Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

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Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Jacko » 2. Nov 2016, 12:43

Gestern oder vorgestern kam eine Sendung mit einer interessanten Aussage:

Bei den Durchschnittsverdienern ist das Gehalt in den letzten 15 Jahren um 15% angestiegen, also ungefähr 1% pro Jahr

Bei den Vortsänden der großen Firmen sind die Bezüge in den letzten 15 Jahren um 43% gestiegen!

Bei den DAX-Vorständen stiegen in den letzten 15 Jahren die Bezüge um 175% !!!!!

Was rechtfertigt eine solche Verschiebung? Sicherlich arbeiten die Herren nicht 175% mehr wie vor 15 Jahren. Und ganz bestimmt stehen sie nicht auf wackeligeren Beinen. Wenn sowas schon öffentlich gemacht wird, wird die "Revolution" nicht mehr lange auf sich warten lassen.... Wo soll das noch hinführen...
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 2. Nov 2016, 13:27

Ich halte es da mit dem freien Markt. Kein Unternehmen ist außerhalb der gesetzlichen Grenzen verpflichtet, auch nur offenzulegen wie viel sie wem zahlen. Geschweige denn sind sie vepflichtet, sich in ihre Lohnpolitik reinreden zu lassen.
Das kann man gut finden oder nicht. Das kann man unterstützen oder eben nicht. Aber ich halte es eigentlich nicht für die Aufgabe des Staates, irgendwelche Gehälter zu deckeln. Solange die alle ihre Lohnsteuer zahlen soll es mir noch recht sein.
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 2. Nov 2016, 16:03

Ist alt und bekannt . Lohn steigt seit Jahren nicht und so weiter
Solange es möglich ist sich zu bereichern oder sich in sonst einer Form besser zu machen als andere und solang der Mensch das Konkurrenzverhalten innerhalb seiner Art nicht ablegt, solange wird es Gier geben und solange es Gier gibt, solange wird es die heutigen krankhaften Auswüchse in Wirtschaft und Politik, sowie Krieg und Leid geben.

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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Jacko » 2. Nov 2016, 17:22

Chefstratege hat geschrieben:Ich halte es da mit dem freien Markt. Kein Unternehmen ist außerhalb der gesetzlichen Grenzen verpflichtet, auch nur offenzulegen wie viel sie wem zahlen. Geschweige denn sind sie vepflichtet, sich in ihre Lohnpolitik reinreden zu lassen.
Das kann man gut finden oder nicht. Das kann man unterstützen oder eben nicht. Aber ich halte es eigentlich nicht für die Aufgabe des Staates, irgendwelche Gehälter zu deckeln. Solange die alle ihre Lohnsteuer zahlen soll es mir noch recht sein.


Ja und nein. Denn wenn durch die zu geringe Gehaltsanpassungen der Gering- und Wenigverdiener letztendlich sehr viele dadurch auch weniger Sozialabgaben bezahlen und dann in der Altersarmut landen, darf man sich durchaus Gedanken machen, ob das so gut ist. Und das mit den Steuern, cheffe, das wissen wir ebenfalls sehr genau, dass die großen Unternehmen durchaus wissen, wie man es schaukeln muss, um nicht oder nur sehr wenig Steuern zahlen muss.

Siehe meine Firma. Die hat es auch geschickt gemacht und eine Holding im nahen Ausland gegründet, um hier Gewinne und Verluste so geschickt hin und her zu schieben, dass hunderttausende Euro an Steuern in die eigenen Taschen fließen und nicht mehr an den Staat.

Trotzdem die Frage, was rechtfertigt es, dass diejenigen, die eh überproportional verdienen, Ihre Bezüge fast verzwölffachen können, wenn im gleichen Zeitraum die so immer ach so hoch und wertvoll gestimmte Belegschaft es nicht mal schafft, die Inflation auszugleichen?
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Joe12 » 2. Nov 2016, 18:21

Jacko hat geschrieben:
Chefstratege hat geschrieben:Ich halte es da mit dem freien Markt. Kein Unternehmen ist außerhalb der gesetzlichen Grenzen verpflichtet, auch nur offenzulegen wie viel sie wem zahlen. Geschweige denn sind sie vepflichtet, sich in ihre Lohnpolitik reinreden zu lassen.
Das kann man gut finden oder nicht. Das kann man unterstützen oder eben nicht. Aber ich halte es eigentlich nicht für die Aufgabe des Staates, irgendwelche Gehälter zu deckeln. Solange die alle ihre Lohnsteuer zahlen soll es mir noch recht sein.


