Was ist Begriffs-Highjacking?

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon Heinzz » 26. Nov 2017, 19:29

Hallo

Im Fernsehen habe ich letztes mal gehört wie jemand den Rechten (u.a. Identitäre Bewegung) Begriffs-Highjacking unterstellt hat.

Gibt es eigentlich eine allgemeine Übereinstimmung darüber, was z.B. konservativ, liberal, politisch korrekt, ....
im Sinne einer gesellschaftlichen Diskussion ist?

Ich z.B. möchte in einer liberalen Gesellschaft leben.
Ein Neoliberaler denkt aber eher wirtschafts-liberal,
was jetzt nicht so meine Auffassung vom Zusammenleben ist.
Wie weit ist der Begriff liberal dehnbar?

Manch einer möchte die politische Korrektheit gewahrt sehen.
Andere behaupten Political Correctness sei ein Unterdrückungs-Instrument.

Kann man für eine breite Masse definieren, was sozial, konservativ, liberal, ....... ist,
oder darf da jeder dran drehen wie er will, und diese Begriffe benutzen wie sie ihm gerade passen?

Und was versteht man unter Begriffs-Highjacking?
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon Jacko » 26. Nov 2017, 21:04

Hier

https://www.linguee.de/englisch-deutsch ... cking.html

kannst du mehrere Übersetzungen lesen. Irgendeinen aussagekräftigen Zusammenhang zur Politik sehe ich nicht, das ist dann eher mal wieder eine Begriffsspielerei.
"Die Summe der Interligenz auf dem Planeten ist eine Konstante, aber die Bevölkerung wächst"
(Jean-Luc Picard)


Ich schlaf nicht gern auf weichen Daunen;
denn statt des Märchenwaldes Raunen
hör ich im Traume all die kleinen
gerupften Gänslein bitter weinen.
Sie kommen an mein Bett und stöhnen
und klappern frierend mit den Zähnen,
und dieses Klappern klingt so schaurig...
Wenn ich erwache, bin ich traurig.

Heinz Erhardt
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 28. Nov 2017, 23:44

Um welchen Kontext ging es denn? Es könnte darum gehen, daß Kampfbegriffe der Linksradikalen wie "Nazi", "Rassisten" nun gegen sie selbst eingesetzt werden. Auch vorstellbar wäre der Versuch in Kreisen dieses Experten etablierte Begriffe neu zu besetzen, aber diese Tendenz gibt es doch eher nicht. Denkbar wäre aber auch das Aufgreifen von Themen, etwa "soziale Gerechtigkeit" (nebenbei bemerkt, da steckt "rechts" drin [lach] ) durch die politische Rechte.

Highjacking meint ja letztlich, sich etwas zueignen, an dem man eigentlich kein Recht hat.
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 30. Nov 2017, 19:19

Mit dem letzten Satz kann ich dir nur Recht geben.

Des weitern weiß ich gerade ebenfalls auch nicht um welchen Kontext es nun genau ging/geht.
Wobei es in dem Fall auch daran liegen kann das ich mir bisher noch nicht näher angesehen habe worum es nun genau dabei geht...

Aber Begriffe wie Nazi oder Rassist sind halt nunmal nicht oder eher weniger einfach Kampfbegriffe von Linksradikalen sondern Nationalsozialisten bzw. Leute die rassistisch sind, zumindest eben solche die es auch tatsächlich sind, sind sehr klarer Weise durch ihre Worte/Taten einfach selber schuld an Begriffsfindungen wie eben diesen.
Oder auch anders gesagt man kann solche Begriffe sehrwohl auch verwenden ohne deswegen gleich linksradikal sein zu müssen.

