AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon Lillith » 9. Feb 2017, 21:50

Wir stellen ja auch nicht den T34 am sowjetischen Ehrenmal im Berliner Tiergarten in Frage.

Das hat ja einen ganz anderen Hintergund.

Unter anderem die Russen haben mit ihrem Blut Deutschland von den Nazionalsozialisten befreit und deswegen steht das Denkaml dort, weil viele russische Soldaten HIER ! für die Befreiung ihr Leben ließen.
Und deswegen dürfen die Russen ihr Denkmal hier hinstellen.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon samsa » 9. Feb 2017, 21:55

Meine Güte, die Dinger stehen da zwei Monate. Es ist ja nicht so, dass draufgeschrieben steht: "IHR seid Schuld, nehmt noch mehr Flüchtlinge auf". Es erinnert einfach nur daran, dass Krieg keine Sache von vor 70 Jahren ist, sondern immer noch gegenwärtig. Daran dürfen sich ruhig auch mal die Dresdner erinnern.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon Lillith » 9. Feb 2017, 22:19

Hab ICH mich etwa darüber aufgeregt ? Ich hab mich nur gewundert wie man das gut finden kann, also rein optisch.

Was mich aufregt ist das mit dem Park bei uns in Berlin.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 10. Feb 2017, 14:01

Es war wohl ohnehin geplant Geld für ein Denkmal auszugeben.

Von dem her wäre es eigentlich egal ob man ein paar ausrangierte Busse hochkant stellt mit einer Tafel auf der steht warum und weswegen oder ob man Geld für ein anderes Denkmal verwendet dürfte sich von den Ausgaben her gegenseitig nicht viel geben oder nehmen.

Eben dieses passt jedoch nur der Afd und wie ich denke auch anderen Parteien rechter Schiene nicht in den Kram und weswegen ist auch völlig klar.

Sie hätten natürlich lieber deutschen Opfern eines von Deutschland augegangenen oder man könnte auch sagen verschuldeten Krieges gedacht.

Die Gelegenheit wäre dazu natürlich auch gleich sehr günstig gewesen die Schuld in ganz anderes Licht zu rücken also einfach mehr in Richtung die anderen waren schuld.

Dem wird natürlich mit dem Denkmal ein deutlicher Strich durch die Rechnung gemacht kein Wunder also das es ihr Blut, wenn auch völlig verdient in Wallung bringt.

Aus diesem, sowie aus den Gründen welche Samsa und Balu bereits nannten, finde ich das Denkmal auch sehr passend.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon darkhexlein » 10. Feb 2017, 15:58

g_b_w hat geschrieben:Es war wohl ohnehin geplant Geld für ein Denkmal auszugeben.


Und für ein halbwegs angenehm anzuschauendes Projekt wars wohl deutlich zu wenig?
Dann hätte man doch auch eine Schule aufrufen können oder einen Jugendclub. Farbe gekauft und das ganze als Wettbewerb ausgeschrieben? Zumindest wäre in dem Fall sicher bessere Qualität mit mehr Zuspruch entstanden.
Diese Schrotthaufen erzeugen eher Augenkrebs.
Unvergessen ein Besuch in einem Museum mit Ausstellung morderner Kunst vor vielen Jahren. Da war auch viel Mist dabei - verglichen mit den Bussen aber auf jeden Fall echte Kunst.
Unvergessen für ewig - ein kleines fast quadratisches Bild mitten drin. Kleines Wäldchen mit Lichtung gemalt und mitten drin stand ein großer Stein in Form eines nackten Hinterns. Titel "Der Stein des Anstoßes". Traf den Nagel auf den Kopf. Und erzeugte Schmunzeln UND - nicht den gefürchteten Effekt "Weitergehen und sofort wieder Vergessen".

Nein, ich steh dazu und bleibe dabei. Wer direkt vor die Frauenkirche Schrottberge stellt und als Kunst deklariert - der hat den Schuss im eigenen Hirn nicht gehört. Und die, die dazu applaudieren, fördern genau solche Fehlentwicklungen. Da leg ich doch direkt paar stinkende Babywindeln als Berg vors nächste Rathaus oder Finanzamt und erklär auch die zu Kunst. Ein Titel fällt sicher irgendjemand dazu ein. Weil man ja nur Kunst öffentlich auslegen darf und keinen Müll ...oder Schrott.
Es fehlte nur noch, dass man diese Busse benutzt, um Dresden erneut als Weltkulturerbe bewerben zu lassen ...
Gibts schon Ansichtskarten für Urauber mit den Bussen drauf? Möglich wärs ...
Und wehe, da klaut jemand nachts ein Rad vom Bus und bringts nach Polen oder Russland als Ersatzteil ... [lach]
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon Chefstratege » 10. Feb 2017, 16:21

darkhexlein hat geschrieben:Und wehe, da klaut jemand nachts ein Rad vom Bus und bringts nach Polen oder Russland als Ersatzteil ... [lach]


