Vögel füttern im Winter

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Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon jasmin » 30. Dez 2010, 17:43

Füttert ihr eigentlich die Vögel im Winter?

Mir ist auch aufgefallen, dass die Vögel im Winter schon zu den Balkons fliegen und nach Nahrung suchen. Als wenn sie sich schon daran gewohnt hätten.
Was würde nur passieren mit den Vögeln wenn kein Mensch im Winter Meisenknödel oder Körner mehr aufhängt. [hmmm]
Im Winter versorgen viele Deutsche wild lebende Vögel mit Futter - und sorgen damit für einen Expertenstreit. Einige warnen vor Krankheitsgefahren und Verhaltensänderungen. Andere sehen es als moralische Pflicht. Tatsächlich kann das Füttern zur Entstehung neuer Vogelarten führen.

Im Winter entdecken viele Menschen ihr Herz für Tiere, kaufen Meisenknödel und Körner, um die daheimgebliebenen Vögel zu versorgen. Im Durchschnitt geben die Deutschen dafür 15 Millionen Euro jährlich aus, in diesem Jahr dürfte es angesichts des harten Winters noch etwas mehr werden. Obwohl das winterliche Vogelfüttern längst zu einem Massenphänomen geworden ist, entfacht sich jedes Jahr aufs Neue ein Streit unter Vogelexperten.

Der Deutsche Naturschutzbund (Nabu) warnt vor den Gefahren des Fütterns: Die Piepmätze könnten sich im dichten Gedränge um die Futterstelle gegenseitig mit Krankheiten anstecken. Die Organisation billigt die Vogelspeisung daher nur bei geschlossener Schneedecke oder Frost.

Der emeritierte Professor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen, Peter Berthold, hält das Füttern dagegen für "unsere moralische Pflicht" und sähe es am liebsten, wenn nicht nur im Winter, sondern das ganze Jahr über Körner gestreut würden. Schließlich hätten wir die Landschaft so stark verändert, dass die Vögel nicht mehr genug Nahrung fänden.

Fakt ist, dass das Verhalten des Menschen das der Vögel beeinflusst. Das belegt auch eine neue Studie, die Zoologen der Universität Basel kürzlich im Fachblatt "Animal Behaviour" veröffentlicht haben. Demnach fangen gefütterte Kohlmeisenmännchen durchschnittlich 20 Minuten später an zu singen als Artgenossen, die sich ihr Futter selbst suchen müssen. Die Wissenschafter haben ihre Ergebnisse daher so zusammengefasst: "Wer Vögel füttert, kann morgens länger schlafen."

Die ersten Kohlmeisen beginnen schon kurz nach Weihnachten, wenn die Tage wieder länger werden, ihren Gesang zu üben. Im Frühjahr zwitschern die Männchen dann um ihr Revier zu verteidigen und Weibchen anzulocken.

Das Schweizer Forscherteam um Katja Saggese stattete im März 2007 14 Meisenreviere im Stadtgebiet von Oslo mit Futtersilos und Meisenknödeln aus; genauso viele Reviere dienten als Vergleichgruppe und blieben unbestückt. Jeweils vor der Fütterung, am Ende der zweiwöchigen Fütterungszeit und nochmals zwei Wochen danach nahmen die Forscher den Gesang der Männchen mit Richtmikrofonen auf - je eine Stunde vor und nach Sonnenaufgang.

quelle: www.spiegel.de
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon salt » 8. Jan 2013, 13:41

Als Kind habe ich das immer gemacht, meine Mutter füttet sie noch immer, nur das Vogelhäuschen ist schon längst nicht mhr das Gleiche.
Noch lebt mein Körper, noch bin ich da! Noch schreit mein Geist, doch es ist jeden egal! Noch kämpfe ich, doch wielange noch!
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon Speedy Harmonie » 23. Nov 2015, 21:07

Ich habe es bisher noch nicht gemacht, würde es aber mal gerne machen. Nur ich weiß nicht, ob ich auch loses Futter auslegen soll. Nicht, dass das andere Tiere anzieht wie Ratten etwa.
Manche Taten sind gewollte Gedanken!
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon Lichterflug » 7. Nov 2017, 23:43

Ich füttere ganzjährig mit so einer Ganz-Jahres-Körnermischung. Im Winter hänge ich dann zusätzlich sowas wie Maisenknödel und -Ringe auf.
In unseren Garten kommen im Winter auch Fasanen, die füttere ich auch. Manchmal holen sie sich auch das, was die Vögel aus dem Fautterhaus schmeissen.