Zwar ist es natürlich auch nicht ausgeschlossen das man es möglicher Weise auch ist, aber linksradikal muß man alleine nur deswegen nunmal noch lange noch nicht gleich sein.
Kann es gedacht werden dann kann es auch gemacht werden. Wenn alle einer Meinung sind, dann können alle Unrecht haben. Wir haben diese Welt von unseren Wölfen nur geliehn. Das Leben ist kein Wunschzuckerponyschleckenhofkonzert.
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 30. Nov 2017, 20:14

Der Begriff Rassismus geht wohl auf Magnus Hirschfeld zurück und ist ein Synonym für einen Anhänger der Rassentheorie bzw. einem (vorwiegend) rassentheoretisch begründeten Weltbild also der Vorstellung, daß es mit dem äußeren Phänotyp gemeinhin mitvererbte kognitive, seelische usw. Komponenten gibt. Hirschfeld lehnte das ab und wollte wohl damit einen Gegenbegriff schaffen. Diese Auffassung ist aber bei ihm möglicherweise nicht konstant vorhanden gewesen, denn Hirschfeld war Eugeniker und Mitglied der Gesellschaft für Rassenhygiene. Die Wende kam bei Hirschfeld, der von der Abstammung Jude und homosexuell war, wohl als er sich mit Schrifftum der NSDAP und ihrem Umfeld auseinandersetzte. Da mögen ihm mögliche Konsequenzen geschwant haben, dazu ist mir aber nichts genaues bekannt.

Das was heute wohl meist unter „Rassismus“ verstanden wird, nannte man früher "Rassenfeindschaft", "Rassendiskriminierung", "Rassenunterdrückung", "Rassenhochmut" oder "Rassenverachtung". "Rassismus" ist aber begriffslogisch eine Weltanschaung die die Rasse als wesentlichen Faktor des Daseins und der Ordnung menschlicher Gemeinschaften annimmt, man vergleiche Katholizismus, Sozialismus, Konservatismus, Liberalismus usw.

Natürlich ist praktisch jeder Völkische im Sinne von Hirschfeld ein Rassist, aber er verfolgt damit noch keine grundsätzlich feindliche Haltung gegenüber Menschen, die fremden Rassen angehören, allerdings ist er in logischer Konsequenz ein Gegner der Migration und Vermischung.

Da es einige Ideologen gibt die nun tatsächlich darauf zielen, durch Rassenvermischung die anthropologisch-genetischen Unterschiede zwischen den Völkerschaften zu verringern und die gewachsenen Völkerschaften aufzulösen, so ist deren Gedankengut letztlich doch gegen den Erhalt gewachsener "Rassengürtel" gerichtet. Und in diesem Sinne wird dann Rassismus eben so definiert, daß es darum gehe das weiße Europa bzw. die weißen Rassen auszurotten. Antirassimus als Rassismus gegen Weiße als Wille die gewachsenen rassischen bzw. völkischen Eiegnheiten zu beseitigen. Und da gibt es tatsächlich einige, die solche Vorstellungen vertreten wie "Krebsgeschwür der Menschheit". Wer nun weiße Menschen als Krebsgeschwür der Menscheit ansieht, die durch Einschlag anderer Rassen entschärft werden müssen, der ist durchaus ein Rassist - sogar im Hirschfeldschen Sinne.

Beim Nazi ist es einfacher gestrickt, da wird dem inflationären Gebrauch dieses Begriffes begegnet, indem man den Angreifer ähnlicher Schmähkritik aussetzt.
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 30. Nov 2017, 20:37

Nein, der Begriff Rassismus geht nicht auf Hirschfeld zurück. Ich bemühe mal die Wikipedia zur Begriffsgeschichte:

Rassismus als soziales und psychisches Phänomen existiert unabhängig von Rassentheorien,[ 24] als rassistisch zu beschreibende Gruppenkonflikte lassen sich bis in die frühe Menschheitsgeschichte nachweisen.[ 4] Rassismus als systematisches Lehrgebäude dagegen entwickelte sich seit dem ausgehenden 18. Jh. im kontinentalen Europa und der angelsächsischen Welt.[ 3]

