Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon samsa » 6. Sep 2017, 19:56

PS: Slomka hat sich den anderen gegenüber, finde ich, auch nicht besser verhalten. Die ist halt einfach keine fähige Moderatorin (moderare = mäßigen). Das musste auch schon Sigmar Gabriel feststellen, und der ist kein AfDler.


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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Lillith » 6. Sep 2017, 20:04

Sie ist ja bezeichnenderweise nicht gegangen, als Slomka was gesagt hat, sondern als Scheuer Höcke einen Rechtsextremen nannte. Dass so ein Vorwurf irgendwann kommt, war abzusehen. Ich gehe jede Wette ein, dass dieser Auftritt der AfD nicht geschadet hat. Risiko gehört zu jeder Strategie.


Das allein hätte nicht zu ihrem Abgang geführt. Davor wurde sie bereits systematisch von unsachlichem Dazwischengequatsche von Maas und Scheuer abgewürgt. Außerdem von einer parteiischen Moderatorin.
Man muss sich das nur einmal ansehen was da passierte und wie lange Frau Weidel versucht hatte mal in Ruhe ihre Standpunkte darzulegen, was ihr unmöglich gemacht wurde, im Gegensatz zur Kipping (Linke) mit der die CDU ja auch nicht koalieren will.

Nun versucht Bosbach, den ich immer sehr schätzte, weil er ebenfalls regierungskritisch und nachvollziehbar argumentierte, sich selbst als den großen Ausnahme-Talkshowverlasser darzustellen.
Er hätte besseren Stil bewiesen, wenn er sich nicht dazu geäußert hätte.
DAS nenne ich Insszenierung.
Und ER wurde nicht mal persönlich angegriffen, er konnte sich die Meinung der Dithfurt nur nicht mehr reinziehen.
ER ist wie ein beleidigter kleiner Junge aufgesprungen weil EINE Person seiner Meinung nach nervte.
Er stellt sich nun als was Besseres dar.

Frau Weidel ist gegangen, weil man ihren Parteikollegen zu allem anderen und zu guter Letzt auch noch als rechtsradikal hingestellt hat. Dabei haben wir doch schon eindeutig festgestellt, dass die AFD nicht rechtsradikal ist, oder ?
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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon samsa » 6. Sep 2017, 20:25

Mal gucken:
https://www.youtube.com/watch?v=Z31MIMZuDvw

17:35
Slomka unterbricht Maas
19:01
Slomka fällt mehrfach Scheuer ins Wort
24:50
Slomka fällt Weidel ins Wort
26:00
Slomka unterbricht Scheuer
28:38
Von der Leyen fällt Kipping ins Wort
40:50
Kipping fällt Weidel ins Wort
40:56
Slomka fällt Weidel ins Wort (nach ihrer Aussage "Einzelfall", die natürlich auch ein bisschen daneben war)
55:06
Slomka fällt Scheuer ins Wort
57:10
Maas fällt Weidel ins Wort
58:11
Slomka fällt Weidel ins Wort
1:02:22
Scheuer fällt Trittin ins Wort
1:02:43
Slomka fällt Trittin ins Wort
1:03:57
Trittin fällt Scheuer ins Wort
1:04:45
Weidel fällt Scheuer ins Wort

Also sorry, aber über weite Strecken war das normales Wahlkampf-Geplänkel. Klar war die Moderation von Slomka unter aller Sau. Aber entweder Weidel ist nicht durchsetzungsfähig genug für solche Debatten oder sie hat ihren Abgang geplant. Dass sie jetzt hier nur das arme Opfer gewesen wäre, auf dem alle rumgehackt hätten, kann ich nicht erkennen.
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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Heinzz » 6. Sep 2017, 20:29

Funktioniert das eigentlich oft?
- Bewußter Tabubruch durch ein AfD-Mitglied
- Abwarten einer Reaktion
-Inszenierung als Opfer von Political Correctness

Geht das jetzt immer so weiter, oder sagen dann jedesmal Gerichte Stop
wenn gezielt menschenverachtende Sprüche, Begriffe, ...., öffentlich geäußert werden

Wie oft kann man so was machen, bis das Muster erkannt wird und die Aktion nicht mehr zieht?
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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Lillith » 6. Sep 2017, 20:38

Jacko hat geschrieben:
Stop, hierauf bin ich noch nicht eingegangen.
Auch von Gabriel ist das nicht okay und für mich eher die Schwäche, Rückrat zu wahren.