Hier ist ein männlicher Fasan in unserem Vorgarten und wartet darauf, dass die Vögelchen etwas aus dem Futterhaus werfen. :)

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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 8. Nov 2017, 00:56

Ich habe letztens in kurzer Abfolge Berichte über das massenhafte Insekten- und Vogelsterben in Deutschland gelesen. Daraufhin meinte einer (Naturschützer oder Ornitologe), man solle doch nun die Vögel systematisch füttern... Fragt sich bloß, ob die steigende Vogelpopulation dann nicht den Insekten den Rest gibt.

Ich persönlich glaube zwischenzeitlich, daß man da lieber die Natur sich selbst regulieren läßt, statt einzugreifen.
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon Lichterflug » 8. Nov 2017, 01:13

Viele Vogelarten können sich leider nicht selbst regulieren. Wir leben nicht in einer Naturlandschaft, sondern in einer Kulturlandschaft. Wir greifen durch Landwirtschaft und Bau schon massiv in unsere Umwelt ein und veränderten dadurch den Lebensraum unserer heimischen Vogelarten.
Nur zu füttern bringt aber natürlich nichts. Für die Aufzucht ihrer Jungen brauchen Vögel Insekten. Man muss also auch Insekten Lebensraum bieten, damit diese sich wieder stärker vermehren.
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon darkhexlein » 8. Nov 2017, 09:19

Ich habs versucht - war aber vergebene Liebesmühe. Kein einziges meiner schicken extra im Frühjahr aufgestellten Insektenhotels wurde bezogen. Kaum eine der Millionen Obstbaumblüten wurde bestäubt. Ich sah diesen Sommer erstmals keinen Schwarm der stets gern gesehenen Rauchschwalben fliegen ...
Die doofen Blau- und Kohlmeisen holen sich im Sommer und Herbst kiloweise Sonneblumenkörner - sind aber jeden Winter ab der ersten Schneeflocke spurlos verschwunden. Verkehrte Welt.
(aktuell große Mückenschwärme im warmen feuchten Keller, in der Bodenkammer fette Schmeißfliegen nach draußen drängelnd - auf dem Boden liegen vertrocknete tote große Spinnen ... Parallel-Universum)
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 8. Nov 2017, 10:51

Insekten gab es dieses Jahr tatsächlich wenig. Schwalben gibt es bei uns dagegeen. Nicht in großen Schwärmen, aber auch das ist eine Tendenz der letzten Jahre und schon länger zu beobachten. Das die Insekten und Spinnen mit hereinbrechendem Herbst und Winter lieber drinnen statt draußen leben ist schon immer so. Da sist auch in Gebieten so, wo es draußen viele Insekten gibt. Die "vertrockneten Spinnen" könnten auch Häute sein. Spinnen häuten sich wie Schlangen, zumindest viele von denen, die es bei uns so gibt.

Vögel verhalten sich unterschiedlich, sind aber in den allermeisten Fällen nicht doof. Meisen bleiben bei uns den ganzen Winter über im Garten. Es sei denn, es wird richtig kalt (weniger als -20°C), dann fliegen sie, wie all die anderen kleinen Vögel auch, eher an geschützte Stellen in den Wald. Die Finken dagegen sieht man den ganzen Sommer über überhaupt nicht. Die kommen erst in Gruppen aus dem Wald, wenn Schnee liegt und sie dort nichts mehr finden. Insbesondere Grünfinken machen das, aber auch Buchfinken und Kernbeißer.
Experience is directly proportional to the amount of equipment ruined.
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Und wenn der ganze Schnee verbrennt, die Asche bleibt uns doch.
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon Lichterflug » 8. Nov 2017, 14:41

darkhexlein hat geschrieben:Ich habs versucht - war aber vergebene Liebesmühe. Kein einziges meiner schicken extra im Frühjahr aufgestellten Insektenhotels wurde bezogen. Kaum eine der Millionen Obstbaumblüten wurde bestäubt. Ich sah diesen Sommer erstmals keinen Schwarm der stets gern gesehenen Rauchschwalben fliegen ...
Die doofen Blau- und Kohlmeisen holen sich im Sommer und Herbst kiloweise Sonneblumenkörner - sind aber jeden Winter ab der ersten Schneeflocke spurlos verschwunden. Verkehrte Welt.
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Ich habe neulich gelesen, dass die im Handel erhältlichen Insektenhotels eher ungeeignet sind und daher nicht angenommen werden.
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Re: Vögel füttern im Winter

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 8. Nov 2017, 16:58

Hab irgendwo gelesen, das elstern kühe angegriffen und fleisch rausgepickt haben... aber ka mehr wo..
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

Wenn das Leben ein Geschenk ist, wüsste ich gern wo man es umtauschen kann.

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Das Leben wäre doch langweilig, wenn alles direkt funktionieren würde, nicht wahr?

Nein wäre es nicht, mich würde es freuen!
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