Der Begriff „Rassismus“ tauchte jedoch erst zu einem Zeitpunkt auf, als am Rassenbegriff oder zumindest an einigen seiner Verwendungen Zweifel aufkamen. Er entstand im frühen 20. Jahrhundert, in der Auseinandersetzung mit völkischen Theorien. In der Endung ‚-ismus‘ sollte sich die Auffassung von Historikern und anderen Autoren niederschlagen, „dass es sich dabei um fragwürdige Ansichten und Überzeugungen handele, nicht um unbestreitbare Naturtatsachen“ (Fredrickson, S. 159).[ 6] Die Rassisten selbst hingegen verstanden sich positiv als Vertreter einer „Rassenkunde“ oder „Rassenlehre“ und lehnten infolgedessen «Rassismus» zur Umschreibung ihrer Ansichten ab (Geiss, S. 17 und 341).[ 4] Meyers Lexikon definierte 1942 Rassismus folgendermaßen:

Rassismus, urspr. Schlagwort des demokr.-jüd. Weltkampfes gegen die völkischen Erneuerungsbewegungen und deren Ideen u. Maßnahmen, ihre Völker durch Rassenpflege zu sichern und das rassisch wie völkisch und politisch-wirtschaftlich zerstörende Judentum sowie anderweitiges Eindringen fremden Blutes abzuwehren und auszuschlagen, als inhuman und ihre Träger als „Rassisten“ zu verleumden.[ 25]

Pionierarbeit in vielerlei Hinsicht leistete Théophile Simar. Sein 1922 erschienenes Werk „Étude critique sur la formation de la doctrine des races au XVIIIe siècle et son expansion au XIXe siècle“ gilt als das erste, in dem die Begriffe „Rassismus“ und „rassistisch“ Anwendung fanden. Darin setzte er sich äußerst kritisch mit der These der germanischen bzw. teutonischen Überlegenheit über die anderen europäischen – besonders die romanischen – Völker auseinander und kam dabei zu dem Schluss, dass derartige Konzepte wissenschaftlich nicht stichhaltig seien und ausschließlich politischen Zwecken dienen (Fredrickson, S. 161–162).[ 6]


https://de.wikipedia.org/wiki/Rassismus ... geschichte

Auch halte ich deine Definition für zu einseitig. Dazu siehe Satz 1 des Zitates.
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 30. Nov 2017, 20:59

Den Wikipedia-Artikel kannte ich, da war er aber nocht weniger umfangreich. Mag sein, daß Hirschfeld nicht der Erste war. Aber wie gesagt, es ist der Gegenbegriff zur Rassentheorie. Die Kritik richtet resultiert hier aber (argumentativ) daraus, daß die Rassentheorien in Frage gestellt werden. Das war die "überzeugt nicht" und noch nicht die "menschenverachtend"-Schiene.
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 30. Nov 2017, 21:14

Nein, das Thema ist umfangreicher als die Frage, ob Rassentheorie nun richtig oder falsch ist. Da sind zwei Ebenen: Zum einen die Rassentheorie, entwickelt von Leuten, die ursprünglich daran geglaubt haben etwas wissenschaftliches zu tun und etwas zu erklären. Das dabei auch welche Hintergedanken gehabt haben und nicht wissenschaftlich, sondern ideologisch gelenkt gearbeitet haben, ok. Das ist die Schiene, die wir heute als "überzeugt nicht" kennen. Weil sie wissenschaftlich überholt ist. Das ist aber nicht der Aufhänger von Rassismus.

Und dann ist da das, was politisch aus der Rassentheorie gemacht wurde. Eine Verknüpfung aus schon vorhandenem Verhalten ("wir sind was Besseres als die" und dem ganzen Rattenschwanz, der daraus nachkommt) und dem Versuch, die eigenen Untaten mit der Wissenschaft zu rechtfertigen. Das ist das, was Wikipedia wie folgt beschreibt:

Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger äußerlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden. Die zur Abgrenzung herangezogenen Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache – aber auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche – werden in der biologistischen Bedeutung als grundsätzlicher und bestimmender Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften gedeutet und nach Wertigkeit eingeteilt. Dabei betrachten Rassisten alle Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, grundsätzlich als höherwertig, während alle anderen (oftmals abgestuft) als geringerwertig diskriminiert werden. Mit solchen Rassentheorien, die angeblich wissenschaftlich untermauert sind, wurden und werden diverse Handlungen gerechtfertigt, die den heute angewandten allgemeinen Menschenrechten widersprechen.