Ach so, das ist dann nur "nicht okay". Aha. Ein Stilfehler, also, der es nicht mal wert gewesen ist in den Medien breitgetreten zu werden. Die Aussage Gabriels kennt man nicht mal, nicht wahr ? Hat man wenn, dann geflissentlich überlesen. Ist ja nicht so schlimm.


Jacko hat geschrieben:Hier weiß ich nicht, wo du Mobbing entdeckst, wenn in Diskussionsrunden Parteianhänger der AfD durch ihre eigenen Aussagen so ins Licht stellen, dass bald der blindeste sieht, was sich hinter der Fassade befindet.

Bitte etwas konkreter ?

Um jetzt nicht jeden einzelnen Satz aufgreifen zu müssen, möchte ich hier mal zusammenfassen: Egal, welche Äusserungen in vergleichbarer Form von irgendjemand gemacht wurde, dies jetzt gegenüber zu stellen und abzuwägen, ist mir zu viel. Es reicht generell zu sagen, dass es von beiden Seiten nicht okay ist. Eine Entgleisung, die egal von wem nicht zu dulden ist. Punkt.


Und dennoch wird es geduldet oder kannst du dich erinnern, dass Gabriel medial angeprangert wurde ?
Aber ich akzeptiere, wenn es dir zuviel ist.

Aber nochmal zu Gauland, Höcke und Weidel:
Es sind nicht die einzelnen Aussagen, die irgendwann mal in den Raum gestellt wurden, es ist die gesamte Tendenz, die die Partei seit dem Abtreten von Lucke einnimmt. Sie haben teils gute Ansätze in ihrem Programm, doch forscht man etwas nach, stellt man fest, dass vieles nicht so schön ist, wie es sich anhört und oftmals auch nur mit Rückschritt verbunden wäre.


Und was ist an den anderen Programmen schön ? Und es geht nicht darum was "schön" ist sondern was nachvollziehbar klingt.
Hinsichtlich dessen sind die Programme ALLE gleich, sogar ein Programm der Linken kann ich als nachvollziehbar erkennen.
Welche Tendenzen haben denn die anderen Parteien, dass sie dir wählbar erscheinen ? Ich meine du sagst die AFD wäre dir eine Zeit lang sogar als wählbar erschienen, da hatte sie aber genau dieselben Personalien wie jetzt, nichts hat sich geändert. Was ist passiert ?

Sie haben teils gute Ansätze in ihrem Programm, doch forscht man etwas nach, stellt man fest, dass vieles nicht so schön ist,

Wie sieht denn dein Nachforschen aus ? Hast du dich mal mit einem besser mehreren von der AFD unterhalten oder mal einen Themenabend mit Petry geschaut ? Dich mal mit anderen auseinandergesetzt die AFD wählen und warum sie es tun ?

Bestes Beispiel, kurz bevor Weidel gestern die Diskussionsrunde verlassen hat, warf sie Zahlen über Kriminalität in den Raum, die schlichtweg nicht stimmten!

Bitte stelle doch mal deine recherchierten Zahlen hier ein. [aa

Und dieses vordergründige Gute für Deutschland ist einfach so Altlastenbehaftet und erwiesenermaßen nicht funktionell, dass ich eine Überreaktion gegenüber den Äusserungen durchaus verstehen kann.

Bitte WAS denn ????