* Denn wenn durch die zu geringe Gehaltsanpassungen der Gering- und Wenigverdiener letztendlich sehr viele dadurch auch weniger Sozialabgaben bezahlen und dann in der Altersarmut landen, darf man sich durchaus Gedanken machen, ob das so gut ist.

**Trotzdem die Frage, was rechtfertigt es, dass diejenigen, die eh überproportional verdienen, Ihre Bezüge fast verzwölffachen können, wenn im gleichen Zeitraum die so immer ach so hoch und wertvoll gestimmte Belegschaft es nicht mal schafft, die Inflation auszugleichen?



Das haste jetzt nicht ernsthaft gefragt...


*Das ist gut so, wobei eigentlich ja nicht, den wenig oder geringverdiener bekommen in den augen derer die den zustand zu verantworten haben immer noch zu viel. In sofern, das hat so seine berechtigung und ist von wirtschaft und Politik so gewollt.

** Die Überproportionalverdiener , ich nenn sie mal so, können ihren gewinn beinahe selbst bestimmen, weil sie anders an ihr geld gelangen als der einfache arbeiter, hat natürlich auch alles seine Grenzen, deshalb beinahe. Der einfache arbeiter hingegen, muckt er auf weil er eine lohnerhöhung will kriegt er entweder ein paar % wovon die hälfte für das 1 jahr inflation drauf geht und die nächste für das nächste halbe jahr, dann hat er glück gehabt oder nen netten chef. Oder und das ist wohl die häufigste alternative, der Chef sagt "sie sind gefeuert, suchen sie sich nen anderen job, es gibt genug wie sie, da stell ich mir lieber 2 ein die für die halbe zeit und den halben lohn arbeiten (oder mind lohn)". Das ist dann übrigens auch noch ein netter chef. Wenn man nen richtig miesen hat, dann sorgt der dafür das man sich untereinander nicht verträgt (gut funktionierende teams werden auseinander genommen oder jemand wird in ne höhre position gehoben mit etwas mehr lohn und der aufgabe alles möglichst effizient und kostensparend am laufen zu halten) und ne angespannte stressige stimmung herrscht damit man irgendwann einen grund findet um mitarbeiter, die länger dabei sind und höhre löhne haben raus zu eckeln oder damit sie anfangen fehler zu machen weil sie sauer und gestresst sind. z.b.
Und das nennt sich dann " Verjüngung der Belegschaft ", da man ebend die älteren durch junge ersetzt und statt dem ursprünglich einen dann 2 oder 3 die dann halt nur die hälfte oder 1/3 jeweils der ursprünglichen Zeit bei niedrigerem stundenlohn arbeitet als der ältere
vorgänger. Und ggf wird dann halt auch gemobbt oder ebend gründe zum rausschmeißen gesucht. Das ist halt bei diesen Managern, Spekulanten, was auch immer, nicht so.

Wenns um das drücken von löhnen geht sind unsere ganz groß, und die Politik wird daran auch nichts ändern, kommen doch spenden nicht von der Blegschaft sondern ehr von der Chefetage, wenn du verstehst was ich damit meine ; )

(gibt natürlich auch bereiche wo das nicht so ist, sicher, aber schaut man sich altenheime, krankenhäuser oder den handel/großhandel zeichnet sich in etwa solch ein bild ab, aber auch in anderen branchen ist es nicht anders)
Das alles natürlich unter der berücksichtigung das man gute arbeit leistet.
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Schreiberling » 2. Nov 2016, 20:44

Nun ja, an den nicht sonderlich wachsenden Einkommen der breiten Schichten der abhängig Beschäftigten in Deutschland dürfte der globale Wettbewerbsdruck nicht zu einem geringen Teil schuld sein, der sich durch fortdauernden Kapitalabfluß aus den alten Industrieländern in Gebiete mit höherer Kapitalproduktivität im Verein mit niedrigen Zöllen fortwährend verstärkt. Wenn Waren- und Kapitalfluß ungehindert sind, dann investiert ein Unternehmen natürlich vor allem dort, wo sich die Produktivität mit wenig Geld stark steigern läßt und die Arbeitskräfte billig sind. Während man in einem Entwicklungsland schon eine erhebliche Produktivitätssteigerung realisieren kann, indem man betagte Produktionsanlagen aus einem alten Industrieland abbaut und dort wieder aufbaut, ist das in einem alten Industrieland überhaupt nur möglich, indem man richtig viel Geld in die Hand nimmt und die neuesten Maschinen anschafft.

