Verhindert das Wissen Kriege?

Verhindert das Wissen Kriege?

Unread postAuthor: cherrycurry » 7. Oct 2011, 04:56

Ich lerne mit meinem Sohn Geschichte für die nächste Prüfung.
Diesmal geht es um den 1. Weltkrieg.

Ich stöhne und sag: "Wieso muss man das alles so genau wissen und lernen? Ist doch viel zu viel!!"
Sagt mein Mann. "Das darf man nie vergessen, was geschehen ist, damit so was nicht wieder geschieht!".

Aber ich frage mich, kann wirklich das Wissen über einen Krieg einen weiteren Krieg verhindern?
Es gab doch schon den 1. Weltkrieg und jeder wusste davon. Wie konnte es da noch einen 2. Weltkrieg geben?

Ich glaube, das Wissen allein um die Greuel eines Krieges ist zu wenig um weitere Kriege verhindern zu können. Die Menschen müssen erst ihren Charakter läutern, sich von Haß, Gier, Rache, Eitelkeiten, Wut, Zorn befreien bzw. lernen das zu beherrschen, um Kriege zu vermeiden.
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Re: Verhindert das Wissen Kriege?

Unread postAuthor: Alex. R. » 7. Oct 2011, 18:18

Naja, damals das war schon eine ganz andere Zeit, da tickten die Leute wohl aus verschiedenen Gründen etwas anders.
Da musste man seinen Eltern, irgendwelchen Vorgesetzten oder mächtigen Leuten noch unkritisch gehorchen, ansonsten gabs Haue oder schlimmere Konsequenzen.
Da waren die Mittel der Manipulation und des aufhetzens noch anders als heute, das ist heute durch Fernsehen und Internet schwieriger, gelogen wird heute zwar auch noch aber Lügen werden schneller entlarvt, man kann sich verschiedene Meinungen ansehen und so kritisch an ein Thema herangehen.
Eine einseitige Indoktrinierung sehe ich eigentlich nur noch bei religiösen und politischen Extremisten, wenn sie sich abschotten und dann für sich und ihrer Gruppe nur eine Meinung oder Ansicht akzeptieren und auf sich einwirken lassen.
Also ich würde schon sagen dass die Offenheit, die Verfügbarkeit von Wissen oder die Einsicht auf verschiedene Meinungen die Menschen verändert hat.
Dass es noch Kriege gibt und weiter geben wird liegt halt noch daran dass es große Unterschiede in vielen Teilen der Welt gibt, nicht überall gibt es Demokratie, nicht überall geht es immer gerecht oder zivilisiert zu.
Wenn Menschen glauben dass es ungerecht oder unsozial zugeht, nicht wissen wie man das verändern kann und anderen die Schuld dafür geben, dann können sie anfällig werden für Leute die mit allen Mitteln an die Macht wollen und auch keine Skrupel haben Gewalt einzusetzen.
Und solange Waffen hergestellt und überall hin verkauft werden, solange es Armeen gibt, solange wird es auch Kriege geben.
Mit dem ganzen Geld was Waffen und Armeen kosten könnte man wohl alle Probleme auf der Welt friedlich lösen, wenn man wollte, wenn man wollte...
Würde halt nur etwas länger dauern aber die Mächtigen aus Politik und Wirtschaft wollen halt doch gerne in erster Linie für sich den schnellen kurzfristigen Erfolg auf Kosten anderer anstatt langfristig an das Wohl aller zu denken. [so}
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Re: Verhindert das Wissen Kriege?

Author: Google » 7. Oct 2011, 18:18

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Re: Verhindert das Wissen Kriege?

Unread postAuthor: Knuddelbär-balu » 8. Oct 2011, 12:57

Es geht wohl weniger über das Wissen aus - und über den Krieg. Obwohl, es gab / gibt bei 2001 (dem Medienversand) bereits vor / seit 30 Jahren einen Bild- und Dokuband, insbesondere über die vielen Opfer, die Kriegsverwundungen usw. .. Wen dass nicht von jeglicher Kriegsbegeisterung ab schreckt, dann weiß ich nicht ... ( hier mal der Link ..)

Vielmehr geht es doch aber im Geschichtsunterricht, in einem guten Geschichtsunterricht, um die Frage, wie kam es zum Krieg ? Was waren die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen und Gründe ?

Und nur wenn man diese Fragen beantworten kann, kann man - im eigenen Land - Militarismus, Faschismus, Diktatur, und viele andere -ismen - verhindern.
Und das ist auch kein Selbstläufer; denn sonst wäre vieles, was wir täglich sehen und erleben, nicht bereits ausführlichst in altgriechischen Tragödien und und politischen Schriften beschrieben worden. Leider hat sich so vieles an menschlichem Verhalten in den letzten 3.000 Jahren kaum verändert - und immer hört man : "Wir wussten es ja nicht (besser) ..."

Aber - man hättes es wissen können !! - und wissen müssen !!!

Um so mehr muss man es dem/der Letzten 1.000 mal erklären und berichten .. bis sie es lernen und kollektive Fehler nicht ständig wiederholen.

Nur mal als Beispiel; die diesjährige Friedensnobelpreisträgerin, die liberianische Friedensaktivistin Leymah Gbowee, hat eigentlich in Gründzügen nichts anderes getan, als die altgriechische Heldin Lysistrata

Ich plädiere also für mehr Bildung und Geschichte (im Unterricht), auch die Vermittlung des Wissens um unsere schrecklichen Weltkriege - um zu verhindern, dass unsere Kinder die Fehler unserer Großväter und Urgroßväter wiederholen ... !!
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Re: Verhindert das Wissen Kriege?

Unread postAuthor: cherrycurry » 9. Oct 2011, 07:54

Ihr habt beide recht. Das ist ein wichtiges Thema.
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Re: Verhindert das Wissen Kriege?

Author: Google » 22. May 2012, 18:32

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