Kommst du von hier oder hat sich der Mist schon so weit in den Köpfen verbreitet? Oder nur gedankenlos nachgeplappert? Traurig, so oder so.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 10. Feb 2017, 16:55

@Darkhexlein
Man muß schon noch unterscheiden können zwischen Aussagen die ein Denkmal haben soll und Aussagen regulärer anderer oder weiterer Kunst.

Ein Denkmal ist dazu da an bestimmte Ereignisse zu gedenken und sollte daher auch einen dem entsprechend bestimmten Zweck erfüllen eben einfach sich darüber Gedanken zu machen und tut es in dem Fall auch.

Reguläre Kunst kann wiederum alles mögliche aussagen oder auch sogar garnichts aber eben nicht ein Denkmal da es immer jeweils von etwas bestimmten und darüber hinaus auch wesentlichem handelt.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon g_b_w » 10. Feb 2017, 17:46

Aber ich bin mir dafür irgendwo auch einfach ziemlich sicher, das der/die eine oder andere auf einmal so garnichts dagegen gehabt hätte, wenn statt dessen geplant worden wäre, Geld dafür auszugeben das eine Statue vom geliebten Führer modelliert wird.

Da hätte man dann nehme ich mal an hier und da sogar noch versucht Spendengelder dafür einzutreiben.

Und so erfüllt das tatsächlich geplante Denkmal sogar gleich noch einen weiteren Zweck.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon samsa » 10. Feb 2017, 18:07

Nein, ich steh dazu und bleibe dabei. Wer direkt vor die Frauenkirche Schrottberge stellt und als Kunst deklariert - der hat den Schuss im eigenen Hirn nicht gehört

Achso, dafür habe ich also 10 Semester Kunstgeschichte studiert, weil ich den Schuss in meinem Hirn nicht gehört habe. [42

Über Geschmack lässt sich nunmal streiten. Mir gefällt auch nicht alles, was als Kunst deklariert wird. Und vor allem im öffentlichen Raum sind Kunstwerke heikel. Aber nochmal: diese Busse stehen da für maximal zwei Monate, und das auch nicht im Hochsommer, wenn die meisten Touristen kommen, sondern jetzt in der sauren-Gurken-Zeit. Die Frauenkirche ist auch nicht einfach nur nette Postkarten-Kulisse, sondern ein Symbol für Zerstörung und Wiederaufbau Dresdens. Es ist der einzige logische Ort für die Installation.

Wie g_b_w schon richtig bemerkt hat: Es ist in erster Linie ein Mahnmal, das mit dem Gedenken an die Luftangriffe vom 13. Februar in Zusammenhang steht. Krieg ist nicht schön. War er damals nicht und ist er heute auch noch nicht. Der Verweis zwischen den Schausplätzen funktioniert ja in beide Richtungen: wenn Dresden mit Syrien verglichen wird, dann heißt das auch, dass man das Leid der Dresdner Zivilbevölkerung ernst nimmt und in eine Reihe stellt mit gegenwärtigen Kriegsgräueln. Lange Zeit war das Gedenken der Dresdner nämlich höchst umstritten, das sollte man auch nicht vergessen.
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Re: AfD und PEGIDA vs. Kunst- und Meinungsfreiheit

Ungelesener Beitragvon Lillith » 10. Feb 2017, 18:43

g_b_w hat geschrieben:Aber ich bin mir dafür irgendwo auch einfach ziemlich sicher, das der/die eine oder andere auf einmal so garnichts dagegen gehabt hätte, wenn statt dessen geplant worden wäre, Geld dafür auszugeben das eine Statue vom geliebten Führer modelliert wird.

Da hätte man dann nehme ich mal an hier und da sogar noch versucht Spendengelder dafür einzutreiben.

Und so erfüllt das tatsächlich geplante Denkmal sogar gleich noch einen weiteren Zweck.

Einfach nur ganz großes primitives linksextremes Antifageschwätz.
Als wenn die Leute vor der Büste Hitlers stehen würden und den bejubeln.
Ganz fürchterlich.

Bin raus hier, es ist einfach nur ekelhaft.
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