Anderes Beispiel: Sarah Wagenknecht stellte eine Frage an Weidel, wie sie zu den bekannt rechtsradikaleren Kollegen aus Ihrer Partei stehe, kam eine Aussage, die war sowas von schwammig und ausweichend und nicht mit einem Wort die Sache angesprochen. Klar, sie selbst wird auch zu den etwas radikaleren Anhängern gezählt.

Schwammig und ausweichend....und das kritisierst du bei der Weidel, die selbst für den Ausschluss Höckes zusammen mit Petry und von Storch unterzeichneten? Und wie ist es mit Merkel oder anderen schwammigen Äußerungen anderer Politiker die dir wählbarer erscheinen ? Siehe das Kanzlerduell im Hinbick auf den Familiennachzug und dann ihre Ambivalenz was Erdogan betrifft ?

In eigener Sache:
Es gab eine Zeit, da fand ich die Orientierung der AfD tatsächlich gut! Und ja, ich habe damals damit gespielt, dieser Partei meine Stimme zu geben.

Ach ja ? warum ?
Sind die Gründe dafür denn nun alle obsolet ?
Welche Gründe hast du gesehen ?

..... Jetzt wäge ich ab: Eine Partei wählen, die tendenziell in eine Richtung geht, die ich nicht will? Oder eine Partei, die mir mein Geld schlimmstenfalls kürzen will? Oder die, die keine Rücksicht auf Natur und Menschen nimmt, Hauptsache der Profit stimmt?


CDU ?
FDP ?
SPD ?
Linke ?
Grüne ?
AFD ?

Ich weiß mittlerweile nur eins: AfD nein Danke.


Na, es klingt für mich sehr danach, dass du auch zu den anderen Parteien nicht "ja bitte" sagst.
Aber eine davon wirst du wählen, zu der du auch eigentlich "nein danke" sagst in der Hoffnung, dass es nichts anrichten wird.
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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Lillith » 6. Sep 2017, 20:41

samsa hat geschrieben:
Also sorry, aber über weite Strecken war das normales Wahlkampf-Geplänkel. Klar war die Moderation von Slomka unter aller Sau. Aber entweder Weidel ist nicht durchsetzungsfähig genug für solche Debatten oder sie hat ihren Abgang geplant. Dass sie jetzt hier nur das arme Opfer gewesen wäre, auf dem alle rumgehackt hätten, kann ich nicht erkennen.


Ich gebe zu: die Petry ist um Weiten besser in ihrer Argumentationsfähigkeit, als Frau Weidel.
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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Lillith » 6. Sep 2017, 20:42

Heinzz hat geschrieben:Funktioniert das eigentlich oft?
- Bewußter Tabubruch durch ein AfD-Mitglied
- Abwarten einer Reaktion
-Inszenierung als Opfer von Political Correctness

Geht das jetzt immer so weiter, oder sagen dann jedesmal Gerichte Stop
wenn gezielt menschenverachtende Sprüche, Begriffe, ...., öffentlich geäußert werden

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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Jacko » 6. Sep 2017, 21:14

Lillith hat geschrieben:
Jacko hat geschrieben:
Stop, hierauf bin ich noch nicht eingegangen.
Auch von Gabriel ist das nicht okay und für mich eher die Schwäche, Rückrat zu wahren.


Ach so, das ist dann nur "nicht okay". Aha. Ein Stilfehler, also, der es nicht mal wert gewesen ist in den Medien breitgetreten zu werden. Die Aussage Gabriels kennt man nicht mal, nicht wahr ? Hat man wenn, dann geflissentlich überlesen. Ist ja nicht so schlimm.
Wie bist du denn drauf? Annahmen treffen und Unterstellungen machen...

Jacko hat geschrieben:Hier weiß ich nicht, wo du Mobbing entdeckst, wenn in Diskussionsrunden Parteianhänger der AfD durch ihre eigenen Aussagen so ins Licht stellen, dass bald der blindeste sieht, was sich hinter der Fassade befindet.