Bei den DAX-Vorständen hielte ich eine Vergrößerung der Unternehmen bzw. überproportionale Steigerung der Gewinne am ehesten für plausibel.
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 2. Nov 2016, 22:27

Jacko hat geschrieben:Ja und nein. Denn wenn durch die zu geringe Gehaltsanpassungen der Gering- und Wenigverdiener letztendlich sehr viele dadurch auch weniger Sozialabgaben bezahlen und dann in der Altersarmut landen, darf man sich durchaus Gedanken machen, ob das so gut ist. Und das mit den Steuern, cheffe, das wissen wir ebenfalls sehr genau, dass die großen Unternehmen durchaus wissen, wie man es schaukeln muss, um nicht oder nur sehr wenig Steuern zahlen muss.

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Das eine hat doch aber null mit dem anderen zu tun. Das Unternehmen in der Lage sind, Steuern durch geschickte Unternehmenspolitik an Staaten vorbeizuschaffen ist ein Problem, das an der viel zu uneinheitlichen Steuerpolitik einer EU für multinationale Konzerne liegt. Wenn Unternehmen die ersten 10 Jahre in Irland eben de facto keine Steuern zahlen, dann passiert eben sowas.
Die Irländer haben übrigens was davon - denn durch die sich ansiedelnden Unternehmen steigt das Steueraufkommen hinten rum natürlich trotzdem.

Und das sich der Großteil der Mitarbeiter von DAX-notierten Unternehmen auf soziale Grundsicherung verlassen muss oder sich ernsthaft über Altersarmut Gedanken machen willst du mir nicht verklickern, ne?
Davon abgesehen kannst du ja mal die Vorstandsmillionen gleichmäßig auf alle Mitarbeiter umlegen. Da kommen Beträge für die Portokasse raus.
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 2. Nov 2016, 22:54

Schreiberling hat geschrieben:Nun ja, an den nicht sonderlich wachsenden Einkommen der breiten Schichten der abhängig Beschäftigten in Deutschland dürfte der globale Wettbewerbsdruck nicht zu einem geringen Teil schuld sein, der sich durch fortdauernden Kapitalabfluß aus den alten Industrieländern in Gebiete mit höherer Kapitalproduktivität im Verein mit niedrigen Zöllen fortwährend verstärkt. Wenn Waren- und Kapitalfluß ungehindert sind, dann investiert ein Unternehmen natürlich vor allem dort, wo sich die Produktivität mit wenig Geld stark steigern läßt und die Arbeitskräfte billig sind. Während man in einem Entwicklungsland schon eine erhebliche Produktivitätssteigerung realisieren kann, indem man betagte Produktionsanlagen aus einem alten Industrieland abbaut und dort wieder aufbaut, ist das in einem alten Industrieland überhaupt nur möglich, indem man richtig viel Geld in die Hand nimmt und die neuesten Maschinen anschafft.


Natürlich liegt es am globalen Wettbewerbsdruck. Aber eine EU verhindert oder erzeugt den nur bedingt. Ein Großteil der produzierenden Unternehmen ist nicht in EU-Staaten abgewandert oder nur temporär (Nokia und Konsorten). Tatsächlich produziert man heute (wie schon vor 10 oder 20 Jahren) eher in China, Indien, Taiwan, Bangladesch, Vietnam oder Indonesien. Länder, für die ganz normale Einfuhrzölle bestehen, auch nach Deutschland.