Das ist die Schiene "menschenverachtend" und das ist auch das, was heute allgemein unter Rassismus verstanden wird. Dabei geht es vor allem darum, was aus der (überholten) Rassentheorie gemacht wurde.
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 30. Nov 2017, 21:31

Das hier hatte ich noch geschrieben als Antwort auf die Antwort von meinem vorhergehenden Post von Schreiberling die weiteren Antworten muß ich erst noch nachlesen:

Danke für die umfangreiche Antwort.

Im Moment zumindest möchte ich es aber erst mal etwas einfacher halten.

Der Begriff Rassismus im heutigen Sinne bezeichnet im Endefekt das jemand der rassistisch ist, sich auf Grund vorhandener oder erfundener Unterschiede gegen bestimmte Rassen richtet welche aber nicht ganz unlogischer Weise nicht der eigenen Rasse angehören.

Das kann so weit gehen das man sich in diesen Dingen gegen die solche Leute etwas haben gegen alle Rassen ausser der eigenen Rasse richtet.

Der Begriff Nazionalsozialismus im heutigen Sinne wiederum bedeutet über den Daumen gepeilt das Leute die nationalsozialistisch sind vor allem oder auch nur der eigenen Rasse bzw. Nation gegenüber sozial und zu anderen Rassen bzw. Nationen eher unsozial sind.

Letzten Endes geht beides wie man es auch dreht und wendet mehr oder weniger in einander über so das sich nicht selten auch bereits ohne langes Suchen in nazionalsozialistischem rassistische Tendenzen und im rassistischen nationalsozialistische Tendenzen erkennen oder finden lassen.

Aber nun zu dem worauf ich dabei zunächst hinweisen möchte darauf das jede/r wo dem entsprechendes (Nationalsozialismus/Rassismus) an den Tag legt gut und gerne auch als eben solche/r (Nazi/Rassist) bezeichnet werden kann ganz unabhängig wo diese/r auch immer herkommt welcher Rasse er sie auch immer angehört.

Das beinhaltet daher um das erst mal festzuhalten als ein Beispiel natürlich auch das ein schwarzer sich genauso rassistisch/nationalsozialistisch einem weißen gegenüber wie auch ein weißer gegenüber einem schwarzen rassistisch/nationalsozialistisch verhalten könnte.

Ja so weit erst mal.
Zuletzt geändert von g_b_w am 30. Nov 2017, 21:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was ist Begriffs-Highjacking?

Ungelesener Beitragvon samsa » 30. Nov 2017, 21:32

Nuja, Wikipedia in allen Ehren, aber für geisteswissenschaftliche Definitionen ist das eher untauglich (die naturwissenschaftlichen Artikel haben durchweg ein höheres Niveau). Bei der Wikipedia-Definition wird übersehen, dass der Rassismus-Begriff im akademischen Gebrauch längst ausgeweitet wurde und nicht zuletzt durch die Einführung des Konzepts von "strukturellem Rassismus" auch unabhängig von Ideen der Höher- und Minderwertigkeit definiert wird. Ich habe im Studium satte 10 verschiedene Rassismusdefinitionen auswendig gelernt. Mein Lieblingsbeispiel für "strukturellen Rassismus" sind bis heute Pflaster. Die seien nämlich rassistisch, weil es in Europa nur helle hautfarbene Pflaster gebe. Erst diese Ausweitung und Aushöhlung des Rassismus-Begriffs hat es möglich gemacht, dass er heute unreflektiert als politischer Kampfbegriff gebraucht wird und man sich dabei immer auf irgendeinen wichtigen Denker berufen kann.

Abgesehen davon hat Chef schon Recht.
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