Bitte etwas konkreter ?
Grenzen dicht machen, eigene Währung einführen, ...

Um jetzt nicht jeden einzelnen Satz aufgreifen zu müssen, möchte ich hier mal zusammenfassen: Egal, welche Äusserungen in vergleichbarer Form von irgendjemand gemacht wurde, dies jetzt gegenüber zu stellen und abzuwägen, ist mir zu viel. Es reicht generell zu sagen, dass es von beiden Seiten nicht okay ist. Eine Entgleisung, die egal von wem nicht zu dulden ist. Punkt.


Und dennoch wird es geduldet oder kannst du dich erinnern, dass Gabriel medial angeprangert wurde ?
Aber ich akzeptiere, wenn es dir zuviel ist. Kann dir nicht folgen. Du reisst hier einen Satz aus dem Zusammenhang und reitets darauf rum. Ich habe klar gesagt, dass ich es nicht okay finde. Was soll ich noch machen???

Aber nochmal zu Gauland, Höcke und Weidel:
Es sind nicht die einzelnen Aussagen, die irgendwann mal in den Raum gestellt wurden, es ist die gesamte Tendenz, die die Partei seit dem Abtreten von Lucke einnimmt. Sie haben teils gute Ansätze in ihrem Programm, doch forscht man etwas nach, stellt man fest, dass vieles nicht so schön ist, wie es sich anhört und oftmals auch nur mit Rückschritt verbunden wäre.


Und was ist an den anderen Programmen schön ? Und es geht nicht darum was "schön" ist sondern was nachvollziehbar klingt.
Hinsichtlich dessen sind die Programme ALLE gleich, sogar ein Programm der Linken kann ich als nachvollziehbar erkennen.
Welche Tendenzen haben denn die anderen Parteien, dass sie dir wählbar erscheinen ? Ich meine du sagst die AFD wäre dir eine Zeit lang sogar als wählbar erschienen, da hatte sie aber genau dieselben Personalien wie jetzt, nichts hat sich geändert. Was ist passiert ? Ich habe nie gesagt, dass automatisch die anderen Parteien mir als wählbar rüberkommen. Und was passiert ist? Stück für Stück kamen alte Kamellen an den Tag, die wieder zeigten, in welche Richtung die AfD tendiert. Zumindest für mich. Ob du das erkannt hast oder erkennen kannst oder auch erkennen willst, weiß ich nicht. Ich kann nur für mich sprechen.

Sie haben teils gute Ansätze in ihrem Programm, doch forscht man etwas nach, stellt man fest, dass vieles nicht so schön ist,

Wie sieht denn dein Nachforschen aus ? Hast du dich mal mit einem besser mehreren von der AFD unterhalten oder mal einen Themenabend mit Petry geschaut ? Dich mal mit anderen auseinandergesetzt die AFD wählen und warum sie es tun ? Sowohl als auch. Nachforschung auch in dem Rahmen, dass man sich über viele Einzelpersonen Infos einholt für sich bewertet. Was also für ein Nogo sein kann, muss es nicht automatisch für dich sein. Deswegen kommt man auf diesem Weg nicht zur Konsens.

Bestes Beispiel, kurz bevor Weidel gestern die Diskussionsrunde verlassen hat, warf sie Zahlen über Kriminalität in den Raum, die schlichtweg nicht stimmten!

Bitte stelle doch mal deine recherchierten Zahlen hier ein. [aa

Und dieses vordergründige Gute für Deutschland ist einfach so Altlastenbehaftet und erwiesenermaßen nicht funktionell, dass ich eine Überreaktion gegenüber den Äusserungen durchaus verstehen kann.

Bitte WAS denn ???? Leicht zu beantworten: Deutschland ist Exportweltmeister. Die Einführung einer eigenen Währung würde über Kurz oder lang die Geschäfte mit Deutschland verschlechtern, was allen nicht zu gut kommt. Dieses allerdings will ich hier und kann ich hier nicht "beweisen", denn es hat viele Stunden gedauert, bis ich in der Vielzahl der Beiträge, die ich gelesen habe, diesen Zusammen irgendwann verstanden hatte.

