redet, aber andererseits eine starke Führungsmannschaft in der Regierung will - so wird derzeit laut Umfragen von einer überwältigenden Mehrheit der Streit in der Koalition (insbesondere mit der CSU) kritisch gesehen, oder auch die Zerstrittenheit in der AfD. Nun ja, vergessen wird dabei aber, daß Meinungsstreits dem Wesen eines demokratisch konstituierten Staates entsprechen, Parteien und Regierungen die nach Außen immer Geschlossenheit demonstrieren, sind eher der Wesenszug autoritärer und totalitärer Systeme.

Als ich bei mir in Rheinland-Pfalz den Wahl-O-maten testete, hatte ich übrigens auch III. Weg und NPD vorne und die AfD nur mit einigem Abstand hinten dran. Erklären konnte ich es mir so, ich mag so manche wirtschaftsliberale Position der AfD nicht und bei uns in RLP kamen auch noch so ein paar damit zusammenhängende Fragen zustande. Etwa der Ausbau von Straßen, oder Fragen der Landwirtschaft, wo ich zuweilen zur Erhaltung der Naturschönheit eher "grünen" Positionen zuneige (Windkraft ausgenommen). In Berlin war dann die AfD vorne, vermutlich wegen anderer Fragen in der Großstadt, oder weil die AfD noch etwas nach rechts gerückt bzw. weniger wirtschaftsliberal geworden ist.

Das Thema (Schlagwort) "Rechtsextremismus" ist so eine Sache, ich habe da jetzt keine systematische Zusammenschau der Definitionen gemacht, aber ich weiß, daß einige bereits kritische Haltungen gegenüber bestimmten Verfassungswerten als rechtsextrem ansehen und da überhaupt keine Gewaltbereitschaft o.ä. voraussetzen.

Mein einer Großvater hatte am Dritten Reich eigentlich bloß folgende Kritik, er lehnte die KZs und die dortigen Morde und andere krasse Ungerechtigkeiten ab, er hielt den Krieg für von Anfang an sinnlos (nicht zu gewinnen) und er hielt Hitler mit seinem Größenwahn für am Untergang schuldig, den Rest hielt er weitestgehend für grundsätzlich richtig und der Bundesrepublik für überlegen. Für jeden auch nur etwas links angehauchten, wäre der Mann zweifelsfrei rechtsextrem, aber er war eigentlich ein gebildeter, sanftmütiger und verträglicher Mensch; für mich auch kaum vorstellbar, daß er beispielsweise einen Schwarzen auf Grund seiner Hautfarbe vorsätzlich schlecht behandelt hätte. Ist halt nicht alles immer so einfach.
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