Und was passiert, wenn man den eigenen Markt versucht umfangreich zu schützen sieht man an der jüngeren wirtschaftlichen Vergangenheit der USA. Die haben auch vesucht die Globalisierung zu ignorieren. Was es ihnen eingebracht hat ist ja offensichtlich. Inzwischen wollen sie ja nichts lieber als TTIP. Fragt sich doch einer wieso.
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Jacko » 3. Nov 2016, 09:47

Also Cheffe, weil die Millionen auf die Angestellten umgelegt eh nur "Peanuts" sind, dürfen die Vorstände sich dumm und dämlich verdienen? Wenn ich all die Zeitarbeiter und Mindestlohnempfänger anschaue, die würden sich über 50 oder 100 Euro mehr freuen als der Vorstand über 100.000,00 Euro!

Es geht aber nicht nur um die absolutren Zahlen, es geht mit darum, warum bei den DAX-Vorständen es 175% sind und beim kleinen Mitarbeiter nur 15%! Genau das ist aber der Knackpunkt, Cheffe, diese Leute haben keinerlei Vorstellung, was es bedeutet, mit 1500 Euro Brutto in der aktuellen Zeit über die Runden zu kommen und dann auch noch selber für die Rente vorzusorgen. Dass ein Herr Vorstand oder Geschäftsführer mal über 100 Jahre jeden Monat 500 Euro auf die Seite bringt, steht dazu in keiner Relation. Aber bei denen spricht die Presse auch nicht von Altersarmut.

@ Schreiberling
Die Modernisierung eine Anlage bringt dem Mtarbeiter in Deutschland höchstens den Verlust seines Arbeitsplatzes, weil er unter Umständen die Qualifikation nicht hat, anstatt Schrauben in ein Produkt zu drehen, das Programm samt Steuerung zu überwachen. Aber darauf will ich gar nicht raus, es geht um die Steigerung der Bezüge. Und die haben mit Investitionen in die Maschinen reichlich wenig zu tun.
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Re: Gehaltsanstieg in den letzten 15 Jahren

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 3. Nov 2016, 10:27

Diese Aussage ist doch im Grunde sowieso Käse. Zum einen werden Äpfel mit Birnen verglichen. Eine Gehaltsabrechnung eines Vorstandes funktioniert anders als bei einem Schraubendreher mit Mindestlohn. Der Vorstand bekommt ein Grundgehalt plus diverse Bonizahlungen. Letztere hängen im Allgemeinen von der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens ab (mit Ausnahmen - siehe Presse). Ich habe meine starken Zweifel, dass deine 175% sich auf das Grundgehalt beziehen.
Wobei du beim Mindestlohnempfänger schwankende Leistungszuschläge auch bloß nicht in den Lohn einrechnest, wenn solche Statistiken gemacht werden. Da gucken alle auf Tarifverträge u. ä., weil sie was anderes eh nicht wissen.

Zum anderen gilt wieder die Devise des Statistikers: Im Durchschnitt war der Teich 50cm tief, und trotzdem ist die Kuh ersoffen. Weder wird etwas über die Gründe ausgesagt, warum diese Entwicklung so stattfindet, noch gibt es konkrete Beispiele anhand eines Vorstandes oder Unternehmens. Zum Beispiel im Zusammenhang mit Gewinnsteigerungen etc.

Und zum Schluss nochmals: Ich kenne kein Land der Welt, in dem die Löhne noch tatsächlich staatlich geregelt sind. Gab es mal - nannte sich z.B. DDR. Wobei der Herr Kombinatsdirektor da auch nicht schlecht verdient hat. Kein Unternehmen in einem marktwirtschaftlich ausgerichteten Land muss sich in seine Lohnpolitik reinreden lassen. Würden reihenweise DAX-Manager-taugliche Fachkräfte vor den Türen stehen, dann wäre die Angebots-Nachfrage-Situation eine andere und auch die Löhne. So wie halt im Mindestlohnsektor.
Wenn man der Meinung ist der Mindestlohn sei zu niedrig, dann muss man eben Parteien wählen, die den Mindestlohn anheben wollen. Aber eine (sorry) Neiddebatte um Managergehälter bringt auch dem kleinen Mann nix. (Jetzt mal abgesehen davon, dass doch hoffentlich keiner meint, wenn man die Managergehälter deckeln würde bekämen automatisch die restlichen Arbeitnehmer mehr...)
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