Anderes Beispiel: Sarah Wagenknecht stellte eine Frage an Weidel, wie sie zu den bekannt rechtsradikaleren Kollegen aus Ihrer Partei stehe, kam eine Aussage, die war sowas von schwammig und ausweichend und nicht mit einem Wort die Sache angesprochen. Klar, sie selbst wird auch zu den etwas radikaleren Anhängern gezählt.

Schwammig und ausweichend....und das kritisierst du bei der Weidel, die selbst für den Ausschluss Höckes zusammen mit Petry und von Storch unterzeichneten? Und wie ist es mit Merkel oder anderen schwammigen Äußerungen anderer Politiker die dir wählbarer erscheinen ? Siehe das Kanzlerduell im Hinbick auf den Familiennachzug und dann ihre Ambivalenz was Erdogan betrifft ? Die Kritik am Einen heisst nicht automatisch, dass ich das Andere gut finde! Also bitte die Kirche im Dorf lassen!

In eigener Sache:
Es gab eine Zeit, da fand ich die Orientierung der AfD tatsächlich gut! Und ja, ich habe damals damit gespielt, dieser Partei meine Stimme zu geben.

Ach ja ? warum ?
Sind die Gründe dafür denn nun alle obsolet ?
Welche Gründe hast du gesehen ?

Es wird schwierig sein, das halbwegs in Kürze zu Papier zu bringen, zumal man jedes Mal einen halben Roman rückwirkend machen müsste.
Anfangs fand ich es gut, dass es da eine Partei gab, die nicht blind dem Amerikanismus hinterher läuft, sondern selber wieder die Fäden hier und da in die Hand nehmen wollte. Und ja, ich dachte auch mal, der Austritt aus der EU wäre nicht ganz so verkehrt. Heute weiß ich, dass der Austritt aus der EU fatale folgen für uns Bürger und Wirtschaft bedeuten würde, weil die Hälfte unseres Geldes durch Geschäfte mit der EU entspringt.

Es sind sicherlich auch alle Gründe nicht obsolet, aber sie haben im Zuge der Entwicklung für mich in meinem Umfeld und meiner Lebenseinstellung an Bedeutung verloren, sei es aus Erkenntnissen, die ich für mich machte, sei es einfach, dass die Wünsche und Forderungen der AfD sich einfach nicht mehr mit meinem Weltbild harmonierten. Übrigens genauso wenig wie Teilaussagen mit der FDP und den gewaltbereiten Linken.


..... Jetzt wäge ich ab: Eine Partei wählen, die tendenziell in eine Richtung geht, die ich nicht will? Oder eine Partei, die mir mein Geld schlimmstenfalls kürzen will? Oder die, die keine Rücksicht auf Natur und Menschen nimmt, Hauptsache der Profit stimmt?


CDU ?
FDP ?
SPD ?
Linke ?
Grüne ?
AFD ?

Ich weiß mittlerweile nur eins: AfD nein Danke.


Na, es klingt für mich sehr danach, dass du auch zu den anderen Parteien nicht "ja bitte" sagst.
Aber eine davon wirst du wählen, zu der du auch eigentlich "nein danke" sagst in der Hoffnung, dass es nichts anrichten wird.


