Sextäter im Internet veröffentlichen

Hier dreht sich alles um das politische Weltgeschehen.

Sextäter im Internet veröffentlichen?

Ja, das ist eine gute sache.
2
33%
Nein, das verstößt gegen die Datenschutzrichtlinien.
2
33%
Nein, auf keinen Fall.
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33%
 
Abstimmungen insgesamt : 6

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Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon jasmin » 9. Aug 2010, 12:24

Wie findet ihr es eigentlich, wenn Sextäter im Internet öffentlich gemacht werden sollten mit Bild?

Ich denke es ist eine gute Idee aber ob sie wirklich sinnvoll ist?

Es sollte auch nicht zu persöhnlich sein z.b. nur Bild mit Bundesland.
Den Namen oder andere Details würde ich nicht unbedingt brauchen.
Für wiederholte Sextäter würde ich sogar mit einem eindeutingen JA stimmen. [7
Liebe Grüße............Jasmin Bild

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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon Knuddelbär-balu » 9. Aug 2010, 15:00

Ich finde diese Idee schlecht.

Denn sie nimmt ja keinerlei Rücksicht darauf, ob bei dem Täter eine Wiederholungsgefahr besteht, oder nicht.

Erfahrungen in den USA zeigen, dass damit für selbsternannte Rächer, für verbotene Selbstjustiz Tür und Tor geöffnet werden ...

Wenn ein Mensch grundsätzlich eine Gefahr für seine Umwelt / für die Gesellschaft darstellt - z.B. weil er ein Triebtäter ist und seine Taten nicht bewusst steuern kann, dann muss über das Instrument der Sicherheitsverwahrung - die aber keine erweiterte Haft darstellen darf - gesichert werden, dass er nicht frei unter Menschen darf, solange eine Gefahr von ihm ausgeht ...
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon Victoria » 9. Aug 2010, 15:11

Die Todesstrafe steht wohl nicht zur Option [hmm]

Dann könnte man sich das sparen, denn einerseits will ich schon gerne wissen ob in meiner Nähe Perverse Triebtäter leben, andererseits fände ich das v. den Daten her sehr bedenklich.
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon Knuddelbär-balu » 9. Aug 2010, 15:23

Victoria hat geschrieben:Die Todesstrafe steht wohl nicht zur Option [hmm]

Dann könnte man sich das sparen, denn einerseits will ich schon gerne wissen ob in meiner Nähe Perverse Triebtäter leben, andererseits fände ich das v. den Daten her sehr bedenklich.


Nein !! Die Todesstrafe ist keine Option (mehr) ...

Die letzten Todesurteile wurden durch deutsche (und östereichische) Richter im Jahr 1945 verhängt - und vollstreckt ...
Danach gab es auf deutschem Boden nur noch im Rahmen der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse Todesurteile ...

Und gänzlich sicher sind wir eh nicht, denn es gibt ja noch die unentdeckten Triebtäter in unserer Mitte - Denn es gibt ja noch so einige ungeklärte Sexualverbrechen ...
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon jasmin » 9. Aug 2010, 16:29

Denn sie nimmt ja keinerlei Rücksicht darauf, ob bei dem Täter eine Wiederholungsgefahr besteht, oder nicht.


Nehmen die Sexualstraftäter Rücksicht auf uns oder unsere Kinder?
Nein!

Getan ist getan ob wiederholt oder nicht.

Die Todesstrafe steht wohl nicht zur Option [hmm]

Dann könnte man sich das sparen, denn einerseits will ich schon gerne wissen ob in meiner Nähe Perverse Triebtäter leben, andererseits fände ich das v. den Daten her sehr bedenklich.


Todesstrafe finde ich nicht so gut, denn der Staat ist ja wieder der Mörder b.z.w. Täter.

Was meinst du mit bedenklich?
Wenn ein Bild mit Bundesland da steht OHNE NAMEN oder sonstigem finde ich das Ok und für mich als Bürger würde mich etwas sicherer fühlen. [peace]
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon cherrycurry » 10. Aug 2010, 06:37

Knuddelbär-balu hat geschrieben:Erfahrungen in den USA zeigen, dass damit für selbsternannte Rächer, für verbotene Selbstjustiz Tür und Tor geöffnet werden ...


So gesehen, finde ich es auch nicht so gut.

Balu, was ist denn eine Sicherheitsverwahrung? Das ist doch auch Gefängnis.
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon jasmin » 10. Aug 2010, 09:12

In den Nachrichten steht, dass die Sicherheitsverwahrung aufgehoben wurde, weil es gegen die Menschenrechte verstößt. Stimmt das? [überleg]
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon Knuddelbär-balu » 10. Aug 2010, 11:02

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Balu, was ist denn eine Sicherheitsverwahrung? Das ist doch auch Gefängnis.


@Cherrycurry - im Prinzip hast Du Recht, Sicherheitsverwahrung war/ist Gefängnis, zumindest in der lfd. Praxis; jedoch ohne eine zeitliche Befristung ...
Es stellt damit eine einfache, unbestimmte Verlängerung der Haftstrafe dar - und verstößt damit gegen Menschenrechte - und auch gegen die Grundsätze des Rechtsstaates.

Denn rechtsstaatlich wäre, dass jeder (!) nach der Verbüßung seiner verhängten und gesetzlich vorgegebenen (Strafrahmen) Haftstrafe wieder auf freien Fuß kommt.