Und genau da bin ich mir selber noch nicht sicher! In der Tat schreie ich nicht automatisch "Ja bitte", nur weil ich mittlerweile genau weiß, wer nicht!
Und auch zum letzten Teil des Satzes hadere ich sehr, weil ich eben genau dieses nicht machen möchte, eine eigenmtlich nicht gewollte Partei nur zum trotz wählen. Wenn ich eine Stimme abgebe, dann muss ich für mich wenigstens in Konsens gehen können und notfalls zu meiner Entscheidung stehen. Wobei wir hier wieder an dem Punkt stehen, wie ich damals bei der AfD, als ich erkannte, dass ich mich falsch entschieden hatte.
"Die Summe der Interligenz auf dem Planeten ist eine Konstante, aber die Bevölkerung wächst"
(Jean-Luc Picard)


Ich schlaf nicht gern auf weichen Daunen;
denn statt des Märchenwaldes Raunen
hör ich im Traume all die kleinen
gerupften Gänslein bitter weinen.
Sie kommen an mein Bett und stöhnen
und klappern frierend mit den Zähnen,
und dieses Klappern klingt so schaurig...
Wenn ich erwache, bin ich traurig.

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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon Heinzz » 6. Sep 2017, 21:37

Lillith hat geschrieben:
Heinzz hat geschrieben:
..........

(Nürnberg ist belastet als Stadt der Reichsparteitage, auch durch die Verkündigung "Nürnberger Rassengesetze" v. 1935)


Und die AFD ist also nationalsozialistisch geprägt ? Soll das hier diesen Anschein implizieren und die Verbindung erklärend belegen ?
Es gibt einen großen Unterschied zwischen Nationalsozialisten und Patrioten.

Und es gibt auch einen Unterschied zwischen der Völkischen Bewegung auf deren Grundlage der Nationalsozialimus fusste und den Bürgern, die vor allem die massenhafte unkontrollierte Zuwanderung kritisieren, in deren Folge auf vor allem exorbitante finanzielle Anforderungen und religiöse/ kulturelle Probleme aufmerksam gemacht wird, die inzwischen nicht mal mehr unsere Kanzlerin leugnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkische_Bewegung

Die Bewegung strebte auf rassenideologischer Grundlage (antisemitisch, antislawisch, antiziganistisch, antiromanisch) nach einer antiegalitären, militaristischen, männerzentrierten, (berufs‑)ständisch organisierten Gesellschaft, die in einer „germanisch-christlichen“ oder neuheidnischen „arteigenen“ Religion fundiert sein sollte. Sie hatte in vielen Fällen – basierend auf einem germanenideologischen Wertesystem – einen „Rassestaat“ mitteleuropäischen oder einen Staatenbund pangermanischen Zuschnitts zum Ziel.


Ich kann keine rassenideologische Grundlage erkennen, Antisemitismus wird vor allem von Teilen des Islam propagiert, nicht seitens des Christentums, schon gar nicht des heutigen, zumal viele Menschen sowieso nicht religiös sind.
Besteht hier in Deutschland seitens der Deutschen die gefahr einer männerzentrierten Ideologie ?
Sind die Deutschen militaristisch ?
Ist in irgendeiner Form von Rassenideologie die Rede ?

Ich erinnere an die Forderungen der AFD nach Volksentscheiden gem. Schweizer Vorbild und einem Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild.

Sind die Ungarn nationalsozialistisch weil sie sich konkret weigern Flüchtlinge aufzunehmen ?
Sollen jetzt die Ungarn aus der EU ?
Droht uns seitens Ungarns ein neues Drittes Reich ?
Nein ? Sehr richtig.


Patriotismus

https://de.wikipedia.org/wiki/Patriotismus

Als Patriotismus wird eine emotionale Verbundenheit mit der eigenen Nation bezeichnet. Im Deutschen wird anstelle des Lehnwortes auch der Begriff „Vaterlandsliebe“ synonym verwendet.

Diese Bindung wird auch als Nationalgefühl oder Nationalstolz bezeichnet und kann sich auf ganz verschiedene als Merkmale der eigenen Nation angesehene Aspekte beziehen, etwa ethnische, kulturelle, politische oder historische.

Im Unterschied zu einer historisch-kulturellen Bindung steht der Verfassungspatriotismus für das positive Bekenntnis zu den in einer staatlichen Verfassung verankerten übernationalen ethischen und politischen Grundrechten und Wertvorstellungen. Diese beziehen sich in der Tradition westlicher Rechtsstaaten auf die unveräußerliche Menschenwürde und davon abgeleitete Menschenrechte, für die universale Geltung beansprucht wird.

Patriotismus wird heute allgemein vom Nationalismus und dem Chauvinismus abgegrenzt, insofern Patrioten und Patriotinnen sich mit dem eigenen Volk und Land identifizieren würden, ohne dieses über andere zu stellen und andere Völker ausdrücklich abzuwerten.......

........Diese als Macht von unten aufgefasste Volksherrschaft hat sich seit der Amerikanischen Revolution von 1776 und der Französischen Revolution von 1789 langfristig in den meisten europäischen Staaten als Verfassung und Selbstverständnis durchgesetzt



Wer jetzt noch meint die AFD und ihre Wähler wären das Eine, obwohl genau das Andere der Fall ist, im Übrigen bitte mir Blick auf Ungarn, der soll mir das erklären und sachlich belegen.


Dem Nürnberger Oberbürgermeister geht es darum Schaden von der Stadt abzuwenden.
Es geht darum das Äußerungen die abwertend, herabwürdigend, menschenverachtend , ... sind,
sich dann irgend einmal darin niederschlagen, das Menschen tatsächlich verachtet werden.

In Nürnberg wurden in der Zeit des Faschismus Reden gehalten, die dazu geführt haben,
das tatsächlich Menschen verachtet, angegangen, getötet wurden.

Man muß nicht zwingend ns-faschistisch sein,
Menschenverachtung in Reden führt u.U. zu Taten von irgendwelchen Sympathisanten.

In einer Stadt, in der Nazigrößen folgenreiche Reden gehalten haben,
schaut man als Bürgermeister vielleicht besser hin, wenn jemand von der AfD meint man müsse den Stil ändern
wie über Leute gesprochen wird.
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Re: Redeverbot für Gauland bei Veranstaltung in Nürnberg

Ungelesener Beitragvon samsa » 7. Sep 2017, 10:26

Ich gebe zu: die Petry ist um Weiten besser in ihrer Argumentationsfähigkeit, als Frau Weidel.

Politik ist ein Haifischbecken. Jede Schwäche des Konkurrenten wird ausgenutzt. Das macht die AfD ja grundsätzlich auch nicht anders. Das muss man entweder rhetorisch überwinden können (jemand wie, sagen wir mal, Franz-Josef Strauß hätte sich nicht unterbuttern lassen) oder man deutet es in eine Stärke um und inszeniert sich bewusst als Opfer.

Mag sein, dass Weidel einfach nicht die am meisten geeignete Person als Spitzenkandidatin ist. Aber da kommt das Personalproblem der AfD wieder zum Tragen: Der Partei fehlt es an durchsetzungsfähigen, populären Charismatikern. Ja, die haben andere Parteien auch nicht, aber die haben zumindest Personal, das eine gewisse Seriosität ausstrahlt. Da mangelt es der AfD und das macht es dem politischen Gegner leicht, sie immer wieder in die Schmuddelecke zu rücken. Mit den richtigen Leuten hätte die AfD locker ein Wählerpotenzial von 20% und würde sich nicht durch dumme Provokationen immer wieder selbst disqualifizieren (man entsorgt keine Menschen, basta).

Siehe auch diesen guten und recht ausgewogenen Artikel, der gerade gestern in der FAZ erschien:
http://www.faz.net/aktuell/politik/bund ... 86566.html

Zitat daraus:

Von vielen Kandidaten aus dem Westen ist allerdings noch wenig bekannt. Eine erkleckliche Zahl sind solide Mittelständler und leitende Angestellte, vom Habitus und der politischen Sozialisation wohl der FDP näher als ihren radikalen Parteifreunden. Eine echte Führungsfigur aber haben diese Gemäßigten nicht.
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