Wenn nun aber besondere Merkmale in der Tat und beim Täter darauf schließen lassen, dass er seine Taten wiederholt, dann konnte / kann zum Schutze der Bevölkerung eine Sicherheitsverwahrung verhängt werden.
Nach Feststellung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte muss das gesetzlich legitimiert sein (es muss ein Gesetz geben, und das muss schon vor der betreffenden Gerichtsverhandlung [möglichst auch schon vor der Tat] Rechtskraft besitzen - gesetzliches Rückwirkungsverbot), und die Sicherungsverwahrung muss bei der Urteilsverkündung festgelegt oder zumindest vorbehalten werden. Dem Verurteilten muss bei der Veruteilung klar sein, dass er eben nicht nach der Verbüßung der Strafe sofort frei kommt, damit er auch gegen das Urteil rechtlich vorgehen kann. Möglich ist auch ein Vorbehalt einer Sicherungsverwahrung - z.B. mit der Verknüpfung, dass der Täter während der Haftstrafe eine entsprechende Therapie macht - und diese erfolgreich abschließt - ansonsten kann es halt länger dauern.
Am Anfang (der Gesetzgebung) war die Sicherungsverwahrung auf 10 Jahre begrenzt und stand unter dem Vorbehalt einer psychiatrischen Begutachtung.
Ende der 90er wurde das Gesetz hierzu so geändert, dass auch vor der Entlassung ein Gericht eine Sicherungsverwahrung verhängen konnte - quasi rückwirkend .. Und auch das Gesetz konnte rückwirkend auf frühere Verurteilungen angewand werden.

Damit verstieß die angewandte Praxis gegen rechtsstaatliche Grundprinzipien - und gegen die Menschenrechte ...

In den Nachrichten steht, dass die Sicherheitsverwahrung aufgehoben wurde, weil es gegen die Menschenrechte verstößt. Stimmt das?


Nein Jasmin, nicht grundsätzlich ...

Unter den oben genannten strengen Regeln ist natürlich die Feststellung der Sicherheitsverwahrung immer noch möglich.

Nur muss das Gesetz wie folgt geändert werden - und es kann / darf nicht rückwirkend für frühere Urteile angewand werden :
- Die Sicherheitsverwahrung muss bereits beim Urteil verhängt bzw. vorbehalten werden. Sie kann/darf nicht rückwirkend beschlossen werden.
- Die Sicherheitsverwahrung muss zeitlich bzw. inhaltlich begrenzt sein; d.h. es muss eine zeitliche Grenze (z.B. 10 Jahre) oder eine (positive) psychiatrische Begutachtung oder eine Kombination von beidem (z.B. eine Untersuchung alle 5 Jahre) festgesetzt sein. Der Verurteilte muss zumindest die theoretische Chance haben, irgendwann wieder frei zu sein ..
- Die Unterbringung muss sich von der eigentlichen Haft unterscheiden ...

Noch Fragen ??
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon jasmin » 10. Aug 2010, 13:12

Noch Fragen ??


Nein Balu du hast meine Frage super beantwortet. [danke]

Vielleicht gibt es ja wirklich unter den Sextätern welche, die es bereut haben und nicht nochmal so einen Fehler machen.

Ich bleibe aber bei meiner Meinung, dass es gut wäre, Sexualstraftäter im I-Net zu veröffentlichen mit nem Bild und in welchem Bundesland er sich aufhält.

Wie findet ihr es eigentlich wenn die Nachrichten sexualstraftäter folgen und fotografieren?

In letzter Zeit sieht man immer wieder ne schlagzeile, DIESER SEXUALSTRAFTÄTER LÄUFT WIEDER FREI HERUM.

Mit Bild das zwar unkenntlich gemacht worden ist aber es gibt ja auch Videos.
[überleg]
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Re: Sextäter im Internet veröffentlichen

Ungelesener Beitragvon Alex. R. » 10. Aug 2010, 13:58

Zur Sicherungsverwahrung gibts heute eine Diskussion in der "Münchner Runde" im Bayerischen Fernsehen, um 20:30 Uhr.

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte müssen mindestens 70 verurteilte Straftäter hierzulande aus der Sicherungsverwahrung entlassen werden. Seitdem kracht es in der Politik. Sollen gefährliche Täter dauerhaft eingesperrt werden? Wie ist die Lage in Bayern? Was bringen Fußfessel und Internet-Pranger?

Weitere Infos: http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/muenchner-runde/muenchner-runde-2008-schwerverbrecher-frei-urteil-emgr-ID1281348143065.xml

Ich bin gegen die Veröffentlichung von Namen, Foto, oder gar der Adresse von Sexualstraftätern.
Sie wurden für ihre Tat verurteilt, sie weiterhin dafür öffentlich anzuprangern, dann könnte die niemals ein einigermaßen normales Leben führen, würden wohl wieder kriminell werden, könnten dann gleich lebenslang im Knast bleiben oder Suizid begehen.
Dazu gibt es ja verschiedene Sachen die als Sexualstraftat gelten, wie Exhibitionismus oder Erregung öffentlichen Ärgernisses, im Vergleich zu Vergewaltigung oder dem Mißbrauch von Kindern eher harmlosere Sachen aber diese Details erfährt man sicher nicht und da kommen dann einfach alle auf eine Liste und die müssen dann durchaus um ihr Leben fürchten, Selbstjustiz würde es dann sicher auch wie in den USA geben. Dann wäre für diese Leute eine wirklich lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe humaner als lebenslang Verfolgung, Ausgrenzung, Mobbing, Angriffe, Mordversuche zu ertragen.

Wie menschlich eine Gesellschaft ist zeigt sich darin wie sie mit denen umgeht die gegen Werte, Normen und Gesetze verstoßen haben.
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[1 http://www.youtube.com/watch?v=5X-yqPhItr8 [1
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